
Samuel L. Jackson übernimmt die Hauptrolle in der neuen Paramount+-Serie „Frisco King“. Der Ableger des Gangsterdramas „Tulsa King“ startet am 18. Dezember 2026 und wird zeitgleich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein. Paramount+ hat den Termin bestätigt und einen ersten Teaser veröffentlicht. Die erste Staffel umfasst acht Episoden und erzählt die Geschichte eines erfahrenen Gangsters, der in Texas ein neues kriminelles Geschäft aufbaut.
Anders als bei Serien, deren komplette Staffeln auf einmal erscheinen, setzt Paramount+ auf eine wöchentliche Veröffentlichung. Zum Auftakt stehen zwei Folgen bereit, anschließend erscheint jeweils freitags eine weitere Episode. Damit erweitert der Streamingdienst seine erfolgreiche Gangsterserie rund um Sylvester Stallone um eine zweite Hauptfigur. Der US-Schauspieler kehrt für einen Gastauftritt ebenfalls zurück.
Im Mittelpunkt von „Frisco King“ steht Russell Lee Washington Jr., genannt Lee Washington. Der von Samuel L. Jackson gespielte Gangster stammt aus New Orleans und verschlägt es in die texanische Stadt Frisco, die zur Metropolregion Dallas gehört. Dort entdeckt er hinter der wohlhabenden Vorstadtkulisse zahlreiche Gelegenheiten für zwielichtige Geschäfte. Gemeinsam mit einem ehrgeizigen Nachwuchspartner, einem loyalen Fahrer und weiteren Verbündeten beginnt er, seinen Einfluss auszubauen. Aus zunächst kleineren Unternehmungen soll schrittweise ein größeres Geschäft werden.
Die neue Serie verbindet damit klassische Elemente einer Gangstergeschichte mit einem ungewöhnlichen Schauplatz. Während „Tulsa King“ die kriminellen Geschäfte eines aus New York verbannten Mafioso im US-Bundesstaat Oklahoma verfolgt, verlegt „Frisco King“ das Geschehen in die Vorstädte von Texas. Dort muss sich Washington in einer Umgebung behaupten, die auf den ersten Blick wenig mit seinem bisherigen Leben zu tun hat. Mit seinen geschäftlichen Ambitionen nehmen allerdings auch die Konflikte und persönlichen Risiken zu.
Einen ersten Eindruck vermittelt der veröffentlichte Teaser. Darin präsentiert sich Jacksons Figur als selbstbewusster Gangster, der seine Interessen notfalls mit Gewalt durchsetzt. Kurze Szenen zeigen eine körperliche Auseinandersetzung, bei der eine Bratpfanne zum Einsatz kommt, sowie eine Fahrzeugexplosion. Auch ein Zusammentreffen mit Sylvester Stallones Figur Dwight Manfredi ist zu sehen. Der Zusammenschnitt setzt auf schnelle Wechsel zwischen Konfrontationen und Momenten mit schwarzem Humor. Größere Zusammenhänge oder entscheidende Wendungen der Handlung werden dabei nicht offengelegt.
Ursprünglich wurde das Projekt unter dem Titel „NOLA King“ entwickelt. Die Bezeichnung verwies auf New Orleans, wo Samuel L. Jacksons Figur ihre Wurzeln hat. Im Verlauf der Entwicklung wurde der Schauplatz jedoch nach Texas verlegt und der Titel in „Frisco King“ geändert. Gedreht wurde ab März 2026 im Raum Fort Worth. Ein abweichender deutscher Serientitel wurde nicht angekündigt. Auch hierzulande wird die Produktion unter dem Originaltitel „Frisco King“ veröffentlicht.
Jackson sprach im Oktober gegenüber dem US-Magazin People über die Entwicklung des Projekts. Demnach hatte er sich zunächst auf eine Produktion in New Orleans eingestellt. Die Verlegung nach Texas habe ihn dazu gebracht, seine Figur neu zu betrachten. Zugleich beschrieb der Schauspieler eine Veränderung seines Seriencharakters gegenüber dessen Auftritten in „Tulsa King“. Lee Washington setze inzwischen stärker auf das Organisieren und Einfädeln von Geschäften als auf tödliche Gewalt. Damit erhält die Figur für ihre eigene Serie eine veränderte Ausgangslage.
Die kreative Verantwortung liegt maßgeblich bei Taylor Sheridan, der „Frisco King“ entwickelt hat und sämtliche acht Drehbücher schreibt. Die Regie teilen sich Christina Alexandra Voros und Michael Friedman, die jeweils vier Episoden inszeniert haben. Voros übernahm außerdem die Pilotfolge. Zu den ausführenden Produzenten gehören neben Sheridan und Jackson auch Sylvester Stallone, David C. Glasser, Ron Burkle, David Hutkin, Bob Yari, LaTanya Richardson Jackson und weitere Beteiligte. Produziert wird die Serie von Paramount Television Studios und 101 Studios. Einen eigenständigen Showrunner nennt Paramount+ bislang nicht. Nach Angaben des Branchenmagazins Variety war ursprünglich Dave Erickson für diese Funktion vorgesehen, übernahm sie jedoch vor Drehbeginn nicht.
Neben Samuel L. Jackson gehören Asa Germann, Kai Caster, Lilah Pate und Savanna Gann zur bestätigten Hauptbesetzung. Für Stallone ist ein besonderer Gastauftritt als Dwight Manfredi vorgesehen. Wie umfangreich seine Beteiligung innerhalb der acht Folgen ausfällt, hat Paramount+ in seiner deutschen Ankündigung nicht näher angegeben. Eine verbindliche deutsche Altersfreigabe für die neue Serie wurde bislang ebenfalls nicht veröffentlicht.
Die Verbindung zwischen den beiden Serien entsteht durch die gemeinsame Vorgeschichte ihrer Hauptfiguren. Jackson spielte Russell Lee Washington Jr. bereits in der dritten Staffel von „Tulsa King“. Der Gangster kennt Dwight Manfredi aus einer gemeinsamen Zeit im Gefängnis. Mit seinem Auftritt in der Mutterserie wurde der Charakter eingeführt, bevor er nun eine eigene Geschichte erhält. „Frisco King“ ist damit ein direkter erzählerischer Ableger und nicht lediglich eine weitere Produktion desselben Serienschöpfers.
Während der Start des Spin-offs noch bevorsteht, ist die vierte Staffel von „Tulsa King“ bereits angelaufen. Seit dem 16. Oktober 2026 erscheinen neue Folgen bei Paramount+, ausdrücklich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Staffel umfasst zehn Episoden, die jeweils freitags veröffentlicht werden. Stallone spielt erneut Dwight Manfredi, der versucht, seine Geschäfte auf eine legale Grundlage zu stellen und zugleich seine Verbündeten zu schützen. Politische Gegenspieler, neue Bedrohungen und persönliche Verluste erschweren seine Pläne. Terence Winter fungiert bei der vierten Staffel als Hauptautor und ausführender Produzent.
Darüber hinaus hat Paramount+ bereits eine fünfte Staffel von „Tulsa King“ bestellt. Die Verlängerung wurde am 5. Oktober 2026 öffentlich gemacht. Die Dreharbeiten haben begonnen und finden in New York statt. Auch die Handlung soll künftig wieder stärker an die früheren Mafia-Verbindungen von Dwight Manfredi anknüpfen. Damit entwickelt der Streamingdienst die Geschichte des ursprünglichen Protagonisten parallel zum neuen Ableger mit Samuel L. Jackson weiter. Für beide Produktionen bleibt Taylor Sheridan als kreativer Urheber beziehungsweise ausführender Produzent verantwortlich.
Sheridan ist außerdem für weitere erfolgreiche amerikanische Serienproduktionen bekannt, darunter „Yellowstone“ und „Landman“. „Frisco King“ gehört zu seinem wachsenden Portfolio bei Paramount+, besitzt aber eine konkrete Verbindung zum Handlungsuniversum von „Tulsa King“. Ein erzählerischer Zusammenhang mit den Figuren aus „Yellowstone“ wurde nicht angekündigt. Für das Publikum beginnt mit der Premiere am 18. Dezember zunächst die eigenständige Geschichte von Lee Washington, während die Abenteuer von Dwight Manfredi in „Tulsa King“ fortgesetzt werden.
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