
Bei einem schweren Unfall auf der A3 bei Diez in Rheinland-Pfalz sind am Donnerstagnachmittag (15. Oktober 2026) zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden verletzt. Ein mit vier Insassen besetztes Auto war in Fahrtrichtung Köln von der Straße abgekommen, gegen eine Schutzplanke geprallt und hatte sich überschlagen. Die Anschlussstelle Diez wurde gesperrt. Auf der Autobahn bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.
Der Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag gegen 14:40 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Diez nahe Nentershausen. Nach Angaben der Polizei ging die Unfallmeldung um 14:39 Uhr ein. Betroffen war die Fahrtrichtung Köln auf Höhe des Autobahnkilometers 97.
Nach den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Montabaur geriet der Wagen aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn. Anschließend prallte das Fahrzeug gegen eine Schutzplanke und überschlug sich. Insgesamt befanden sich vier Menschen in dem Auto.
Wie es zu dem Abkommen von der Fahrbahn kam, stand zunächst nicht fest. Gesicherte Erkenntnisse zu möglichen weiteren Einflussfaktoren lagen am Nachmittag nicht vor.
Bei den beiden Verstorbenen handelt es sich nach Polizeiangaben um Männer im Alter von 56 und 74 Jahren. Beide stammten aus Bayern. Rettungskräfte leiteten nach dem Unfall Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Dennoch starben die Männer noch am Unfallort.
Die beiden weiteren Insassen des Fahrzeugs erlitten Verletzungen. Nach Angaben der Autobahnpolizei bestand für sie keine Lebensgefahr. Nähere Informationen zur Schwere ihrer Verletzungen sowie zu ihrem Alter wurden zunächst nicht bekannt.
Auch zur Sitzverteilung der vier Insassen und dazu, wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt steuerte, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Der Unfall löste einen umfangreichen Rettungseinsatz auf der A3 aus. Neben dem Rettungsdienst waren ein Rettungshubschrauber, Einsatzkräfte der Polizei und die zuständige Autobahnmeisterei vor Ort.
Im Mittelpunkt standen zunächst die medizinische Versorgung der Verletzten und die Sicherung der Unfallstelle. Gleichzeitig mussten die Einsatzkräfte die Voraussetzungen für die Bergung des beschädigten Fahrzeugs schaffen.
Die Autobahnpolizei Montabaur übernahm die Ermittlungen zum Unfallhergang. Für die notwendigen Arbeiten wurde der betroffene Bereich an der Anschlussstelle Diez abgesperrt. Die Sperrmaßnahmen dienten sowohl dem Schutz der eingesetzten Rettungskräfte als auch der Unfallaufnahme.
Zur genauen Dauer der Rettungsmaßnahmen und zum entstandenen Sachschaden lagen am Nachmittag zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Der Unfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Richtung Köln. Die Anschlussstelle Diez musste für die Rettungsmaßnahmen, die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten gesperrt werden.
Nach den Verkehrsangaben des SWR von 16:59 Uhr war zwischen Limburg-Süd und Diez außerdem die rechte Fahrspur gesperrt. Auf einer Länge von elf Kilometern stockte der Verkehr. Die gemeldete Verzögerung betrug bis zu 30 Minuten.
Die Polizei ging am Nachmittag davon aus, dass die Sperrung der Anschlussstelle noch mehrere Stunden andauern würde. Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Freigabe stand zunächst nicht fest.
Damit waren insbesondere Autofahrer betroffen, die von Frankfurt am Main über Limburg und Diez in Richtung Montabaur und Köln unterwegs waren. Die Autobahn 3 gehört zu den wichtigen Fernverkehrsverbindungen zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und dem Rheinland.
Die Polizei untersucht die Umstände des tödlichen Unfalls. Als bisheriger Ablauf gilt, dass das Fahrzeug nach rechts von der Autobahn abkam, gegen die Schutzplanke stieß und sich anschließend überschlug.
Warum der Wagen die Fahrbahn verließ, war zunächst nicht geklärt. Zu technischen Problemen am Fahrzeug, möglichen gesundheitlichen Ursachen oder anderen denkbaren Auslösern lagen keine bestätigten Erkenntnisse vor.
Auch Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Fahrzeuge wurden zunächst nicht bestätigt. Entsprechend lässt sich aus dem bisherigen Unfallablauf keine Aussage über ein mögliches Fehlverhalten einzelner Beteiligter ableiten.
Die weitere Untersuchung soll klären, welche Umstände zu dem Verkehrsunfall führten. Angaben dazu, wann mit abschließenden Ergebnissen zu rechnen ist, wurden zunächst nicht gemacht.
Unabhängig von dem schweren Unfall hatte die Autobahn GmbH des Bundes bereits zusätzliche Arbeiten auf der A3 angekündigt. Zwischen der Anschlussstelle Montabaur und dem Autobahndreieck Dernbach wird die Fahrbahn in Richtung Köln auf einer Länge von rund sechs Kilometern instand gesetzt.
Die Arbeiten laufen seit Ende September und sollen voraussichtlich bis zum 20. Oktober abgeschlossen werden. Für die Nacht ab Donnerstag, 15. Oktober, gegen 20 Uhr waren weitere Bauarbeiten vorgesehen.
Die Maßnahmen finden überwiegend nachts statt, um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Dennoch hatte die Autobahn GmbH bereits vor möglichen Einschränkungen gewarnt.
Ein Zusammenhang zwischen diesen Bauarbeiten und dem Unfall bei Diez war nicht bekannt. Für Autofahrer auf der Strecke können die unabhängig voneinander bestehenden Verkehrsstörungen jedoch zusätzliche Verzögerungen bedeuten.
Der Unfall auf der A3 bei Diez beschäftigte die Einsatzkräfte am Donnerstagnachmittag weiterhin. Zwei Menschen verloren ihr Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die genaue Ursache des Unfalls blieb zunächst offen.
Bis zum Abschluss der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten mussten Verkehrsteilnehmer weiterhin mit Einschränkungen in Fahrtrichtung Köln rechnen. Ob die Anschlussstelle noch am frühen Abend wieder vollständig freigegeben werden konnte, war zunächst nicht bestätigt.
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