Nach 321 Tagen im Einsatz: US-Flugzeugträger kehrt aus Iran-Krieg zurück

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Der amerikanische Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ist nach einem außergewöhnlich langen Militäreinsatz in seinen Heimathafen San Diego zurückgekehrt. Das atomgetriebene Kriegsschiff lief am Donnerstag, 8. Oktober 2026, auf dem Marinestützpunkt Naval Air Station North Island in Kalifornien ein. Insgesamt war der Träger 321 Tage im Einsatz. Während dieser Zeit beteiligte sich sein Kampfverband an amerikanischen Militäroperationen gegen Iran und an der Durchsetzung von Seeblockaden.

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USS Abraham Lincoln war seit November 2025 unterwegs

Der Flugzeugträger hatte San Diego am 21. November 2025 verlassen. Ursprünglich führte die Mission in den Indopazifik. Im Januar 2026 wurde der Verband in den Nahen Osten verlegt und operierte anschließend im Arabischen Meer.

Nach Angaben der US Navy legte die USS Abraham Lincoln während ihres Einsatzes mehr als 93.000 Seemeilen zurück. Auf See wurde das Schiff 72 Mal versorgt und erhielt dabei insgesamt mehr als 20,5 Millionen Gallonen Flugzeugtreibstoff. Die Bordflugzeuge absolvierten mehr als 13.000 Flugeinsätze mit zusammen rund 28.500 Flugstunden.

Flugzeugträger an Angriffen gegen Iran beteiligt

Ende Februar begann die amerikanische Militäroperation „Epic Fury“ gegen Iran, an der sich auch die USS Abraham Lincoln beteiligte. Der Flugzeugträgerverband unterstützte nach Angaben der US Navy 40 Tage intensiver Kampfhandlungen. Dabei wurden nahezu 4.000 Kampfflüge durchgeführt.

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Nach einer Waffenruhe vom 8. April übernahmen die beteiligten Kriegsschiffe weitere Aufgaben bei der Durchsetzung einer amerikanischen Seeblockade. Im Juli unterstützten Flugzeuge des Trägers nach Darstellung der US Navy erneut Angriffe auf iranische Küstenverteidigungsanlagen sowie Lager- und Abschusseinrichtungen für Marschflugkörper.

Am 22. August verließ der Verband schließlich das Einsatzgebiet des amerikanischen Regionalkommandos CENTCOM und begann seine Rückreise in Richtung Pazifik.

Monatelanger Einsatz belastete Besatzung und Versorgung

Die ungewöhnlich lange Mission führte zu erheblichen Belastungen für die Soldaten. Zwischen zwei Versorgungsstopps in Guam und Oman verbrachte das Schiff nach Angaben der US Navy 208 Tage ununterbrochen auf See. Weitere Zeiträume ohne regulären Hafenaufenthalt machten den Einsatz zu einer außergewöhnlichen Herausforderung.

Während der Mission kam es zu Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Die US Navy bestätigte zudem acht Suizidversuche unter Angehörigen des Flugzeugträgerverbands. Die langen Einsatzzeiten und die Bedingungen an Bord rückten damit auch die psychische Belastung von Militärangehörigen in den Mittelpunkt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth besuchte den Flugzeugträger am 7. Oktober, einen Tag vor dessen Rückkehr. Dabei würdigte er den Einsatz der Besatzung und überreichte dem Verband die Presidential Unit Citation, eine der höchsten amerikanischen Auszeichnungen für militärische Einheiten. Hegseth bestätigte auch, dass er die Mission zweimal verlängert hatte.

Rückkehr beendet nicht den amerikanischen Militäreinsatz

Mit der Ankunft in San Diego endet die lange Mission der USS Abraham Lincoln, nicht jedoch die amerikanische Militärpräsenz im Nahen Osten. Bereits im August hatte der Flugzeugträger USS George Washington Aufgaben im Einsatzgebiet übernommen. Auch die USS George H.W. Bush wurde in der Region eingesetzt.

Die USS Abraham Lincoln gehört zur Nimitz-Klasse amerikanischer Flugzeugträger und wurde 1989 in Dienst gestellt. Sie bildet das Zentrum der Carrier Strike Group 3, zu der auch Lenkwaffenzerstörer und zahlreiche Kampfflugzeuge gehören.

Für die Besatzung bedeutet die Rückkehr nach fast elf Monaten die Wiedervereinigung mit ihren Familien. Für die amerikanische Marine endet damit einer ihrer längsten Flugzeugträgereinsätze der vergangenen Jahrzehnte.

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