
Aldi Nord und Aldi Süd rufen ein Katzen-Trockenfutter der Eigenmarke Cachet zurück. Bei einer betrieblichen Kontrolle wurden Salmonellen in einer Charge nachgewiesen. Betroffen ist die Sorte „Cachet Premium Sensitive“ mit Truthahn, Lamm und Reis in der 800-Gramm-Packung. Katzenhalter sollen das Futter nicht mehr verfüttern und können betroffene Beutel gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.
Der Rückruf wurde am Montag, 19. Oktober 2026, bekannt. Die zunächst auf Aldi Nord bezogene Warnung wurde um Aldi Süd und den Lieferdienst mein-aldi.de erweitert. Damit betrifft die Rückrufaktion Kunden in ganz Deutschland.
Der Rückruf von Cachet-Katzenfutter betrifft ausschließlich eine bestimmte Ausführung des Trockenfutters. Der Lieferant Petcom Tierernährung hat die Rücknahme veranlasst, nachdem bei Eigenkontrollen Salmonellen festgestellt worden waren. Das betroffene Produkt trägt die Bezeichnung „Cachet Premium Sensitive, reich an frischem Truthahn mit Lamm und Reis“. Es wird in 800-Gramm-Beuteln verkauft.
Entscheidend für die Identifizierung ist das Mindesthaltbarkeitsdatum 21. November 2027. Zusätzlich wird die Chargennummer CH 21141.23 angegeben. Die Artikelnummer zur Identifizierung über den Strichcode lautet 4061458004602. Katzenhalter sollten diese Angaben mit den Informationen auf ihrer Verpackung vergleichen. Andere Mindesthaltbarkeitsdaten und weitere Sorten der Marke sind vom aktuellen Rückruf nicht betroffen.
Bei Aldi Nord wurde die betroffene Ware über die Regionalgesellschaften Lingen, Meitzendorf, Nortorf, Schloß Holte, Sievershausen und Weyhe vertrieben. Aldi Süd nennt sämtliche Filialen sowie den Lieferdienst mein-aldi.de als Vertriebswege. Die betroffene Ware wurde nach Angaben der Handelsunternehmen aus dem Verkauf genommen.
Salmonellen sind Bakterien, die Magen-Darm-Erkrankungen verursachen können. Katzen können sich durch verunreinigtes Futter infizieren. Mögliche Beschwerden sind Durchfall, Erbrechen, Fieber und allgemeines Unwohlsein. Insbesondere junge und gesundheitlich geschwächte Tiere können empfindlicher auf eine Infektion reagieren. Katzen, die das zurückgerufene Trockenfutter bereits gefressen haben und anschließend entsprechende Symptome entwickeln, sollten tierärztlich untersucht werden.
Auch für Menschen besteht ein Infektionsrisiko. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung können Haustiere Salmonellen über ihren Kot ausscheiden. Eine Übertragung ist außerdem durch den Umgang mit kontaminiertem Futter oder verunreinigten Gegenständen möglich. Deshalb sollten Katzenhalter nach Kontakt mit dem betroffenen Trockenfutter ihre Hände gründlich waschen und Futternäpfe sowie verwendete Utensilien sorgfältig reinigen.
Eine Salmonelleninfektion kann beim Menschen unter anderem Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber auslösen. Besonders empfindlich reagieren können Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei entsprechenden Beschwerden nach einem möglichen Kontakt mit den Bakterien ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. Ob es im Zusammenhang mit dem aktuellen Katzenfutter-Rückruf bereits zu Erkrankungen gekommen ist, war zunächst nicht bekannt.
Kunden sollen das zurückgerufene Futter nicht weiterverwenden. Die betroffenen 800-Gramm-Beutel können in einer Filiale von Aldi Nord beziehungsweise Aldi Süd zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet. Auch Käufer, die das Produkt über mein-aldi.de bezogen haben, können es nach der veröffentlichten Kundeninformation in einer Aldi-Süd-Filiale zurückgeben.
Für Rückfragen steht der Kundenservice des Lieferanten Petcom unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 18 27 286 zur Verfügung. Alternativ können sich Kunden per E-Mail an [email protected] wenden.
Der Rückruf beschränkt sich auf das konkret bezeichnete Trockenfutter mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum. Wer Cachet-Katzenfutter zu Hause hat, sollte deshalb zunächst Sorte, Packungsgröße und Haltbarkeitsdatum überprüfen. Betroffene Packungen sollten bis zur Rückgabe nicht mehr für die Fütterung verwendet werden.
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