
In Plauen müssen sich Autofahrer ab Montag, 19. Oktober 2026, auf eine weitere Straßensperrung einstellen. Die Holbeinstraße wird zwischen dem Leuchtsmühlenweg und der Zufahrt zu einem Baustoffhandel vollständig gesperrt. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt voraussichtlich bis zum 10. November dauern. Hintergrund ist ein größeres Verkehrsprojekt, das erst 2027 beginnt: Die Holbeinstraße soll gemeinsam mit dem Leuchtsmühlenweg als Teil einer Ausweichroute für den Ausbau der Bundesstraße 92 dienen. Dafür wird die Fahrbahn bereits jetzt erneuert.
Die Sperrung der Holbeinstraße in Plauen beginnt am 19. Oktober und betrifft den Abschnitt zwischen der Einmündung des Leuchtsmühlenwegs und der Zufahrt zum Baustoffhandel. Dort lässt die Stadt die Fahrbahn für die spätere Nutzung als Umleitungsstrecke vorbereiten. Vorgesehen ist eine neue Asphaltschicht. Der erste Bauabschnitt soll nach derzeitigem Zeitplan am 10. November 2026 abgeschlossen sein. Einen genauen Zeitpunkt für den Beginn der Sperrung am Montag hat die Stadt nicht genannt.
Die Maßnahme gehört zu den Vorbereitungen für den Ausbau der Trockentalstraße. Dabei handelt es sich um einen Abschnitt der Bundesstraße 92, die in Plauen eine wichtige Verkehrsverbindung bildet. Weil die Trockentalstraße während der späteren Bauarbeiten abschnittsweise vollständig gesperrt werden muss, werden bereits im Vorfeld alternative Verkehrswege hergerichtet. Die Holbeinstraße und der Leuchtsmühlenweg übernehmen dabei eine wichtige Funktion für die geplante kleinräumige Verkehrsführung.
Für die aktuelle Sperrung hat die Stadt zunächst keine gesonderte Umleitungsführung mit konkreten Straßennamen veröffentlicht. Autofahrer können sich deshalb nicht auf die bereits beschriebenen Umleitungsstrecken des späteren B92-Ausbaus beziehen. Diese sind für andere Bauphasen vorgesehen, die erst nach dem Tag der Sachsen 2027 beginnen.
Die geplante Fahrbahnerneuerung beschränkt sich nicht auf den ab Montag gesperrten Abschnitt. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden die Arbeiten an der Holbeinstraße und am Leuchtsmühlenweg auf drei Teilbereiche verteilt. Ein Abschnitt umfasst ungefähr 300 Meter von der sogenannten Panzerbrücke in Richtung Stadt. Ein weiterer reicht von der Panzerbrücke bis zum Leuchtsmühlenweg. Der dritte Teil betrifft den Leuchtsmühlenweg zwischen der Leuchtsmühlenbrücke und der Straßberger Straße.
Durch diese Aufteilung soll die Erreichbarkeit der angrenzenden Grundstücke während der Bauarbeiten gewährleistet bleiben. Die Stadt hat ausdrücklich angekündigt, dass Anlieger ihre Grundstücke weiterhin erreichen können. Für die gesamte Ertüchtigung der drei Abschnitte sind nach derzeitigem Planungsstand rund 291.000 Euro vorgesehen. Der Betrag bezieht sich auf die vorbereitenden Straßenarbeiten und nicht auf den eigentlichen Ausbau der Bundesstraße 92.
Für den Verkehr bedeutet die Sperrung zunächst, dass der betroffene Bereich der Holbeinstraße während der Arbeiten nicht durchgehend befahren werden kann. Die Stadt unterscheidet dabei zwischen der vorübergehenden Vollsperrung und der weiterhin vorgesehenen Erreichbarkeit für Anlieger. Ein konkreter Zeitplan für die beiden weiteren Teilabschnitte wurde in der aktuellen Ankündigung nicht angegeben. Der 10. November ist deshalb zunächst der voraussichtliche Fertigstellungstermin des ersten Bauabschnitts.
Hinter den jetzigen Asphaltarbeiten steht ein deutlich umfangreicheres Straßenbauprojekt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant gemeinsam mit der Stadt Plauen und beteiligten Versorgungsunternehmen den Ausbau der B 92 im Bereich der Trockentalstraße. Nach dem aktuellen Zeitplan sollen die eigentlichen Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2027 beginnen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2030 vorgesehen.
Im Mittelpunkt steht der Ausbau des Bundesstraßenabschnitts zwischen der Mühlgrabenbrücke und der Kreuzung Siegener Straße. Die Trockentalstraße soll dort künftig drei Fahrstreifen erhalten. Zusätzlich sind neue Abbiegespuren, drei Ampelanlagen und bauliche Anpassungen an mehreren Kreuzungen geplant. Außerdem sollen Gehwege und Straßenbeleuchtung erneuert werden. Auch die Versorgungsleitungen werden im Zuge des Projekts ausgetauscht.
Die späteren Arbeiten sind in drei größere Bauabschnitte unterteilt. Für den ersten Abschnitt ist eine großräumige Umleitung über die Hofer Straße, Reißigerstraße und Lutherstraße geplant. Zusätzlich soll eine kleinere Ausweichstrecke über die Dürerstraße, den Leuchtsmühlenweg und die Straßberger Straße zur Verfügung stehen. Genau für diese künftige Verkehrsführung werden die Straßenabschnitte bereits im Herbst 2026 mit einer neuen Asphaltdecke ausgestattet.
Für den zweiten Abschnitt des B92-Ausbaus ist eine Verkehrsführung über die Siegener Straße und Straßberger Straße vorgesehen. Während des dritten Bauabschnitts soll erneut die großräumige Umleitung über die Hofer Straße, Reißigerstraße und Lutherstraße genutzt werden. Ergänzend ist dann eine kleinräumige Umleitung über die Neundorfer Straße, Wildstraße und Pestalozzistraße geplant. Diese Verkehrsführungen beziehen sich auf das spätere Großprojekt und nicht auf die aktuelle Sperrung der Holbeinstraße.
Insgesamt werden die Kosten für den Ausbau der Trockentalstraße mit rund 6,8 Millionen Euro angegeben. Davon sollen rund 4,2 Millionen Euro vom Bund und 2,6 Millionen Euro von der Stadt getragen werden. Weitere Aufwendungen entstehen unter anderem für Planungsleistungen, Grundstückserwerb und Arbeiten der Versorgungsträger.
Langfristig soll der Bundesstraßenverkehr auf der ausgebauten Trockentalstraße gebündelt werden. Die Siegener Straße, über die derzeit ebenfalls Verkehr der B 92 geführt wird, soll dadurch entlastet werden. Die jetzt beginnenden Arbeiten an der Holbeinstraße sind somit ein früher Vorbereitungsschritt für die geplante Neuordnung des Verkehrs in diesem Teil von Plauen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu