Panoramabahn in Stuttgart gesperrt: Fernzüge enden vor dem Hauptbahnhof

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Symbolfoto

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Auf einer wichtigen Bahnverbindung in Baden-Württemberg müssen sich Reisende ab Montag, 12. Oktober 2026, auf erhebliche Änderungen einstellen. Die Deutsche Bahn sperrt die sogenannte Panoramabahn zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen für knapp drei Wochen vollständig. Fernzüge und Regionalbahnen können den betroffenen Abschnitt nicht befahren. Auch im S-Bahn-Verkehr gibt es Einschränkungen. Die Arbeiten dauern nach dem angekündigten Zeitplan bis Freitag, 30. Oktober. Hintergrund ist die notwendige Instandhaltung einer Strecke, die wegen der Verzögerungen beim Großprojekt Stuttgart 21 länger genutzt werden muss als ursprünglich vorgesehen.

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Sperrung zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Vaihingen bis Ende Oktober

Die Sperrung der Panoramabahn beginnt am 12. Oktober um 1 Uhr und soll am 30. Oktober 2026 um 23.59 Uhr enden. Betroffen ist der Abschnitt der Gäubahn zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen. Während dieses Zeitraums können dort keine Züge verkehren. Die Wiederaufnahme des regulären Verkehrs ist nach dem veröffentlichten Bauzeitplan ab dem 31. Oktober vorgesehen.

Verantwortlich für die Bauarbeiten ist die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO. Sie erneuert auf einer Strecke von rund 6,7 Kilometern Schienen. Zusätzlich wird der Schotteroberbau auf mehr als acht Kilometern mithilfe spezieller Gleisbaumaschinen verdichtet und ausgerichtet.

Die Arbeiten schließen an eine frühere Bauphase vom 24. April bis zum 22. Mai 2026 an. Damals war derselbe Streckenbereich bereits für Instandhaltungsarbeiten gesperrt.

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Fernverkehr nach Zürich startet überwiegend in Stuttgart-Vaihingen

Besonders deutlich wirkt sich die Unterbrechung auf die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart und der Schweiz aus. Die Intercity-Züge der Linie IC 87, die über Horb und Singen nach Zürich verkehren, beginnen und enden während der Sperrung überwiegend in Stuttgart-Vaihingen.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof entfällt damit bei diesen Verbindungen als regulärer Halt. Wer aus der Innenstadt Richtung Zürich fahren möchte, muss zunächst nach Vaihingen gelangen und dort umsteigen.

Ausnahmen sind für einzelne Verbindungen am frühen Morgen und am späten Abend vorgesehen. Diese Züge werden über eine andere Strecke geführt und können weiterhin den Stuttgarter Hauptbahnhof bedienen. Durch die Umleitung verlängert sich die Fahrzeit laut Deutscher Bahn um ungefähr 20 Minuten. Entsprechend verschieben sich auch die Abfahrts- und Ankunftszeiten.

Die Bauarbeiten betreffen damit nicht nur den Verkehr innerhalb Stuttgarts, sondern auch eine wichtige grenzüberschreitende Schienenverbindung zwischen Deutschland und der Schweiz.

Regionalzüge nach Rottweil, Freudenstadt und Konstanz betroffen

Auch im Regionalverkehr müssen Fahrgäste ihre Verbindungen überprüfen. Nach Angaben der Deutschen Bahn entfallen auf dem Abschnitt zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen die Fahrten folgender Linien:

  • RE 14a zwischen Stuttgart, Horb und Rottweil
  • RE 14b zwischen Stuttgart, Eutingen im Gäu und Freudenstadt
  • RE 4 zwischen Stuttgart und Konstanz

Die betroffenen Züge fahren während der Sperrung grundsätzlich nicht auf dem bisherigen Abschnitt zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Reisende müssen für die Verbindung zwischen Innenstadt und Vaihingen andere Verkehrsmittel nutzen.

Bei einzelnen Regionalzügen gibt es ebenfalls Umleitungen in den Tagesrandlagen. Diese ermöglichen Fahrten von und zum Hauptbahnhof, verlängern allerdings die Reisezeit. Bei solchen Verbindungen entfällt der Halt in Stuttgart-Vaihingen.

Zusätzlich bestehen auf der Strecke Richtung Freudenstadt weitere Einschränkungen. Zwischen Hochdorf bei Horb und Freudenstadt Hauptbahnhof fallen noch bis zum 29. Oktober Regionalzüge aus. Hier werden Ersatzbusse eingesetzt.

S-Bahn Stuttgart: S1 fährt nur noch im 30-Minuten-Takt

Die Streckensperrung hat auch Folgen für den S-Bahn-Verkehr. Weil Fern- und Regionalzüge während der Bauarbeiten in Stuttgart-Vaihingen wenden, stehen dort weniger Kapazitäten für die S1 zur Verfügung.

