Neue ARD-Thrillerserie mit Julia Koschitz startet komplett im Stream

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Eine verschwundene Jugendliche, ein Leichenfund im Moor und eine Polizistin, die zunehmend an ihrer eigenen Erinnerung zweifelt: Die neue deutsch-österreichische Thrillerserie „Das Vergessen – Spurlos im Moor“ verbindet einen Kriminalfall mit einem persönlichen Schicksal. Ab Freitag, 23. Oktober 2026, stehen alle sechs Folgen in der ARD Mediathek bereit. Im Ersten ist die Produktion mit Julia Koschitz in der Hauptrolle am darauffolgenden Wochenende zu sehen.

Anzeige

Das Vergessen startet am 23. Oktober in der ARD Mediathek

Wer die neue Serie vollständig sehen möchte, muss nicht auf eine wöchentliche Veröffentlichung warten. Die ARD stellt am Freitag, 23. Oktober 2026, sämtliche sechs Episoden gleichzeitig online. Jede Folge dauert ungefähr 45 Minuten. Damit umfasst die abgeschlossene Thrillerhandlung eine Gesamtlaufzeit von rund viereinhalb Stunden.

Die Fernsehausstrahlung erfolgt an zwei aufeinanderfolgenden Abenden. Am Samstag, 24. Oktober, zeigt Das Erste ab 20.15 Uhr die ersten vier Episoden. Am Sonntag, 25. Oktober, folgen ab 21.45 Uhr die beiden abschließenden Folgen. Der Streamingstart liegt somit einen Tag vor der ersten Ausstrahlung im deutschen Fernsehen.

Die sechs Episoden tragen die Titel „Vermisst“, „Versunken“, „Verborgen“, „Verraten“, „Verschwunden“ und „Verloren“. Anders als bei Serien mit wöchentlichen Veröffentlichungsterminen können Zuschauer die Geschichte in der ARD Mediathek unmittelbar bis zum Ende verfolgen. Der Sender setzt damit auf eine vollständige Bereitstellung vor der linearen Ausstrahlung.

Anzeige

Die Handlung führt in ein österreichisches Dorf

Im Mittelpunkt von „Das Vergessen – Spurlos im Moor“ steht die Polizistin Pia Kraus, gespielt von Julia Koschitz. Sie arbeitet im fiktiven österreichischen Ort Engelsberg, wo das Verschwinden ihrer 17-jährigen Nichte Amelie die Bewohner seit Monaten beschäftigt. Die Jugendliche ist nach einem Streit mit ihrer Mutter nicht mehr nach Hause gekommen.

Als in einem nahegelegenen Moor zunächst ein verdächtiger Gegenstand und schließlich die Leiche der Vermissten gefunden werden, verändert sich die Situation grundlegend. Pia will herausfinden, was mit ihrer Nichte geschehen ist. Gemeinsam mit dem Ermittler Tarek Moser beginnt sie, das Umfeld der Jugendlichen genauer zu untersuchen.

Dabei rückt auch die Dorfgemeinschaft in den Mittelpunkt. Menschen, die sich seit Jahren kennen, werden mit bislang verschwiegenen Konflikten konfrontiert. Pia muss sich zunehmend fragen, wem sie vertrauen kann und welche Bedeutung einzelne Erinnerungen für die Aufklärung haben.

Die Geschichte beschränkt sich allerdings nicht auf den Kriminalfall. Parallel zu den Ermittlungen steht die Hauptfigur vor einer gesundheitlichen Herausforderung, die ihre berufliche und persönliche Zukunft verändert.

Julia Koschitz spielt eine Ermittlerin mit Alzheimer

Eine besondere Rolle innerhalb der Handlung spielt die Diagnose der Hauptfigur. Bei Pia Kraus wird eine frühe Form von Alzheimer festgestellt. Während sie versucht, den Tod ihrer Nichte aufzuklären, bemerkt sie Veränderungen ihrer Erinnerungsfähigkeit und Wahrnehmung.

Die Erkrankung beeinflusst nicht nur ihre Ermittlungen, sondern auch die Beziehungen zu ihrem Ehemann Jonas, den beiden Kindern und ihrer Schwester Caro. Für Pia entsteht ein Konflikt zwischen ihrem Wunsch nach Aufklärung und den wachsenden Einschränkungen im Alltag.

Julia Koschitz beschäftigte sich zur Vorbereitung auf die Rolle intensiv mit der Erkrankung. Wie sie im offiziellen ARD-Pressedossier erläutert, sah sie Dokumentarfilme, las über das Thema und sprach sowohl mit einer Psychologin als auch mit der Leiterin eines Selbsthilfevereins für Betroffene und Angehörige.

Über die emotionale Dimension ihrer Figur sagte Koschitz: „Das Gefühl, sich selbst zu verlieren, hat nochmal eine ganz andere Dimension der Verunsicherung.“

Die beiden Regisseure Daniel Geronimo Prochaska und Johanna Moder wollten nach eigenen Angaben das persönliche Familiendrama und die kriminalistische Spannung gleichberechtigt erzählen. Als eine ihrer Inspirationen nannten sie die US-Serie Mare of Easttown.

Matthias Koeberlin und Martina Ebm gehören zur Besetzung

Neben Julia Koschitz sind mehrere bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler aus Deutschland und Österreich beteiligt. Matthias Koeberlin übernimmt die Rolle von Pias Ehemann Jonas Kraus. Anja Pichler und Leopold Pallua verkörpern die beiden Kinder Vivian und Linus.

Martina Ebm spielt Caro Scheuer, die Mutter der verschwundenen Jugendlichen. Fabia Matuschek ist als Amelie zu sehen. Zum Ermittlerteam gehört Bardo Böhlefeld als Tarek Moser. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Regula Grauwiller, Julian Looman, Oliver Rosskopf und León Orlandianyi.

Die internationale Besetzung passt zum Entstehungshintergrund der Serie. „Das Vergessen – Spurlos im Moor“ wurde für das deutsche und österreichische Fernsehpublikum entwickelt und verbindet die Arbeit mehrerer Produktionsunternehmen und öffentlich-rechtlicher Sender.

Deutsche und österreichische Produzenten arbeiteten zusammen

Verantwortlich für die Produktion sind Odeon Fiction und die österreichische Mona Film in Koproduktion mit ARD Degeto Film für ARD und ORF.

Die Regie wurde zwischen zwei Filmschaffenden aufgeteilt. Daniel Geronimo Prochaska inszenierte die Folgen eins bis vier, Johanna Moder übernahm die beiden abschließenden Episoden.

Die Drehbücher stammen von Timo Lombeck, Marcel Kawentel und Rebekka Reuber. Lombeck und Kawentel waren zugleich an der Entwicklung der Serienidee beteiligt. Für die Bildgestaltung zeichneten Adrian Bidron und André Mayerhofer verantwortlich, die Musik komponierte Karwan Marouf.

Gedreht wurde zwischen September und Dezember 2025 in Wien und Oberösterreich. Zu den verwendeten Schauplätzen gehört das Ibmer Moor, dessen Landschaft wesentlich zum Erscheinungsbild der Produktion beiträgt. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch FISAplus und das Land Oberösterreich.

In Österreich lief die Serie bereits vor dem deutschen Start

Obwohl „Das Vergessen – Spurlos im Moor“ in Deutschland erst am 23. Oktober in der ARD Mediathek erscheint, ist die Produktion keine zeitgleiche Fernsehpremiere in beiden Ländern.

Der österreichische ORF zeigte die ersten drei Folgen bereits am Montag, 19. Oktober 2026, in ORF 1. Die drei verbleibenden Episoden wurden am Dienstag, 20. Oktober, ausgestrahlt. Beim österreichischen Streamingangebot ORF ON waren die jeweiligen Folgen nach Senderangaben schon 24 Stunden vor der Fernsehausstrahlung verfügbar.

Auch erste Zuschauerzahlen liegen aus Österreich bereits vor. Laut ORF erreichte die Auftaktfolge durchschnittlich 520.000 Menschen bei einem Marktanteil von 21 Prozent unter den Zuschauern ab zwölf Jahren. Der Sender bezeichnete diese Zahlen ausdrücklich als vorläufig gewichtet. Für die beiden folgenden Episoden meldete er durchschnittlich 499.000 beziehungsweise 440.000 Zuschauer.

Damit erfolgt die Veröffentlichung in Deutschland nach der österreichischen Fernsehausstrahlung. Für das Publikum hierzulande ist der 23. Oktober der angekündigte reguläre Starttermin in der ARD Mediathek.

Erste Folgen feierten bereits auf dem Filmfest München Premiere

Schon vor der Ausstrahlung im ORF wurde die Serie auf dem Filmfest München vorgestellt. Dort waren die ersten beiden Episoden im Programm der Reihe „Neues Deutsches Fernsehen“ zu sehen. Das Festival führte die Vorführung als Weltpremiere.

Die gesamte Serie umfasst sechs Episoden von jeweils ungefähr 45 Minuten. Auf den Programmseiten der ARD sind die Folgen mit der Alterskennzeichnung „Ab 12“ versehen. Auch das Filmfest München führte für seine Vorführung der ersten beiden Episoden eine Altersangabe ab zwölf Jahren auf.

Mit der vollständigen Veröffentlichung in der ARD Mediathek können Zuschauer ab Freitag erstmals regulär über das deutsche Streamingangebot auf die gesamte Geschichte zugreifen. Wer die Serie lieber im Fernsehen sehen möchte, hat am Samstag und Sonntag Gelegenheit dazu. Das Erste zeigt zunächst vier Folgen am Stück und anschließend das zweiteilige Finale.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu