Schwerer Unfall bei Löningen: 23-Jährige in Lebensgefahr

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Verkehrsunfall auf der B213 bei Löningen in Niedersachsen sind am Mittwochmorgen, 21. Oktober 2026, fünf Menschen verletzt worden. Nach der ersten Mitteilung der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta erlitten drei Menschen schwere und zwei leichte Verletzungen. Für eine 23-jährige Frau aus dem benachbarten Herzlake besteht nach späteren Polizeiangaben Lebensgefahr. An dem Zusammenstoß waren drei Autos beteiligt. Die Bundesstraße wurde in beide Richtungen gesperrt.

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Polizei rekonstruiert Überholmanöver auf der B213

Der Unfall auf der B213 bei Löningen ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 8.10 Uhr auf dem Abschnitt zwischen Lastrup und Herzlake, im Bereich der Stadt Löningen im Landkreis Cloppenburg. Die Ermittler haben erste Spuren ausgewertet und gehen davon aus, dass ein 63 Jahre alter Autofahrer in Richtung Lastrup unterwegs war und ein anderes Fahrzeug überholen wollte.

Zur gleichen Zeit näherte sich aus der Gegenrichtung ein 55 Jahre alter Mann aus Oldenburg. Er fuhr auf der Bundesstraße in Richtung Herzlake. Nach dem vorläufigen Ermittlungsstand folgte ein Ausweichmanöver, bei dem sich die beiden Fahrzeuge berührten. Wie genau es zu diesem ersten Kontakt kam, konnte die Polizei zunächst nicht abschließend bestimmen.

Der Wagen des 55-Jährigen geriet anschließend ins Schleudern. Das Auto stieß frontal mit einem dritten Fahrzeug zusammen. Auch dieses war nach derzeitigem Stand in Richtung Lastrup unterwegs. Die Polizei bezeichnet die angenommene Fahrtrichtung des dritten Autos ausdrücklich als vorläufig.

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Drei Menschen im dritten Auto

In dem dritten Pkw saßen ein 30 Jahre alter Mann und zwei Frauen im Alter von 23 und 26 Jahren. Alle drei kamen aus dem Raum Herzlake. Damit waren insgesamt fünf Menschen in den drei beteiligten Fahrzeugen unterwegs. Alle fünf wurden bei dem Unfall verletzt.

Die Polizei stufte zunächst den 55-jährigen Fahrer aus Oldenburg, den 30-Jährigen und die 23-Jährige als schwer verletzt ein. Die 26-jährige Mitfahrerin und der 63-jährige Autofahrer erlitten laut der ersten offiziellen Bilanz leichte Verletzungen.

Gegen Mittag wurde der besonders ernste Gesundheitszustand der 23-Jährigen bekannt. Einer weiteren, am Mittwoch verbreiteten Information der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta zufolge besteht für sie Lebensgefahr. Über den weiteren Gesundheitszustand der anderen Verletzten lagen zunächst keine zusätzlichen Angaben vor.

Feuerwehr musste Fahrzeuge voneinander trennen

Durch die frontale Kollision waren die beiden unmittelbar zusammengestoßenen Autos miteinander verkeilt. Die Freiwillige Feuerwehr Löningen musste sie nach Polizeiangaben zunächst auseinanderbringen, bevor die Rettung der Fahrzeuginsassen fortgesetzt werden konnte. Anschließend kamen technische Rettungsgeräte zum Einsatz. Die Verletzten wurden an den Rettungsdienst übergeben.

Wegen der Zahl der Verletzten wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten ausgelöst. Damit wurden zusätzliche Rettungskapazitäten für die Versorgung mehrerer Menschen benötigt. Der NDR berichtete unter Berufung auf die Feuerwehr von rund 25 Feuerwehrkräften, drei Notärzten und mehreren Rettungswagen aus unterschiedlichen Landkreisen.

Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Er konnte jedoch nicht unmittelbar an der Unfallstelle landen, weil dort nach Polizeiangaben nicht ausreichend Platz vorhanden war. Stattdessen setzte der Hubschrauber auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Löningen auf.

B213 nach Unfall mehrere Stunden voll gesperrt

Die Polizei ließ die Bundesstraße für die Unfallaufnahme vollständig sperren. Die zuständige Straßenmeisterei leitete den Verkehr um. Trotz der Umleitung kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich der Unfallstelle. Betroffen war die Verbindung zwischen dem Landkreis Cloppenburg und dem angrenzenden Emsland.

Nach der ersten Polizeimeldung sollte die Sperrung mindestens bis in die Mittagsstunden dauern. In einer später verbreiteten Mitteilung wurde 12.30 Uhr als voraussichtliches Ende genannt. Eine bestätigte Uhrzeit für die tatsächliche Freigabe der Straße lag zunächst nicht vor.

Die Einschränkungen betrafen neben der polizeilichen Unfallaufnahme auch die Arbeiten zur Bergung der beschädigten Autos und zur Räumung des betroffenen Straßenabschnitts. Erst nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Genauer Unfallablauf wird weiter untersucht

Der bisher beschriebene Verlauf beruht auf der ersten Auswertung der Unfallspuren. Nach Polizeiangaben waren drei Fahrzeuge beteiligt, wobei es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos kam. Die genaue Abfolge des Ausweichmanövers und der ersten Fahrzeugberührung war am Mittwoch noch nicht abschließend geklärt.

Auch zu möglichen weiteren Einflussfaktoren oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens machte die Polizei in ihrer ersten Mitteilung keine Angaben.

Die weiteren Ermittlungen müssen insbesondere klären, wie es während des Überholvorgangs zu der ersten Berührung kam und wie sich daraus die anschließende Frontalkollision entwickelte. Eine abschließende Feststellung zur rechtlichen Verantwortung lag zunächst nicht vor.

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