Pascow melden sich mit neuer Musik zurück und planen drei Konzerte zum Albumstart

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Die deutsche Punkrockband Pascow hat am Freitag, 16. Oktober 2026, ihre neue Single „Und wir so“ veröffentlicht und gleichzeitig das achte Studioalbum angekündigt. Die Platte trägt ebenfalls den Titel „Und wir so“ und soll am 5. März 2027 erscheinen. Begleitet wird die erste Auskopplung von einem Musikvideo. Für März stehen außerdem drei Konzerte fest, bei denen die Band ihre neue Veröffentlichung live vorstellen will.

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Mit dem neuen Album setzen Pascow ihre Zusammenarbeit mit Kidnap Music und Rookie Records fort. Die Band aus dem Grenzgebiet zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehört seit vielen Jahren zur deutschsprachigen Punkrockszene. Ihr bislang letztes Studioalbum „Sieben“ erschien im Januar 2023 und erreichte Platz fünf der deutschen Albumcharts. Der Nachfolger soll die politische Haltung der Gruppe beibehalten, zugleich aber musikalisch zusätzliche Möglichkeiten ausloten.

Neue Pascow-Single setzt auf melodischen Punkrock

Die neue Single „Und wir so“ zeigt Pascow von einer vergleichsweise unbeschwerten musikalischen Seite. Statt eines besonders komplexen Arrangements setzt die Band auf direkte Gitarren, eine eingängige Melodie und einen deutlich vom Pop-Punk beeinflussten Klang. Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit gesellschaftlichen Gegensätzen, wirtschaftlichen Ungleichheiten und dem Zusammenhalt von Menschen, die sich von politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen ausgeschlossen fühlen. Die Musik klingt dabei heller und zugänglicher, als es die politische Thematik zunächst vermuten lässt.

Der Song entstand nach Angaben aus der Veröffentlichung innerhalb von rund zehn Minuten. Anschließend wurde er nur geringfügig verändert. Im Studio ergänzte die Band einzelne Gitarrenmelodien und spielte das Stück ohne Clicktrack ein, also ohne eine elektronische Taktvorgabe. Ursprünglich war „Und wir so“ lediglich als B-Seite oder Bonustrack vorgesehen. Schließlich entschieden sich Pascow dafür, den Titel als erste Single des neuen Albums zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung knüpft damit auch an die frühen, stärker vom klassischen Punkrock geprägten Aufnahmen der Gruppe an.

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Unterstützung erhalten Pascow bei der Single von Nadine Nevermore, Sängerin der Punkband N.T.Ä. Sie ist im Hintergrundgesang zu hören und hatte bereits an früheren Pascow-Veröffentlichungen mitgewirkt. Das Musikvideo wurde von Kay Özdemir von Visual Attack gestaltet. Es greift das Motiv gesellschaftlicher Abgrenzung auf und zeigt die Band und ihr Umfeld aus einer ungewöhnlichen Perspektive durch einen Türspion. Das Video und die digitale Single sind seit dem 16. Oktober verfügbar. Weitere Vorab-Singles wurden zunächst nicht mit konkreten Veröffentlichungsterminen angekündigt.

Neues Album „Und wir so“ erscheint mit 16 Titeln

Das achte Studioalbum von Pascow wurde im Frühjahr und Sommer 2026 aufgenommen. Für die Produktion arbeiteten die Musiker erneut mit Kurt Ebelhäuser und Michel Wern zusammen, die bereits am Vorgänger „Sieben“ beteiligt waren. Die Veröffentlichung ist für den 5. März 2027 vorgesehen. Kidnap Music bietet das Album in mehreren physischen Formaten an, darunter CD, Kassette und zwei Vinylversionen. Der Vorverkauf begann gleichzeitig mit der Veröffentlichung der ersten Single am 16. Oktober.

Die veröffentlichte Titelliste umfasst 16 Stücke. Neben dem Titeltrack gehören dazu unter anderem „Hallo“, „Angkor Wat“, „Big Pump Goes My Heart“, „Guten Morgen Erde“, „Lee Hollis nannte sie Cage“ und „Macht’s gut“. Zwei Stücke nehmen bei der Veröffentlichung eine Sonderrolle ein: „Wimps“ und „Sauf dich voll“ sind als Bonustracks gekennzeichnet. Sie gehören zu den physischen Ausgaben und sollen digital erst nach dem regulären Erscheinungstermin verfügbar werden. Deshalb führt Apple Music das kommende Album zunächst mit 14 Songs, während die vollständige Titelliste der physischen Veröffentlichungen 16 Stücke enthält.

Für das Album sind außerdem weitere musikalische Gäste vorgesehen. Neben Nadine Nevermore wird Sam von der Band The Pill als Gast genannt. Musikalisch soll „Und wir so“ den gewohnten Punkrock um zusätzliche Klangfarben erweitern. In der Albumankündigung werden unter anderem Einflüsse von The Smiths und Propagandhi sowie elektronische Elemente und Synthesizer erwähnt. Inhaltlich bleibt die Gruppe bei ihrer gesellschaftskritischen Ausrichtung. Themen sind unter anderem die Klimakrise, wirtschaftliche Machtverhältnisse und rechtsextreme Entwicklungen. Welche dieser Einflüsse die einzelnen Songs prägen, wird sich mit der vollständigen Veröffentlichung zeigen.

Erste Konzerte im März 2027 stehen fest

Auch die Rückkehr auf die Bühne ist bereits vorbereitet. Für März 2027 sind drei Auftritte unter dem Titel „Und wir so“ angekündigt. Den Auftakt bildet ein Konzert am 11. März im Kassablanca in Jena. Einen Tag später, am 12. März, spielt die Band im Club Vaudeville in Lindau. Am 13. März folgt im Schlachthof Wiesbaden eine Releaseparty. Für alle drei Veranstaltungen werden bereits Tickets über den Bandshop Tante Guerilla angeboten. Weitere Konzerttermine sollen folgen. Eine vollständige Tourplanung für 2027 war am 17. Oktober noch nicht veröffentlicht.

Die drei Auftaktkonzerte stehen zugleich für das Geschäftsmodell, mit dem Pascow ihre Musik seit vielen Jahren veröffentlichen. Die Gruppe arbeitet eng mit unabhängigen Labels und Vertriebsstrukturen zusammen. Für die kommenden Auftritte werden auch wieder sogenannte Solidartickets angeboten. Diese kosten nach der Ankündigung 20 Euro und richten sich an Menschen, die sich den regulären Eintrittspreis nicht leisten können. Die Tickets können über den Bandshop angefragt werden. Bei der regulären Albumveröffentlichung setzt Pascow ebenfalls auf den unabhängigen Musikhandel. Die aufwendig gestaltete Vinyl-Sonderausgabe wird ausdrücklich als Veröffentlichung für diesen Vertriebsweg angeboten.

Pascow wurden 1998 im rheinland-pfälzischen Gimbweiler gegründet. Mit ihrem Debütalbum „Richard Nixon Discopistole“ aus dem Jahr 2002 und dem Song „Trampen nach Norden“ machte sich die Gruppe früh innerhalb der Punkrockszene einen Namen. Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte sie ihren Stil weiter, ohne den politischen Anspruch aufzugeben. Alben wie „Diene der Party“ von 2014 und „Jade“ von 2019 erweiterten ihre Bekanntheit. Mit „Sieben“ gelang 2023 schließlich der bislang größte kommerzielle Charterfolg. Das Album stieg auf Platz fünf der offiziellen deutschen Albumcharts ein.

Mit „Und wir so“ folgt nun das achte Studioalbum einer Band, die seit mehr als 25 Jahren zur deutschen Punkrocklandschaft gehört. Die erste Single verbindet die politische Grundhaltung der Gruppe mit einem besonders unmittelbaren, melodischen Sound. Ob diese Richtung auch das vollständige Album bestimmt, ist noch offen. Fest steht bereits, dass Pascow den neuen Songs mit der Veröffentlichung am 5. März 2027 und den unmittelbar folgenden Konzerten einen gemeinsamen Auftakt geben wollen.

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