Sattelzug schiebt mehrere Fahrzeuge zusammen: Acht Verletzte auf B486

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Auffahrunfall auf der Bundesstraße 486 nahe Langen in Hessen sind acht Menschen verletzt worden. Ein 43 Jahre alter Autofahrer erlitt schwere Verletzungen. Insgesamt waren am Mittwoch, 21. Oktober 2026, fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt, darunter ein Sattelzug und ein Kleintransporter. Für die Versorgung der Verletzten und die Bergung der beschädigten Fahrzeuge musste die Bundesstraße zeitweise vollständig gesperrt werden. Die Polizei bezifferte den entstandenen Schaden auf mehr als 90.000 Euro.

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Unfall ereignete sich am Mittwochmittag in Richtung Langen

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Südosthessen war der Sattelzug gegen 12:55 Uhr auf der B486 unterwegs. Der 36 Jahre alte Fahrer kam aus Richtung der Autobahn 5 und fuhr in Richtung Langen. Vor ihm hatte sich der Verkehr verlangsamt oder war bereits zum Stillstand gekommen. Offenbar bemerkte der Fahrer die Situation nicht rechtzeitig und fuhr auf einen Hyundai auf.

Bei dem anschließenden Zusammenstoß wurden weitere Fahrzeuge erfasst und ineinandergeschoben. Neben dem Lastwagen und dem Hyundai waren ein Renault, ein Mercedes sowie ein Kastenwagen beteiligt. Die Unfallstelle lag außerhalb der geschlossenen Ortschaft auf der Verbindung zwischen Mörfelden und Langen im Landkreis Offenbach. Welcher Umstand ursprünglich zu dem stockenden Verkehr geführt hatte, ging aus den bisherigen Angaben nicht hervor.

Ein Schwerverletzter und sieben weitere Verletzte

Besonders schwer traf der Aufprall den 43-jährigen Fahrer des Hyundai. Er musste wegen schwerer Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. In den drei weiteren beteiligten Fahrzeugen wurden sieben Menschen verletzt. Zu ihnen gehören vier Personen im Renault, die zwischen 26 und 30 Jahre alt sind und nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen erlitten.

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Auch die 52-jährige Fahrerin des Mercedes und der 60-jährige Fahrer des Kastenwagens wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Eine 63 Jahre alte Mitfahrerin des Mercedes erlitt leichte Verletzungen. Der Fahrer des Sattelzugs blieb nach dem ersten Ermittlungsstand unverletzt. Er wurde dennoch vorsorglich medizinisch untersucht.

Angaben zum weiteren Gesundheitszustand des schwer verletzten Autofahrers lagen zunächst nicht vor. Ebenso gab es zunächst keine näheren Informationen darüber, wie lange die anderen Verletzten medizinisch versorgt werden mussten.

Feuerwehr mit 26 Einsatzkräften vor Ort

Die Feuerwehr Langen wurde nach ihrem Einsatzbericht um 12:57 Uhr zu dem Verkehrsunfall gerufen. Sie sicherte die Unfallstelle ab, übernahm Maßnahmen zum Brandschutz und unterstützte den Rettungsdienst. Bei der Rettung eines Patienten aus einem der Unfallfahrzeuge kam ein sogenanntes Spineboard zum Einsatz. Mit diesem Hilfsmittel können verletzte Menschen unter möglichst kontrollierten Bedingungen aus einem Fahrzeug geborgen werden.

Der Rettungsdienst untersuchte nach Angaben der Feuerwehr neun beteiligte Personen. Drei von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert. Damit stimmen die Angaben zu den Kliniktransporten mit der polizeilichen Darstellung überein. Wegen der zunächst gemeldeten Zahl von Unfallbeteiligten wurden zusätzliche Rettungsmittel sowie Kräfte zur organisatorischen und ärztlichen Leitung alarmiert.

Insgesamt waren 26 Feuerwehrkräfte rund eine Stunde lang im Einsatz. Neben ihnen waren Polizei, Rettungsdienst und ein Notarzt vor Ort.

Vollsperrung auf der B486 und Stau in beiden Richtungen

Die Unfallstelle lag auf einem Abschnitt der B486 westlich von Langen in der Nähe der Verbindung zur Autobahn 5. Während der Rettungsarbeiten war die Straße im betroffenen Bereich vollständig gesperrt. Auch für die spätere Bergung und den Abtransport beschädigter Fahrzeuge waren Verkehrsmaßnahmen erforderlich.

Eine Verkehrsmeldung vom Mittwoch, 14:16 Uhr, nannte zwischen der Anschlussstelle Langen/Mörfelden an der A5 und der Mörfelder Landstraße eine Sperrung in beiden Fahrtrichtungen. Gleichzeitig wurde dort ein Stau von etwa 2,5 Kilometern ausgewiesen. Ortskundige sollten den Bereich weiträumig umfahren.

Die Polizei bezeichnete die Vollsperrung am Mittwochabend ausdrücklich als vorübergehend. Ob am Donnerstagmorgen noch Einschränkungen auf der Strecke bestanden, war zunächst nicht gesichert. Die Verkehrsmeldung vom Vortag erlaubt keinen verlässlichen Rückschluss auf die aktuelle Befahrbarkeit.

Polizei schätzt Sachschaden auf mehr als 90.000 Euro

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Auffahrunfalls liegen bei der Polizei. Nach ihrer vorläufigen Darstellung könnte das zu späte Erkennen des stockenden oder stehenden Verkehrs eine Rolle gespielt haben. Eine abschließende Feststellung zum Unfallhergang war damit noch nicht verbunden.

Den Sachschaden an den fünf beteiligten Fahrzeugen schätzen die Ermittler auf mehr als 90.000 Euro. Wie hoch die Kosten tatsächlich ausfallen, stand zunächst nicht fest. Auch zu möglichen weiteren Maßnahmen im Zusammenhang mit der Unfallaufnahme lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Die Polizeistation Langen bittet Menschen, die den Unfall beobachtet haben, um Hinweise. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 06103 9030-0 melden. Die Polizei hofft auf weitere Informationen zum Unfallhergang.

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