PC-Aufrüstung wird deutlich teurer: Vor allem RAM kostet mehr

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Grzegorz Walczak

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Wer einen Computer aufrüsten oder einen neuen PC kaufen möchte, muss für viele Komponenten erheblich mehr bezahlen als noch vor einem Jahr. Besonders stark sind die Preise für Arbeitsspeicher gestiegen. Eine Auswertung der Preisvergleichsplattform idealo zeigt, dass RAM im Juli 2026 durchschnittlich 134 Prozent teurer war als im Vorjahresmonat. Auch SSDs, Festplatten und Grafikkarten kosten deutlich mehr. Gleichzeitig sorgt die wachsende Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren weiterhin für Druck auf den internationalen Markt.

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RAM-Preise 2026 steigen um mehr als 100 Prozent

Die idealo-Auswertung vom 20. August 2026 zeigt erhebliche Preisunterschiede zwischen Juli 2025 und Juli 2026. Während Arbeitsspeicher im Durchschnitt um 134 Prozent teurer wurde, erhöhten sich die Preise für SSDs um 60 Prozent. Klassische Festplatten kosteten durchschnittlich 32 Prozent mehr, Grafikkarten verteuerten sich um 14 Prozent.

Bei einzelnen Produkten fällt der Anstieg noch stärker aus. Acht von neun gesondert untersuchten beliebten RAM-Produkten kosteten mehr als das Dreifache des Vorjahrespreises. Bei sechs von neun SSD-Produkten hatten sich die Durchschnittspreise ebenfalls mehr als verdoppelt.

Ein besonders deutliches Beispiel ist ein DDR5-Arbeitsspeichermodul von Crucial mit 16 Gigabyte Kapazität. Dessen Durchschnittspreis lag im Juli 2026 nach idealo-Angaben 416 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

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Die Entwicklung verlief allerdings nicht durchgehend nach oben. RAM erreichte seinen höchsten Durchschnittspreis innerhalb des untersuchten Zeitraums bereits im April 2026. Bei SSDs und Festplatten wurde der jeweilige Höchststand erst im Juli registriert.

KI-Rechenzentren verschärfen den Wettbewerb um Speicherchips

Ein wesentlicher Hintergrund der Entwicklung ist die weltweit steigende Nachfrage nach Speicher für Rechenzentren und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. Unternehmen benötigen für leistungsfähige KI-Systeme große Mengen besonders schneller Speicherchips. Gleichzeitig stehen die Hersteller vor der Aufgabe, ihre verfügbaren Produktionskapazitäten auf unterschiedliche Kundengruppen zu verteilen.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce konzentrieren sich Speicherhersteller zunehmend auf Produkte für Server und KI-Anwendungen. Dadurch bleibt weniger Spielraum für den klassischen PC-Markt. Insbesondere bei DRAM, dem Speicher für Computer und Server, wird das Angebot weiterhin als knapp eingeschätzt.

TrendForce rechnete in seiner Prognose vom 30. September für das vierte Quartal 2026 mit einem weiteren Anstieg der Vertragspreise für herkömmlichen DRAM um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für NAND-Flash-Speicher, der unter anderem in SSDs eingesetzt wird, erwarteten die Marktforscher Aufschläge von 15 bis 20 Prozent. Dabei handelt es sich um Prognosen für den Chipmarkt, nicht um entsprechende Preissteigerungen im Einzelhandel.

Wie groß der Anteil der Speicherknappheit an den einzelnen Verbraucherpreissteigerungen tatsächlich ist, lässt sich aus den idealo-Daten allein nicht bestimmen.

Auch Notebooks, Smartphones und Konsolen kosten mehr

Die Preisentwicklung beschränkt sich nicht auf einzelne Computerbauteile. Laut idealo waren im Juli 2026 sämtliche acht untersuchten Elektronikkategorien teurer als ein Jahr zuvor.

Besonders ausgeprägt war der Anstieg bei Notebooks mit durchschnittlich 22 Prozent. Tablets verteuerten sich um 19 Prozent, Smartphones um 13 Prozent und Spielekonsolen um 6 Prozent.

Auch einzelne Konsolenmodelle verzeichneten erhebliche Aufschläge. So stieg der erfasste Durchschnittspreis der PlayStation 5 Slim Standard Edition zwischen März und Juli 2026 von 464 auf 583 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 26 Prozent.

Bei der Nachfrage zeigt sich dagegen kein einheitliches Bild. Während das Interesse an RAM auf idealo im Juli 2026 um 26 Prozent über dem Vorjahresmonat lag, ging die erfasste Nachfrage nach SSDs um 13 Prozent und nach Grafikkarten um 23 Prozent zurück. Die Zahlen beschreiben die Nachfrageentwicklung auf der Preisvergleichsplattform und nicht die tatsächlich verkauften Stückzahlen im gesamten Handel.

Steigende Komponentenpreise könnten auch 2027 belasten

Der Preisdruck könnte sich über das laufende Jahr hinaus auswirken. In einer weiteren Untersuchung vom 8. Oktober 2026 warnt TrendForce vor den Folgen hoher Komponentenpreise für den weltweiten Notebookmarkt.

Demnach könnten Hersteller 2027 gezwungen sein, zusätzliche Kosten für Prozessoren, Arbeitsspeicher und SSDs stärker an Kunden weiterzugeben. Eine Alternative wäre, Geräte mit geringerer Speicherkapazität auszustatten oder niedrigere Gewinnmargen hinzunehmen. TrendForce erwartet, dass die weltweiten Notebooklieferungen 2027 unter Druck geraten könnten.

Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung vor allem, dass ältere Elektronikprodukte und PC-Komponenten nicht zwangsläufig günstiger werden. Wer einen Rechner aufrüsten möchte, sollte deshalb die Preisentwicklung des konkreten Modells berücksichtigen und nicht allein auf den aktuellen Angebotspreis achten.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu