Nächste Verletzungssorgen beim 1. FC Köln: Auch Joël Schmied droht auszufallen

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Der 1. FC Köln muss nach der 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt einen weiteren personellen Rückschlag befürchten. Innenverteidiger Joël Schmied verletzte sich am Freitagabend (16. Oktober 2026) und musste in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Für den 28 Jahre alten Schweizer war es der erste Startelfeinsatz in der laufenden Bundesliga-Saison. Nun ist unklar, ob er erneut pausieren muss. Die möglichen Folgen wiegen schwer, weil Trainer René Wagner bereits auf mehrere verletzte Stammspieler und Alternativen in der Defensive verzichten muss.

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Joël Schmied nach Verletzung gegen Frankfurt ausgewechselt

Die Verletzung ereignete sich in der zweiten Halbzeit, als Schmied versuchte, einen Abschluss des Frankfurter Angreifers Younes Ebnoutalib zu blocken. Dabei knickte der Kölner Innenverteidiger mit dem rechten Fuß um und blieb zunächst am Boden liegen. Nach einer Behandlung versuchte er weiterzuspielen, konnte die Partie jedoch nicht fortsetzen. In der 68. Minute wurde Schmied durch Alessio Castro-Montes ersetzt. Die Auswechslung ist im offiziellen Spielbericht des 1. FC Köln dokumentiert. Das Fachportal LigaInsider schilderte den Vorfall ebenfalls und verwies auf Beschwerden am Sprunggelenk.

Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, war am Samstag zunächst offen. Die BILD berichtete am 17. Oktober von einem Verdacht auf eine Bänderverletzung. Auch die Portale 90min und Fussball Transfers griffen diesen Verdacht auf. Eine bestätigte medizinische Diagnose lag damit allerdings noch nicht vor. Nach Informationen der BILD sollte Schmied am Samstag in der Kölner Mediapark-Klinik untersucht werden. Ein entsprechendes Untersuchungsergebnis veröffentlichte der Verein zunächst nicht. Auch eine konkrete Ausfalldauer war nicht bekannt.

Trainer René Wagner wollte sich unmittelbar nach der Begegnung nicht auf eine Diagnose festlegen. „Wir müssen jetzt abwarten, wie es ihm geht. Bislang weiß ich nur, dass er umgeknickt ist“, sagte der 38-Jährige nach Angaben von BILD und Fussball Transfers. Für Schmied kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nachdem er an den ersten fünf Bundesligaspieltagen nur zu kurzen Einsätzen gekommen war, durfte er in Frankfurt erstmals von Beginn an spielen. Insgesamt stehen für ihn in der Saison 2026/27 bislang drei Bundesligaeinsätze und ein Auftritt im DFB-Pokal zu Buche.

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Der Schweizer war im Januar 2025 vom FC Sion nach Köln gewechselt und hatte einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Bei seinem früheren Verein hatte er als Kapitän Verantwortung übernommen. Schon während der vergangenen Bundesligasaison musste er längere Verletzungspausen verkraften. Im November 2025 zog er sich gegen Eintracht Frankfurt eine Muskelverletzung zu, im Februar 2026 folgte ein weiterer muskulärer Rückschlag. Nun könnte ein erneuter Ausfall seine Rückkehr zu regelmäßigen Startelfeinsätzen verzögern.

Bereits sechs Spieler fehlen dem 1. FC Köln verletzt

Die Personalsituation beim 1. FC Köln war schon vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt angespannt. Besonders in der Defensive fehlt mit Rav van den Berg eine weitere wichtige Alternative. Der 22-jährige Niederländer hatte sich vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach im Training eine Muskelverletzung zugezogen. Sportgeschäftsführer Thomas Kessler bestätigte die Verletzung am 11. Oktober gegenüber DAZN. Der frühere U21-Nationalspieler war damit auch für die Partie in Frankfurt keine Option. Laut einem Bericht des GEISSBLOG vom 16. Oktober wird van den Berg noch mehrere Wochen fehlen.

Hinzu kommt Timo Hübers. Der erfahrene Innenverteidiger hatte sich im Oktober 2025 schwer am Knie verletzt und arbeitet weiterhin an seinem Comeback. Der FC verlängerte seinen Vertrag im Mai 2026 um ein weiteres Jahr und betonte dabei, dem Abwehrspieler die notwendige Zeit für seine Rückkehr geben zu wollen. Noch am 16. Oktober führte der Verein Hübers als Rehapatienten. Damit standen Wagner in Frankfurt mit Jahmai Simpson-Pusey, Luka Lochoshvili und Schmied drei einsatzfähige Innenverteidiger aus dem bisherigen engeren Aufgebot zur Verfügung. Sollte nun auch Schmied ausfallen, würde die Auswahl weiter schrumpfen.

Außerhalb der Abwehr ist die Ausfallliste ebenfalls lang. Die Stürmer Thijs Dallinga und Ragnar Ache hatten sich am 3. Oktober im Testspiel gegen Viktoria Köln verletzt. Beim Niederländer Dallinga stellte der Verein eine Kreuzbandverletzung fest, die eine längere Pause erforderlich macht. Ache erlitt eine Muskelverletzung. Auch Imad Rondic steht wegen einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung. Der Angreifer hatte sich im Training vor dem Frankfurt-Spiel verletzt. Damit fehlen dem FC derzeit mehrere seiner vorgesehenen Optionen für das Sturmzentrum.

Besonders schwer wiegt außerdem der Ausfall von Ellyes Skhiri. Der defensive Mittelfeldspieler verletzte sich beim 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach am Sprunggelenk. Eine MRT-Untersuchung bestätigte eine Verletzung, die nach Vereinsangaben eine längere Pause nach sich zieht. Wagner bezeichnete den Ausfall auf der Pressekonferenz am 14. Oktober als „brutalen Schlag“. Er äußerte die Hoffnung, dass Skhiri Anfang 2027 wieder zur Verfügung stehen könnte, wollte aber keine genaue Prognose abgeben. Ohne Schmied würde sich die Zahl der aktuell fehlenden Kölner Profis auf mindestens sieben erhöhen.

Welche Möglichkeiten René Wagner in der Innenverteidigung bleiben

Die personellen Probleme wirken sich unmittelbar auf die taktischen Möglichkeiten des Kölner Trainers aus. Gegen Frankfurt hatte Wagner mit einer Dreierkette begonnen, in der Schmied gemeinsam mit Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili verteidigte. Nach der Verletzung des Schweizers musste der Trainer personell reagieren. Eine Fortsetzung dieser Grundordnung wäre bei einem längeren Ausfall schwieriger, weil mit van den Berg und Hübers zwei weitere gelernte Innenverteidiger derzeit fehlen. Eine Viererkette mit Simpson-Pusey und Lochoshvili im Zentrum bleibt dagegen eine naheliegende Variante. Eine Entscheidung über die künftige Formation gab es zunächst nicht.

Wagner hatte sich bereits vor der Partie in Frankfurt positiv über Simpson-Pusey und Lochoshvili geäußert. Beide würden sich immer besser aufeinander abstimmen und Fortschritte machen, erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Zugleich betonte er, dass sich die gesamte Mannschaft defensiv weiter stabilisieren müsse. Im verfügbaren Kader stehen für mögliche Umstellungen außerdem Spieler wie Borna Sosa, Gideon Mensah und Sebastian Sebulonsen bereit, die vor allem auf den Außenpositionen eingesetzt werden können. Tom Krauß kommt als defensive Alternative im Mittelfeld infrage. Eine mögliche Umstellung einzelner Spieler wäre allerdings mit Veränderungen auf anderen Positionen verbunden.

Auch der Nachwuchs könnte bei weiteren Ausfällen stärker in den Mittelpunkt rücken. Für das Frankfurt-Spiel hatte Wagner erstmals U21-Verteidiger Assad Kotya-Fofana in den Profikader berufen. Der junge Defensivspieler blieb zunächst auf der Ersatzbank. Ob er bei anhaltenden Personalproblemen für Einsätze in der Bundesliga infrage kommt, ist offen. Eine Verpflichtung zusätzlicher Abwehrspieler wurde im Zusammenhang mit Schmieds Verletzung zunächst nicht angekündigt. Der FC muss daher vorerst mit den verfügbaren Spielern und den Rückkehrmöglichkeiten seiner verletzten Profis planen.

Die Häufung von Verletzungen beschäftigt auch die sportliche Leitung. Kessler hatte bereits am vergangenen Sonntag gegenüber DAZN erklärt, dass sich der Verein intensiv mit den wiederkehrenden Muskelverletzungen befasse. Gleichzeitig verwies er auf Veränderungen in der Vorbereitung und auf die gestiegenen körperlichen Anforderungen im Profifußball. Trotz der personellen Schwierigkeiten zeigte sich der Geschäftsführer zuversichtlich, dass der vorhandene Kader für eine stabile Bundesligasaison ausreiche. Die neuerlichen Sorgen um Schmied betreffen nun allerdings eine weitere Position, auf der die Auswahl bereits eingeschränkt ist.

Das nächste Pflichtspiel des 1. FC Köln ist für Samstag, 24. Oktober 2026, angesetzt. Um 15.30 Uhr empfängt die Mannschaft den FC Schalke 04 im RheinEnergieSTADION. Ob Joël Schmied dabei wieder zur Verfügung stehen kann, blieb am Samstag zunächst offen.

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