DAX legt zum Wochenschluss zu: Anleger fassen wieder Mut

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der deutsche Aktienmarkt hat die Handelswoche mit deutlichen Gewinnen beendet. Der DAX schloss am Freitag, 16. Oktober 2026, bei 25.622,42 Punkten und gewann damit 0,94 Prozent gegenüber dem Vortag. Auch die Wochenbilanz fiel positiv aus. Nach den jüngsten Turbulenzen an den internationalen Technologiebörsen sorgten nachlassende Sorgen über steigende Zinsen und die Finanzierung großer KI-Projekte für Erleichterung.

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DAX-Schlussstand am Freitag bei 25.622 Punkten

Der DAX beendete den Xetra-Handel am Freitag um 17:30 Uhr mit 25.622,42 Punkten. Das entsprach einem Anstieg um 239,80 Punkte beziehungsweise 0,94 Prozent gegenüber dem Schlussstand vom Donnerstag mit 25.382,62 Punkten. Quelle der Schlusskurse ist finanzen.net, Stand 16. Oktober 2026, 17:30 Uhr.

Im Tagesverlauf bewegte sich der Index zwischen 25.466,09 und 25.693,89 Punkten. Damit konnte der deutsche Leitindex seine Gewinne bis zum regulären Handelsschluss weitgehend behaupten.

Rheinmetall führt die Gewinner an, SAP unter Druck

Zu den auffälligsten Aktien am Freitag gehörte Rheinmetall. Der Rüstungskonzern führte die DAX-Gewinnerliste von finanzen.net mit einem Plus von 5,05 Prozent an. Der dort ausgewiesene Kurs lag bei 1.089,40 Euro, Stand 16. Oktober, 17:54 Uhr. Bereits in den vergangenen Handelstagen hatte sich die Aktie deutlich erholt. Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Branche durch positive Einschätzungen von Morgan Stanley. Die US-Bank erwartet steigende Rüstungsaufträge, wobei es sich um eine Analystenprognose handelt.

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Auch Automobilaktien entwickelten sich freundlich. Mercedes-Benz gewann laut finanzen.net 3,70 Prozent auf 41,25 Euro (17:40 Uhr), Volkswagen legte um 3,55 Prozent auf 68,84 Euro zu (17:20 Uhr). Damit waren insbesondere traditionelle Industriewerte gefragt. Auf der Verliererseite stand unter anderem der Softwarekonzern SAP. Die Aktie verlor laut finanzen.net 0,76 Prozent auf 199,42 Euro (17:46 Uhr).

Zinssorgen und Zweifel an KI-Investitionen lassen nach

An den internationalen Finanzmärkten hatte die Entwicklung der US-Inflation die Stimmung während der Woche zeitweise belastet. Höhere Verbraucherpreise schürten Befürchtungen, dass die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihre Zinsen früher als erwartet erneut erhöhen könnte. Steigende Finanzierungskosten gelten insbesondere für stark verschuldete Unternehmen als Belastung.

Zusätzlich gerieten Technologieunternehmen unter Druck. Anleger hinterfragten zunehmend, ob sich die umfangreichen Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz ausreichend auszahlen werden. Besonders Unternehmen, die ihre Expansion mit hohen Schulden finanzieren, standen im Mittelpunkt dieser Diskussion.

Am Freitag sorgten Äußerungen von US-Notenbankchef Kevin Warsh für Entspannung. Er äußerte sich positiv über die wirtschaftlichen Impulse durch KI-Investitionen, legte sich beim weiteren Zinskurs allerdings nicht fest. Die Erwartungen einer Zinserhöhung bereits Ende Oktober gingen am Terminmarkt daraufhin zurück.

DAX gewinnt in Kalenderwoche 42 rund 2,1 Prozent

Auch die Wochenbilanz des deutschen Leitindex fiel positiv aus. Am Freitag, 9. Oktober, hatte der DAX noch bei 25.087,27 Punkten geschlossen. Mit dem Schlussstand vom 16. Oktober ergibt sich für die Kalenderwoche 42 ein Gewinn von rund 2,13 Prozent. Der Index legte damit innerhalb von fünf Handelstagen um 535,15 Punkte zu.

Bei den Einzelwerten zeigten sich allerdings erhebliche Unterschiede. Nach der Wochenauswertung von finanzen.net vom 16. Oktober, 18:02 Uhr, zählte Rheinmetall mit einem Kursgewinn von 16,09 Prozent zu den stärksten DAX-Aktien. Scout24 folgte mit 10,84 Prozent. Zu den größten Wochenverlierern gehörte dagegen Infineon mit einem Rückgang von 10,99 Prozent. Die Auswertung basiert auf den Xetra-Kursen vom 9. bis 16. Oktober.

Internationale Börsen zwischen Erholung und Unsicherheit

Die Erholung am deutschen Aktienmarkt war Teil einer breiteren Bewegung an den europäischen Börsen. Auch andere wichtige Aktienindizes verzeichneten am Freitag Zugewinne. Sinkende Renditen amerikanischer Staatsanleihen hatten zuletzt zur Stabilisierung der Marktstimmung beigetragen.

Dennoch blieben die Folgen hoher Zinsen für Unternehmen und die Finanzierung großer KI-Projekte zentrale Themen. Die bevorstehenden Quartalsberichte dürften zusätzliche Informationen darüber liefern, wie sich die Investitionen und Finanzierungskosten tatsächlich auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

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