Kameras statt Zäune: Neues Sicherheitskonzept beim Herbstsend

Das neue Sicherheitskonzept beim Herbstsend in Münster sieht Kameras statt Zäune vor. Taschenkontrollen bleiben weiterhin möglich.

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Münster stellt die Sicherheitsmaßnahmen für den Herbstsend grundlegend um. Wenn die Kirmes am 24. Oktober 2026 auf dem Schlossplatz beginnt, wird das Gelände erstmals seit zwei Jahren nicht mehr eingezäunt. Statt der bisherigen Zugangsbeschränkungen setzt die Stadt auf eine neue Kameraüberwachung. Taschenkontrollen bleiben allerdings möglich. Der Wechsel ist bemerkenswert, denn beim vergangenen Herbstsend wurden an den Eingängen zahlreiche Messer und Pfeffersprays entdeckt.

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Nach zwei Jahren verschwinden die Zäune vom Schlossplatz

Seit Herbst 2024 war das Send-Gelände vollständig eingezäunt. Besucher konnten die Kirmes ausschließlich über vier kontrollierte Eingänge betreten. Dort überprüften Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes und eines privaten Sicherheitsdienstes insbesondere Taschen und Rucksäcke. Eingeführt worden waren die verschärften Maßnahmen nach dem Messeranschlag von Solingen im August 2024. Insgesamt sechs Send-Veranstaltungen fanden unter diesen Sicherheitsbedingungen statt.

Nun ändert Münster die Strategie. Statt der vollständigen Umzäunung soll eine Kameraüberwachung auf dem Festgelände zum Einsatz kommen. Die Stadt begründet die Neuausrichtung unter anderem mit positiven Erfahrungen beim Nordrhein-Westfalen-Tag Ende August 2026. Welche konkreten Erkenntnisse aus der Großveranstaltung in das neue Sicherheitskonzept eingeflossen sind, hat die Verwaltung bislang nicht näher erläutert.

Beim Herbstsend 2025 wurden 85 Messer entdeckt

Die bisherigen Zugangskontrollen führten regelmäßig zur Entdeckung verbotener Gegenstände. Beim Herbstsend 2025 stellten Sicherheitskräfte nach Angaben der Stadt 70 Taschenmesser, 15 Cuttermesser und 97 Pfeffersprays sicher. Die Gegenstände konnten nach dem Besuch wieder abgeholt werden. Insgesamt kamen rund 180.000 Menschen auf den Schlossplatz. Die Veranstaltung verlief nach Einschätzung des Ordnungsamtes weitgehend friedlich, das damalige Sicherheitskonzept wurde als bewährt bezeichnet.

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Mit dem Wegfall der Zäune entfallen auch die bisherigen festen Kontrollpunkte. Kameras können zwar das Geschehen auf dem Gelände überwachen, mitgeführte gefährliche Gegenstände in Taschen jedoch nicht unmittelbar erkennen.

Taschenkontrollen bleiben weiterhin möglich

Vollständig auf Kontrollen verzichten will Münster nicht. Der Kommunale Ordnungsdienst kann auch beim Herbstsend 2026 anlassbezogene Taschenkontrollen durchführen. Wer diese verweigert, muss damit rechnen, das Veranstaltungsgelände verlassen zu müssen. Messer, Waffen und andere gefährliche Gegenstände bleiben verboten. Gleiches gilt für Glas. Besucher werden außerdem gebeten, möglichst keine größeren Taschen oder Rucksäcke mitzubringen.

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