
Auf der Autobahn A8 zwischen Salzburg und München steht am Sonntagabend, 11. Oktober 2026, eine weitere Vollsperrung bevor. Betroffen ist die Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Rosenheim im Landkreis Rosenheim. Hintergrund ist die Erneuerung der Brücke über die Rohrdorfer Ache. Für den nächsten Bauabschnitt muss der Verkehr auf die bereits neu errichtete Brückenhälfte verlegt werden. Die Sperrung soll bis Montagmorgen dauern.
Die Vollsperrung der A8 bei Rohrdorf ist nach Angaben von Rosenheim24 vom 9. Oktober für Sonntag, 11. Oktober, ab 19 Uhr vorgesehen. Am Montag, 12. Oktober, soll die Fahrbahn um 6 Uhr wieder freigegeben werden. Die Niederlassung Südbayern der Autobahn GmbH hatte den Termin für die nächtliche Sperrung bereits am 4. September offiziell angekündigt.
Bei den genauen Uhrzeiten unterscheiden sich allerdings die veröffentlichten Angaben. Eine ältere Verkehrsmeldung der Zentralstelle Verkehrsmanagement Bayern vom 4. Oktober nennt für denselben Abschnitt eine Sperrung von 20 Uhr bis 5 Uhr. Die ursprüngliche Veröffentlichung der Autobahn GmbH bestätigt die Nacht vom 11. auf den 12. Oktober, enthält aber für diesen Termin keine konkreten Uhrzeiten.
Die Sperrung betrifft ausschließlich die Fahrtrichtung München. Auf der Gegenfahrbahn Richtung Salzburg bleibt die Baustellenverkehrsführung mit eingeschränkter Fahrstreifenzahl bestehen. Dort ist für diese Nacht keine entsprechende vollständige Sperrung angekündigt.
Für Autofahrer in Richtung München ist während der Vollsperrung die Umleitung U24 vorgesehen. Sie beginnt an der Anschlussstelle Rohrdorf, führt über die Staatsstraßen St2359 und St2095 sowie die Bundesstraße B15 und endet an der Anschlussstelle Rosenheim. Dort kann der Verkehr wieder auf die A8 in Richtung München auffahren.
Die veröffentlichte Verkehrsmanagementmeldung weist für den betroffenen Baustellenbereich eine Länge von 3,2 Kilometern aus. Konkrete Autobahnkilometer für die Brücke oder die Sperrgrenzen sind in der allgemeinen Projektmitteilung der Autobahn GmbH nicht genannt.
Die ausgeschilderte Umleitung ist für den Zeitraum der Vollsperrung vorgesehen. Außerhalb dieser Maßnahme appelliert die Autobahn GmbH ausdrücklich an Autofahrer, bei stockendem Verkehr auf der Autobahn zu bleiben und nicht eigenständig durch die umliegenden Ortschaften auszuweichen.
Mit der Sperrung beginnt der Übergang zur zweiten Hauptbauphase. Seit dem 21. September wird die Brücke über die Rohrdorfer Ache in zwei getrennten Abschnitten erneuert. Zunächst stand die Fahrbahnhälfte in Richtung Salzburg im Mittelpunkt der Arbeiten. Der alte Überbau wurde entfernt und durch neue Betonelemente ersetzt.
Nach Angaben der Autobahn GmbH vom 5. Oktober wurden die vorgefertigten Bauteile der ersten neuen Brückenhälfte bereits Anfang Oktober eingehoben. Das Projekt liege im Zeitplan, erklärte die Niederlassung Südbayern.
In der Nacht zum Montag wird nun die Verkehrsführung umgebaut. Anschließend sollen Fahrzeuge beider Richtungen jeweils einspurig über die neu gebaute Brückenhälfte fahren. Dadurch wird die bisher genutzte Fahrbahnseite in Richtung München für die weiteren Arbeiten frei.
Zwischen dem 12. und 29. Oktober ist dort der Abbruch des alten Brückenüberbaus und die Herstellung des Ersatzbauwerks vorgesehen. Während dieser Bauphase steht grundsätzlich weiterhin nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.
Die Brücke über die Rohrdorfer Ache wurde 1934 errichtet und hat nach Angaben der Autobahn GmbH das Ende ihrer vorgesehenen Nutzungsdauer erreicht. Mit der Erneuerung soll die langfristige Befahrbarkeit der viel genutzten Autobahnverbindung zwischen München und Salzburg gesichert werden.
Dabei handelt es sich nicht um einen vollständigen Neubau sämtlicher Brückenteile. Erneuert werden die beiden oberen Brückenüberbauten. Die vorhandenen Unterbauten können bestehen bleiben. Nach Projektangaben der Autobahn GmbH kommen insgesamt zehn vorgefertigte Betonelemente zum Einsatz.
Die verwendete Modulbauweise ermöglicht es, die einzelnen Brückenhälften in vergleichsweise kurzer Zeit auszutauschen. Durch hochfeste, unmittelbar befahrbare Betonfertigteile entfallen zusätzliche zeitaufwendige Abdichtungsschritte. Jede Brückenhälfte kann dadurch innerhalb von etwa zweieinhalb bis drei Wochen erneuert werden.
Für das gesamte Projekt einschließlich der begleitenden Maßnahmen veranschlagt die Autobahn GmbH Kosten von rund fünf Millionen Euro. Die Arbeiten sind mit einem weiteren Bauvorhaben der Gemeinde Rohrdorf abgestimmt, bei dem eine Unterführung für den Radverkehr unter der A8 entsteht.
Nach Abschluss der zweiten Brückenhälfte ist ein erneuter Umbau der Verkehrsführung vorgesehen. Dieser soll in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober erfolgen. Nach Angaben von Rosenheim24 vom 9. Oktober ist dafür eine nächtliche Vollsperrung in Fahrtrichtung Salzburg vorgesehen.
Ab dem 30. Oktober sollen auf beiden Richtungsfahrbahnen wieder jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Autobahn GmbH bestätigte am 5. Oktober, dass das Bauprojekt im Zeitplan liege und die zweistreifige Verkehrsführung rechtzeitig zum Beginn der bayerischen Herbstferien am 31. Oktober wiederhergestellt werden solle.
Allerdings bedeutet diese Verkehrsfreigabe noch nicht das vollständige Ende der Baustelle. Geschwindigkeitsbegrenzungen und Teile der vorläufigen Verkehrsführung bleiben zunächst bestehen.
Für den Zeitraum vom 9. bis 20. November sind weitere Arbeiten und der endgültige Rückbau der Baustelleneinrichtungen vorgesehen. Der vollständige Abschluss des Projekts ist für den 20. November geplant.
Bereits während der bisherigen Bauarbeiten hat die reduzierte Fahrstreifenzahl zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. In einer Mitteilung vom 5. Oktober nennt die Autobahn GmbH mögliche Wartezeiten von bis zu einer Stunde vor der Baustelle.
Gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim und den betroffenen Gemeinden fordert die Niederlassung Südbayern Verkehrsteilnehmer deshalb auf, bei Stau nicht auf kleinere Straßen auszuweichen. Das nachgeordnete Straßennetz sei bereits stark belastet und könne zusätzliche Verkehrsmengen nicht aufnehmen.
Besonders betroffen seien Ortsdurchfahrten, deren Belastung durch ausweichenden Verkehr weiter zunehme. An Wochenenden gelten entlang der A8 im Landkreis Rosenheim zudem Durchfahrtsverbote für bestimmten Ausweichverkehr. Diese müssen beachtet werden.
Die Autobahn GmbH will die Beschilderung vor der Baustelle ergänzen und empfiehlt Autofahrern, längere Fahrtzeiten einzuplanen. Nicht notwendige Fahrten sollten nach Möglichkeit verschoben oder auf andere Verkehrsmittel verlagert werden.
Die Bauarbeiten wurden bewusst in die Wochen zwischen den Sommerferien und den Herbstferien gelegt. Nach Einschätzung der Autobahn GmbH ist das Verkehrsaufkommen auf diesem Autobahnabschnitt in dieser Jahreszeit vergleichsweise gering. Trotzdem lassen sich größere Einschränkungen während des Brückenaustauschs nicht vermeiden.
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