Kiel und Rostock: Windiger Samstag, nachts sind Sturmböen möglich

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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An der Nord- und Ostseeküste steht ein windiges Wochenende bevor. Besonders für die Nacht von Samstag auf Sonntag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit einer erneuten Windzunahme. An exponierten Abschnitten der Ostseeküste sind Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde möglich, vereinzelt werden auch schwere Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde nicht ausgeschlossen. Bereits für den morgigen Samstag, 17. Oktober 2026, werden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zeitweise kräftige Böen erwartet. Erste Auswirkungen gibt es im Schiffsverkehr nach Helgoland.

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Wetter in Kiel und Rostock: Kaltfront bringt Wind und kühlere Luft

Das Wetter in Kiel und Rostock verändert sich zum Wochenende deutlich. Nach Angaben des DWD überquert ein Tiefausläufer Norddeutschland. Dahinter gelangt mit einer nördlichen Strömung kühlere Luft in die Region. Der Wind dreht zunächst auf Nord und im Laufe des Samstags zunehmend auf Nordost.

Im bundesweiten Warnlagebericht vom Freitag, 16. Oktober, 16:36 Uhr, kündigt der DWD für die Nordseeküste zunächst steife Böen um 55 Kilometer pro Stunde an. Auf den Ostfriesischen Inseln können in der Nacht zum Samstag stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde auftreten. Am Samstag selbst werden an der Nordsee noch Böen bis 60 Kilometer pro Stunde erwartet, bevor der Wind vorübergehend nachlässt.

Zum Samstagabend soll der Nordostwind an den Küsten erneut deutlich auffrischen. Damit verlagert sich der Schwerpunkt der Entwicklung zunehmend auf die folgende Nacht.

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Kiel und Fehmarn: Am Samstag zeitweise starke Windböen

In Schleswig-Holstein macht sich der Wetterwechsel bereits in der Nacht zum Samstag bemerkbar. Für Kiel erwartet der DWD am frühen Samstagmorgen rund 8 Grad. Im Tagesverlauf steigen die Temperaturen auf etwa 13 Grad. Der Himmel bleibt zeitweise bewölkt, leichter Regen ist möglich.

An der Kieler Förde und an weiteren Abschnitten der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kann der Wind zeitweise kräftiger werden. Auch für Fehmarn weist die DWD-Vorhersage Windböen aus. Dort werden am Samstag ungefähr 14 Grad erwartet.

Der regionale DWD-Warnlagebericht für Schleswig-Holstein und Hamburg vom Freitag, 10:30 Uhr, beschreibt zunächst eine Windzunahme an der Nordsee. In der Nacht zum Samstag und tagsüber treten demnach auch an der Ostsee zeitweise Windböen auf. Einzelne Gewitter mit starken bis stürmischen Böen zwischen 55 und 70 Kilometer pro Stunde sind vor allem an der Nordsee nur mit geringer Wahrscheinlichkeit möglich.

Rostock und Rügen: In der Nacht zum Sonntag steigt das Sturmrisiko

Für Rostock und die Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns erwartet der DWD am Samstag ebenfalls zunehmenden Wind. Am Morgen liegen die Temperaturen in Rostock bei ungefähr 12 Grad, tagsüber werden etwa 13 Grad erreicht. Dazu bleibt es überwiegend bewölkt, zeitweise sind Windböen möglich.

Nach dem regionalen Warnlagebericht für Mecklenburg-Vorpommern vom Freitag, 10:30 Uhr, sind am Samstag zwischen der Kühlung und Nordrügen vereinzelt Windböen bis 55 Kilometer pro Stunde aus nördlicher Richtung möglich.

Deutlich stärker könnte der Wind anschließend in der Nacht zum Sonntag werden. Dann erwartet der Wetterdienst an der Küste vermehrt Böen bis 60 Kilometer pro Stunde aus Nordost. Für Nordrügen werden möglicherweise auch Sturmböen bis 75 Kilometer pro Stunde prognostiziert.

An der Ostsee sind nachts vereinzelt bis zu 90 km/h möglich

Die bundesweite DWD-Wochenvorhersage vom Freitag, 11 Uhr, beschreibt für die Nacht zum Sonntag eine noch stärkere Entwicklung an besonders exponierten Küstenabschnitten.

An der Ostsee sind demnach Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde möglich. An einzelnen Küstenabschnitten mit besonders ausgeprägter Nordostausrichtung können schwere Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde nicht ausgeschlossen werden. Das entspricht Windstärke 10 auf der Beaufortskala.

Diese Werte gelten jedoch nicht pauschal für Kiel, Rostock oder die gesamte Ostseeküste. Entscheidend sind die örtliche Lage und die Ausrichtung der jeweiligen Küstenabschnitte zum Wind. Eine konkrete Vorhersage von 90 Kilometer pro Stunde für die Innenstädte von Kiel oder Rostock ergibt sich daraus nicht.

Für die nordostexponierten Abschnitte der Nordseeküste erwartet der DWD in derselben Nacht mit hoher Wahrscheinlichkeit stürmische Böen bis 70 Kilometer pro Stunde.

Helgoland: Nordlicht und Halunder Jet fallen am Samstag aus

Die angekündigte Wetterlage wirkt sich bereits auf den Schiffsverkehr aus. Nach Angaben der offiziellen Informationsseite der Gemeinde Helgoland fallen am Samstag, 17. Oktober, sämtliche Fahrten der MS „Nordlicht“ zwischen Helgoland und dem Festland witterungsbedingt aus.

Zusätzlich meldet die Gemeinde für denselben Tag den Ausfall aller Fahrten des Katamarans „Halunder Jet“. Betroffen ist damit die Verbindung über Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven nach Helgoland.

Die Ausfälle sind damit bereits konkret bestätigt, während weitere mögliche Einschränkungen auf anderen Verbindungen nicht pauschal angenommen werden können. Die Gemeinde verweist für aktuelle Einzelheiten auf die jeweiligen Reedereien und weist darauf hin, dass im Seebäderverkehr kurzfristige Änderungen möglich sind.

DWD sieht auch geringes Starkregenrisiko in Schleswig-Holstein

Neben dem Wind enthält die DWD-Wochenvorhersage einen weiteren Hinweis für den Osten Schleswig-Holsteins. In der Nacht zum Sonntag besteht dort eine geringe Wahrscheinlichkeit für Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden.

Diese Angabe ist eine längerfristige Gefahreneinschätzung und keine bestätigte amtliche Starkregenwarnung für Kiel oder einen bestimmten Landkreis.

Auch bei den möglichen Sturmböen gilt diese Unterscheidung. Die regionalen Warnlageberichte und die bundesweite Wochenvorhersage beschreiben erwartete Wettergefahren. Konkrete amtliche Einzelwarnungen benötigen dagegen Angaben zur Warnstufe, zum betroffenen Gebiet sowie zum Beginn und Ende. Entsprechende bestätigte Einzelangaben für die genannten Küstenabschnitte lagen am Freitagabend zunächst nicht vor.

Am Sonntag könnte sich das Wetter im Norden beruhigen

Nach der windigen Nacht zeichnet sich für Sonntag, 18. Oktober, im Norden eine allmähliche Wetterberuhigung ab. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur soll sich der Einfluss des Hochdruckgebiets „Gerhard“ von Südskandinavien aus bemerkbar machen.

Die Temperaturen bleiben vergleichsweise niedrig. Für Hamburg werden am Sonntag Höchstwerte um 12 Grad erwartet. An der Ostseeküste kann der Wind zunächst noch spürbar bleiben.

Für die folgenden Tage sieht der DWD vorerst eine ruhigere Entwicklung. Am Montag werden in der bundesweiten Wochenvorhersage keine signifikanten Wettererscheinungen erwartet. Bereits am Dienstag könnten auf Helgoland allerdings erneut stürmische Böen aus östlicher Richtung auftreten.

Die nächste Aktualisierung der regionalen DWD-Warnlageberichte für die Küstenländer war für spätestens Freitag, 20:30 Uhr, angekündigt. Der bundesweite Warnlagebericht sollte spätestens um 21 Uhr erneuert werden.

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