
Ab Montag, 26. Oktober 2026, wird die Bundesstraße 238 im Kalletal südwestlich von Rinteln für Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Betroffen ist zunächst die Strecke zwischen der Einmündung der Landesstraße 961 und der Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßen.NRW wird der erste Bauabschnitt rund 3,2 Kilometer lang sein. Für die Arbeiten sind etwa zehn Wochen eingeplant. Im Frühjahr 2027 soll eine weitere Vollsperrung folgen.
Die B238 in Kalletal verbindet im betroffenen Bereich die lippische Gemeinde mit Rinteln in Niedersachsen. Wer auf dieser Strecke unterwegs ist oder zwischen Lemgo und Rinteln fährt, muss deshalb während der Bauzeit die vorgesehenen Umleitungen nutzen. Eine genaue Uhrzeit, zu der die Straße am 26. Oktober gesperrt wird, wurde zunächst nicht genannt. Auch ein verbindliches Datum für die Wiederfreigabe liegt nicht vor.
Die Sanierung beginnt auf der nordrhein-westfälischen Seite der Landesgrenze, südlich des Rintelner Ortsteils Möllenbeck. Sie erstreckt sich von der Grenze bis zum Anschluss an die L961. Innerhalb dieses Bereichs will Straßen.NRW abschnittsweise vorgehen. Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung erforderlich.
Bevor die neue Fahrbahndecke hergestellt wird, sollen zunächst die vorhandenen Durchlässe erneuert werden. Danach ist die Erneuerung der Fahrbahnoberfläche vorgesehen. Der Landesbetrieb begründet die Sanierung mit Schäden, die sich auf dem betroffenen Teil der B238 gebildet haben. Dazu zählen quer zur Fahrbahn verlaufende Risse, Unebenheiten und Spurrinnen. Die Straßenoberfläche soll über die komplette Fahrbahnbreite erneuert werden.
Das Gesamtprojekt umfasst nach Behördenangaben rund 6,72 Kilometer. Die zunächst anstehende Strecke von etwa 3,2 Kilometern ist damit nur ein Teil der vorgesehenen Arbeiten. Der Zeitplan ist ausdrücklich von der Witterung abhängig. Die angesetzten zehn Wochen sind daher eine Bauzeitprognose und keine Zusage, dass die Sperrung an einem bestimmten Tag endet.
Für den Verkehr zwischen Hohenhausen im Kalletal und Rinteln sehen die bekannt gegebenen Umleitungspläne eine Führung über die B238, L861, B514 und zurück auf die B238 vor. Diese Route gilt laut Straßen.NRW sowohl für Pkw als auch für Lastwagen.
Für die längere Verbindung zwischen Lemgo und Rinteln werden zwei Alternativen genannt. Die eine verläuft über die B238, B66, L758 und L435 zurück zur B238. Die andere nutzt die B66, L941, nochmals die B66, anschließend die L758 und L435 bis zur B238.
Die Behörde hat damit unterschiedliche Strecken für verschiedene Verkehrsbeziehungen veröffentlicht. Eine darüber hinausgehende, getrennte Aufstellung mit konkreten Straßenfolgen für jede einzelne Fahrtrichtung lag zunächst nicht vor.
Für Reisende ist die Unterscheidung wesentlich: Die Umleitung für den Verkehr zwischen Hohenhausen und Rinteln ist nicht identisch mit den beiden Routen, die für die Verbindung Lemgo und Rinteln genannt werden. Zur Länge der Umwege und zu zusätzlichen Fahrzeiten gab es zunächst keine bestätigten Angaben. Auch konkrete Stauprognosen wurden nicht veröffentlicht.
Für Anwohner und Grundstücksnutzer entlang des ersten Bauabschnitts stellt Straßen.NRW eine weitgehende Erreichbarkeit in Aussicht. Eine durchgehend freie Zufahrt zu jedem Grundstück ist damit jedoch nicht zugesichert. Falls im Bauablauf vorübergehend Einschränkungen auftreten, soll die ausführende Baufirma die betroffenen Anlieger darüber informieren.
Zu Änderungen einzelner Buslinien, Haltestellen oder Schulbusverbindungen wurden im Zusammenhang mit der am 26. Oktober beginnenden Maßnahme zunächst keine konkreten Angaben veröffentlicht. Ebenso wenig liegt eine bezifferte Kostenschätzung für diese Sanierung vor.
Damit ist insbesondere für Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs zunächst offen, ob und gegebenenfalls welche Verbindungen von der Sperrung betroffen sein werden. Bestätigte Informationen über Ersatzhaltestellen, geänderte Fahrpläne oder besondere Regelungen für den Schülerverkehr lagen zunächst nicht vor.
Die Arbeiten sollen nach dem ersten Abschnitt nicht abgeschlossen sein. Straßen.NRW plant den nächsten Teil der Fahrbahnsanierung vorbehaltlich der Witterung ab April 2027. Dann ist die B238 zwischen Faulensiek an der Kreisstraße 42 und der Ortsdurchfahrt Hohenhausen an der Reihe. Auch dieser Bereich soll vollständig für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.
Für den zweiten Abschnitt sind ebenfalls ungefähr zehn Wochen veranschlagt. Ein festes Anfangsdatum, eine Uhrzeit für die Sperrung und ein konkreter Tag für die Wiedereröffnung stehen noch nicht fest. Gleiches gilt für die Umleitungen während dieser späteren Bauphase. Darüber will Straßen.NRW vor dem jeweiligen Beginn gesondert informieren.
Die für den Herbst 2026 veröffentlichten Umleitungsstrecken gelten deshalb nicht automatisch auch für die Bauphase im kommenden Jahr. Die konkrete Verkehrsführung soll erst mit der weiteren Ankündigung feststehen.
Damit zeichnet sich für den Verkehr auf der B238 ein auf die Jahre 2026 und 2027 verteilter Bauablauf ab. Zunächst betrifft die Sperrung die Verbindung an der Grenze zu Niedersachsen, 2027 folgt der Bereich bei Hohenhausen. Für die bevorstehenden Arbeiten ab dem 26. Oktober steht dagegen bereits fest, auf welchen Strecken der Durchgangsverkehr ausweichen soll.
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