Die Linie S1 zwischen Kirchheim unter Teck und Herrenberg fährt deshalb auf dem betroffenen südlichen Streckenabschnitt nur noch im 30-Minuten-Takt. Zwischen Plochingen und Stuttgart Hauptbahnhof (oben) werden montags bis samstags tagsüber zusätzliche S1-Fahrten angeboten, sodass dort weiterhin der übliche 15-Minuten-Takt erreicht wird.

Für Fahrgäste der Fern- und Regionalzüge empfiehlt die Bahn, zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen die S-Bahn-Linien S1, S2 und S3 zu nutzen.

Eine durchgehende dreiwöchige Schließung der S-Bahn-Stammstrecke ist damit nicht verbunden. Allerdings kommen insbesondere in den Abend- und Nachtstunden weitere Einschränkungen hinzu.

Ersatzbusse zwischen Hauptbahnhof, Vaihingen und Flughafen

In mehreren Nächten fallen zusätzlich S-Bahn-Verbindungen aus. Die Deutsche Bahn nennt dafür die Nächte vom 12. auf den 13. bis zum 15. auf den 16. Oktober sowie vom 18. auf den 19. Oktober. Die Einschränkungen gelten jeweils ungefähr zwischen 21 Uhr und 4.20 Uhr. Der Verkehrsverbund VVS weist darüber hinaus auf Änderungen in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober hin.

Für die betroffenen Verbindungen wird Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Linie SEV1 fährt zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen. Die Linie S2E verbindet Stuttgart-Vaihingen über den Bereich Stuttgart-Flughafen mit Filderstadt.

Betroffen sind insbesondere die S-Bahn-Linien S1, S2 und S3. In den entsprechenden Nachtstunden entfallen Verbindungen zum Teil vollständig auf einzelnen Streckenabschnitten oder fahren nur auf verkürzten Linienwegen. Bei der S1 sind außerdem zeitweise Haltausfälle in Stuttgart-Rohr vorgesehen.

Die Bahn weist darauf hin, dass Fahrten mit Ersatzbussen mehr Zeit beanspruchen können. Fahrräder können in diesen Bussen aus Platzgründen nicht mitgenommen werden. Die genauen Verbindungen und Abfahrtszeiten sind in der elektronischen Reiseauskunft der Deutschen Bahn sowie beim VVS abrufbar.

Verzögerung bei Stuttgart 21 verlängert Nutzung der alten Gäubahn

Die aktuelle Instandhaltung steht auch im Zusammenhang mit dem veränderten Zeitplan für Stuttgart 21. Der bisherige Streckenabschnitt der Gäubahn durch Stuttgart sollte ursprünglich früher seine Funktion als direkte Zufahrt zum alten Hauptbahnhof verlieren.

Weil sich die Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs verschoben hat, muss die Panoramabahn länger für den regulären Zugverkehr zur Verfügung stehen. Entsprechend notwendig sind weitere Maßnahmen zum Erhalt der bestehenden Gleisanlagen.

Im Juni 2026 hatte die Deutsche Bahn ihren überarbeiteten Zeitplan für Stuttgart 21 vorgestellt. Demnach soll der neue Stuttgarter Hauptbahnhof erst im Dezember 2031 in Betrieb gehen. Zuvor war eine Inbetriebnahme Ende 2026 vorgesehen.

Auch die künftige Anbindung der Gäubahn wurde neu terminiert. Nach aktueller Planung der Bahn soll die bisherige Zufahrt im Frühjahr 2032 unterbrochen werden. Die neue Verbindung über den Flughafen Stuttgart und den Pfaffensteigtunnel ist für Dezember 2033 vorgesehen.

Fahrgäste müssen bis zum 30. Oktober mehr Zeit einplanen

Für Reisende bedeutet die Sperrung vor allem zusätzliche Umstiege und veränderte Abfahrtsbahnhöfe. Besonders betroffen sind Fahrten von Stuttgart in Richtung Horb, Rottweil, Freudenstadt, Singen, Konstanz und Zürich.

Die Bahn empfiehlt, vor Reisebeginn die jeweils aktuelle Verbindung im DB Navigator oder über die Reiseauskunft auf bahn.de zu kontrollieren. Dort werden auch geänderte Abfahrtszeiten und Ersatzverbindungen berücksichtigt.

Wer am Stuttgarter Hauptbahnhof einen Fern- oder Regionalzug Richtung Süden erreichen möchte, sollte prüfen, ob dieser tatsächlich dort abfährt oder erst in Stuttgart-Vaihingen beginnt. Gerade bei Anschlüssen und Fahrten am Abend können sich die vorgesehenen Reisezeiten deutlich verändern.

Nach dem derzeit angekündigten Ablauf sollen die Bauarbeiten am 30. Oktober abgeschlossen sein. Eine darüber hinausgehende Verlängerung der Streckensperrung ist in der veröffentlichten Mitteilung der Deutschen Bahn nicht angekündigt.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu