
Wenige Wochen nach dem Verkaufsstart des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max gibt es Hinweise auf eine verhaltenere Nachfrage als ursprünglich erwartet. Der US-Technologiekonzern Apple soll mehrere Zulieferer aufgefordert haben, weniger Bauteile für seine neuen Premium-Smartphones zu produzieren. Das berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asia am Freitag, 9. Oktober 2026, unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Die möglichen Kürzungen werfen Fragen zur weiteren Entwicklung des Smartphone-Geschäfts und zu den Folgen steigender Produktionskosten auf.
Nach Informationen von Nikkei Asia soll Apple seine Bestellungen für Komponenten des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max im Oktober um mindestens 15 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung reduziert haben. Einzelne Angaben aus der Lieferkette beziffern die Kürzungen auf 15 bis 20 Prozent.
Der Konzern soll bereits seit Anfang September vorsichtiger bei seiner Produktionsplanung vorgehen. Die Anpassungen betreffen demnach nicht zwangsläufig sämtliche Zulieferer gleichermaßen. Unterschiedliche Produktionsabläufe und Vorlaufzeiten können dazu führen, dass sich eine veränderte Bestellmenge bei einzelnen Unternehmen erst später bemerkbar macht.
Eine unabhängige Bestätigung für die konkreten Kürzungen lag zunächst nicht vor. Auch eine offizielle Bestätigung von Apple war zunächst nicht bekannt. Reuters hatte am 9. Oktober berichtet, dass der Konzern auf eine Anfrage außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht unmittelbar reagiert habe.
Unklar blieb außerdem, ob sich die möglichen Anpassungen ausschließlich auf Oktober beschränken oder auch die Produktionsplanung für November betreffen.
Die genannten Prozentwerte beziehen sich auf Komponentenbestellungen im Vergleich zu früheren Planungen. Ein entsprechender Rückgang der tatsächlich verkauften iPhones lässt sich daraus nicht ableiten.
Als möglichen Grund für die zurückhaltendere Produktionsplanung nennt Nikkei Asia die gestiegenen Preise der neuen Smartphones. Apple hatte beide Pro-Modelle in den USA gegenüber der vorherigen Generation um jeweils 100 US-Dollar verteuert.
Das iPhone 18 Pro kostet dort mindestens 1.199 US-Dollar, das größere iPhone 18 Pro Max beginnt bei 1.299 US-Dollar. In Deutschland liegen die offiziellen Einstiegspreise bei 1.449 beziehungsweise 1.599 Euro.
Apple hatte die beiden Geräte am 9. September vorgestellt. Seit dem 18. September sind sie unter anderem in Deutschland, den USA und China erhältlich. Die neuen Modelle verfügen über den A20 Pro Chip, eine überarbeitete Kamera mit variabler Blende und Verbesserungen bei der Batterielaufzeit.
Ob die höheren Verkaufspreise tatsächlich ausschlaggebend für eine schwächere Nachfrage sind, lässt sich bislang nicht eindeutig feststellen. Auch das veränderte Veröffentlichungsprogramm könnte eine Rolle spielen. Apple stellte im September neben den Pro-Modellen sein faltbares iPhone Duo vor. Ein reguläres iPhone 18 gehörte dagegen nicht zur gleichzeitig vorgestellten Modellpalette.
Damit unterscheidet sich die diesjährige Markteinführung von früheren Jahren, in denen Apple mehrere Geräte unterschiedlicher Preisklassen gemeinsam auf den Markt brachte. Direkte Vergleiche mit den ersten Verkaufswochen früherer iPhone-Generationen sind deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.
Ein weiterer Anhaltspunkt für die Entwicklung der Nachfrage sind die Lieferzeiten der neuen Geräte. Nach Angaben des Finanzmagazins Barron’s verwies der UBS-Analyst David Vogt auf kürzere Wartezeiten bei der Auslieferung. Auch solche Veränderungen können auf ein verändertes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hindeuten.
Allerdings lassen sich aus kürzeren Lieferzeiten keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Verkaufszahlen ziehen. Die Verfügbarkeit hängt unter anderem von Produktionsmengen, Lagerbeständen und der jeweiligen Gerätevariante ab.
Konkrete, weltweit vergleichbare Lieferzeiten für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max zum 12. Oktober lagen zunächst nicht gesichert vor. Ebenso fehlten aktuelle offizielle Verkaufszahlen, die eine genaue Bewertung der ersten Wochen nach dem Marktstart ermöglichen würden.
Die Diskussion über Apples Produktionsplanung fällt in eine Phase deutlich gestiegener Kosten für Speicherchips. Der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz erhöht die Nachfrage nach leistungsfähigen Halbleitern und Speicherkapazitäten.
Dadurch verschärft sich der Wettbewerb um bestimmte Komponenten, die sowohl in Rechenzentren als auch in elektronischen Endgeräten eingesetzt werden. Nach Angaben von Reuters belastet diese Entwicklung die Hersteller von Computern und Smartphones.
Für Apple entstehen daraus zwei wirtschaftliche Herausforderungen. Einerseits können höhere Einkaufspreise die Herstellungskosten steigern. Andererseits können höhere Verkaufspreise die Nachfrage beeinträchtigen, insbesondere bei Geräten, die ohnehin im oberen Preissegment angesiedelt sind.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz auf mobilen Geräten. Leistungsfähigere Funktionen benötigen entsprechende Rechen- und Speicherressourcen. Das erhöht die Bedeutung einer verlässlichen Komponentenversorgung.
Für Hersteller stellt sich damit die Frage, wie sie steigende Kosten zwischen eigenen Margen und Verkaufspreisen aufteilen können. Die möglichen Auswirkungen reichen über Apple hinaus und betreffen große Teile der internationalen Elektronikindustrie.
Sollten sich die von Nikkei Asia genannten Kürzungen bestätigen, wären auch Unternehmen innerhalb der internationalen Apple-Lieferkette betroffen.
Die Herstellung eines modernen Smartphones verteilt sich auf zahlreiche spezialisierte Betriebe. Dazu gehören Produzenten von Halbleitern, Displays, Kameramodulen und weiteren elektronischen Bauteilen sowie Unternehmen, die einzelne Komponenten oder komplette Geräte montieren.
Niedrigere Bestellmengen können bei betroffenen Zulieferern zu einer geringeren Auslastung führen. Wie stark sich solche Änderungen auf Umsatz und Gewinn auswirken, hängt allerdings von den jeweiligen Vertragsbedingungen, der Abhängigkeit von Apple und der Möglichkeit ab, Produktionskapazitäten anderweitig einzusetzen.
Welche Unternehmen konkret von den berichteten Kürzungen betroffen sind, wurde zunächst nicht vollständig bekannt.
An den Finanzmärkten sorgten die Meldungen bereits für Aufmerksamkeit. Nach historischen Kursdaten von Yahoo Finance schloss die Apple-Aktie am Freitag, 9. Oktober 2026, an der US-Technologiebörse Nasdaq bei 336,64 US-Dollar. Der Schlusskurs um 16 Uhr New Yorker Ortszeit, entsprechend 22 Uhr deutscher Zeit, lag damit 1,11 Prozent unter dem Vortageswert. Inwieweit die Berichte über mögliche Kürzungen der Komponentenbestellungen den Kursrückgang beeinflussten, lässt sich nicht eindeutig feststellen.
Die Diskussion über die neuen Pro-Modelle trifft Apple nach einem wirtschaftlich starken Sommerquartal. Im dritten Geschäftsquartal 2026, das am 27. Juni endete, erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch das iPhone-Geschäft verzeichnete nach Unternehmensangaben zweistellige Wachstumsraten. Die Umsätze mit iPhones, Mac-Computern und Dienstleistungen erreichten jeweils Rekordwerte für ein Juniquartal.
Diese Zahlen beziehen sich allerdings auf einen Zeitraum vor der Einführung des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Sie erlauben daher keine unmittelbare Aussage über den bisherigen Absatz der neuen Generation.
Für Apples weitere Geschäftsentwicklung ist zudem entscheidend, wie sich Verkaufsmengen und durchschnittliche Verkaufspreise gemeinsam entwickeln. Höhere Gerätepreise können geringere Stückzahlen teilweise ausgleichen. Gleichzeitig können steigende Kosten für Bauteile die Profitabilität belasten.
Die gemeldeten Änderungen bei den Komponentenbestellungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass Apples iPhone-Umsatz im gleichen Umfang zurückgehen würde.
Mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max setzt Apple weiterhin auf leistungsfähige Premiumgeräte zu vergleichsweise hohen Preisen. Zugleich verändert der Konzern seinen Veröffentlichungsrhythmus und erweitert sein Sortiment um neue Geräteformen.
Die aktuelle Entwicklung macht deutlich, wie eng Nachfrage, Produktionsplanung und Kostenentwicklung im internationalen Smartphone-Markt miteinander verbunden sind.
Die möglichen Auftragskürzungen betreffen zunächst die Beschaffung von Bauteilen für zwei konkrete Modelle. Ob daraus eine längerfristige Abschwächung des Premiumgeschäfts entsteht, ist noch offen.
Für Apple und seine Zulieferer dürften deshalb vor allem die tatsächlichen Verkaufszahlen, die weitere Entwicklung der Speicherpreise und mögliche Veränderungen der Bestellungen in den kommenden Monaten wirtschaftlich entscheidend sein.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu