Schraube kann brechen: Škoda ruft weltweit 1,7 Millionen Autos zurück

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Der tschechische Autohersteller Škoda ruft weltweit mehr als 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen eines möglichen Problems an der Lenkung zurück. Allein in Deutschland sind rund 370.000 Autos potenziell betroffen. Im ungünstigsten Fall kann eine beschädigte Schraubverbindung dazu führen, dass die Lenkung ausfällt. Der Rückruf betrifft vier Modellreihen und Fahrzeuge aus mehreren Produktionsjahren.

Anzeige

Diese Škoda-Modelle sind vom Rückruf betroffen

Nach den beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erfassten Angaben umfasst der Skoda-Rückruf weltweit 1.719.030 Fahrzeuge. Davon entfallen 370.347 auf Deutschland. Die Rückrufaktion wurde am 2. Oktober 2026 bekannt. Betroffen sind die Modellreihen Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq.

Konkret umfasst der Rückruf den Octavia der dritten und vierten Generation, den Superb der dritten Generation, den Karoq sowie den Kodiaq der ersten Generation. Als Produktionszeitraum ist November 2015 bis August 2026 angegeben. Damit können auch vergleichsweise neue Fahrzeuge betroffen sein. Allerdings fällt nicht automatisch jedes Auto der genannten Modelle und Baujahre unter die Rückrufaktion.

Korrosion kann zum Ausfall der Lenkung führen

Hintergrund ist eine Befestigungsschraube im Lenksystem, die unter bestimmten Bedingungen korrodieren kann. Nach Angaben von Škoda gegenüber dem ADAC besteht dieses Risiko insbesondere bei längerem Betrieb in Regionen, in denen Streusalz eingesetzt wird.

Anzeige

Schreitet die Korrosion fort, kann die Schraube im ungünstigsten Fall abreißen. Dadurch könnte die Verbindung im Lenksystem beeinträchtigt werden und schließlich die Lenkung ausfallen. Das erhöht das Unfallrisiko. Bei Bekanntwerden der Rückrufaktion waren nach Herstellerangaben in Deutschland keine Sachschäden oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Mangel bekannt.

Austausch in der Werkstatt ist kostenlos

Die betroffenen Fahrzeuge müssen zur Überprüfung und zum Austausch der Schraubverbindung in die Werkstatt. Vorgesehen ist der Einsatz einer korrosionsbeständigeren Schraube. Für Fahrzeughalter ist die Maßnahme kostenlos.

Allerdings gibt es nach Angaben von Volkswagen bei der konzernweiten Rückrufaktion Engpässe bei den neu entwickelten Schrauben. Deshalb kann bei einem Teil der Fahrzeuge zunächst eine neue Schraube des bisherigen Typs eingesetzt werden. In solchen Fällen wird später ein weiterer Austausch erforderlich. Die überarbeitete Schraube wird schrittweise an die Werkstätten geliefert.

Fahrzeughalter können ihre Fahrgestellnummer überprüfen

Besitzer eines Octavia, Superb, Karoq oder Kodiaq können selbst prüfen, ob ihr Fahrzeug unter die Rückrufaktion fällt. Škoda bietet dafür auf seiner Internetseite eine Abfrage anhand der 17-stelligen Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) an. Diese steht unter anderem in der Zulassungsbescheinigung Teil I und ist häufig auch an der Windschutzscheibe ablesbar.

Die Überprüfung ist über die offizielle Rückrufseite von Škoda möglich. Alternativ können sich Halter an einen autorisierten Škoda-Servicepartner wenden oder die Kundenhotline unter 0800 44 24 24 4 kontaktieren.

Die Rückrufaktion trägt beim Kraftfahrt-Bundesamt die Referenznummer 17091R. Der herstellerinterne Rückrufcode lautet 48LS. Betroffene Halter sollten einer Rückrufaufforderung folgen und zeitnah einen Werkstatttermin vereinbaren.

Auch Volkswagen, Audi und Seat betroffen

Der Rückruf bei Škoda ist Teil einer größeren Rückrufaktion innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Bereits zuvor waren vergleichbare Probleme an der Lenkungsverschraubung bei Fahrzeugen von Volkswagen, Audi und Seat bekannt geworden.

Betroffen sind unter anderem der VW Golf, Tiguan, Touran und Caddy sowie der Audi Q3 und die Seat-Modelle Ateca und Tarraco. Auch bei diesen Fahrzeugen besteht das Risiko, dass eine korrodierte Schraubverbindung die Funktion der Lenkung beeinträchtigt. Für die einzelnen Marken gelten unterschiedliche Rückrufnummern und Produktionszeiträume.

Damit erstrecken sich die Rückrufmaßnahmen über mehrere Millionen Fahrzeuge verschiedener Konzernmarken. Der Austausch der betroffenen Schrauben soll verhindern, dass aus dem möglichen Materialproblem ein sicherheitsrelevanter Defekt im laufenden Betrieb entsteht.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu