
Die Bauarbeiten an einer wichtigen Gasleitung in der Nördlinger Innenstadt dauern länger als ursprünglich vorgesehen. Die Vollsperrung der Baldinger Straße in Nördlingen wird bis zum 26. November 2026 verlängert. Gleichzeitig ist der gesperrte Bereich ausgeweitet worden. Betroffen sind nun auch die Einmündungen der Rothahnengasse und der Postgasse. Für Autofahrer und Anlieger gelten weiterhin besondere Verkehrsführungen.
Die Stadt Nördlingen bestätigte die Änderungen am Mittwoch, 21. Oktober 2026. Ursprünglich sollte die Sperrung bereits am 30. Oktober enden. Damit verschiebt sich das vorgesehene Ende um knapp vier Wochen. Hintergrund sind zusätzliche Arbeitsschritte bei der Sanierung der Erdgas-Hauptleitung und der Herstellung der dazugehörigen Hausanschlüsse.
Die wichtigste Änderung betrifft den Umfang der Baustelle. Bisher war vor allem der Bereich zwischen den Hausnummern 9 und 24 von der Vollsperrung betroffen. Nach der neuen Verkehrsregelung erstreckt sich die Sperrung bis zur Hausnummer 2.
Die Erweiterung gilt seit der Bekanntmachung vom 21. Oktober. Zusätzlich zu den bisherigen Bauabschnitten ist nun auch der Straßenbereich zwischen den Hausnummern 9 und 2 nicht mehr für den allgemeinen Fahrzeugverkehr freigegeben. Eingeschlossen sind die Einmündungsbereiche der Rothahnengasse und der Postgasse.
Nach Angaben der Stadt gilt die erweiterte Vollsperrung längstens bis Donnerstag, 26. November 2026. Eine konkrete Uhrzeit für die geplante Verkehrsfreigabe wurde nicht genannt. Ebenso enthält die aktuelle Bekanntmachung keinen gesonderten Termin für eine frühere Öffnung einzelner Teilabschnitte.
Grund für die Verlängerung ist die Reihenfolge der noch ausstehenden Leitungsarbeiten. Die Hauptwasserleitung ist inzwischen fertiggestellt. Allerdings muss zunächst die Gasleitung bis zum Rathauscafé verlegt werden, bevor weitere Arbeiten abgeschlossen werden können.
Erst nach diesem Schritt lassen sich die verbleibenden Hausanschlüsse zwischen den Hausnummern 9 und 24 fertigstellen. Die zusätzliche Bauzeit ist damit unmittelbar mit den Arbeiten an der Versorgungsinfrastruktur verbunden.
Die Stadt nennt diese Abfolge ausdrücklich als Grund für die Terminänderung. Auf ihrer aktuellen Baustellenübersicht führt sie die Artmann Bau GmbH als verantwortliches ausführendes Unternehmen auf. Die Sanierung der Erdgas-Hauptleitung bleibt der zentrale Anlass für die Verkehrsbeschränkungen.
Trotz der erweiterten Sperrung bleibt die Zufahrt zum Marktplatz über die ausgewiesene Umleitung möglich. Die Stadt nennt dafür weiterhin folgende Straßenfolge:
Herrengasse, Gerd-Müller-Platz, Neubaugasse, Brettermarkt, Schäfflesmarkt und Rübenmarkt.
Diese Verkehrsführung war bereits für den bisherigen Bauabschnitt eingerichtet worden und wird mit der Verlängerung fortgesetzt.
Eine zusätzliche Regelung betrifft die Rothahnengasse und die Postgasse. Da ihre Einmündungen in die Baldinger Straße nun zum gesperrten Bereich gehören, erfolgt die Zufahrt zu beiden Gassen über die Kreuzgasse. Für Anlieger bleibt die Fahrt bis zur jeweiligen Baustelle gestattet. Eine Durchfahrt durch den vollständig gesperrten Abschnitt ist damit nicht verbunden.
Für Autofahrer ist insbesondere die Unterscheidung zwischen der allgemeinen Umleitung zum Marktplatz und der Zufahrt zu den beiden betroffenen Seitengassen wichtig. Während der Marktplatz über die ausgeschilderte Strecke erreichbar bleibt, nennt die Stadt für Rothahnengasse und Postgasse ausdrücklich die Kreuzgasse als Zufahrtsweg.
Die aktuelle Verlängerung folgt auf mehrere Bauphasen in der Baldinger Straße. Die abschnittsweisen Vollsperrungen im Bereich der Innenstadt begannen am Montag, 14. September 2026.
Zunächst war auch die Kreuzung Baldinger Straße, Vordere Gerbergasse und Herrengasse betroffen. In der ursprünglichen Planung sollte dieser Kreuzungsbereich voraussichtlich bis zum 12. Oktober gesperrt bleiben.
Bereits am 8. Oktober meldete die Stadt jedoch eine vorzeitige Freigabe der Kreuzung Vordere Gerbergasse/Herrengasse. Mit dem Übergang zum zweiten Bauabschnitt konnten dort die ersten Verkehrsbeschränkungen aufgehoben werden. Der anschließende Abschnitt bis zur Hausnummer 9 sollte nach damaligem Zeitplan bis zum 30. Oktober gesperrt bleiben.
Die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt bereits angekündigt, die Arbeiten anschließend in Richtung Marktplatz fortzusetzen. Die neue Verkehrsregelung vom 21. Oktober legt nun einen größeren zusammenhängenden Sperrbereich und den verlängerten Zeitraum bis Ende November fest.
Besonders betroffen sind die Bewohner und Gewerbetreibenden im unmittelbaren Baustellenbereich. Die Möglichkeit, mit Fahrzeugen bis zur Baustelle zu gelangen, bleibt bestehen. Für die Zufahrt zu Grundstücken innerhalb des vollständig gesperrten Bereichs enthält die neue Mitteilung allerdings keine weitergehenden Einzelregelungen.
Schon bei der ursprünglichen Sperrung im September waren Änderungen der Verkehrsführung und Halteverbote erforderlich geworden. Die Stadt hatte damals unter anderem zusätzliche Regelungen für die Herrengasse, die Bauhofgasse und die Vordere Gerbergasse angekündigt.
Außerdem waren für bestimmte betroffene Anwohner kostenlose zonenübergreifende Parkausweise vorgesehen. Diese konnten bei der städtischen Verkehrsüberwachung bezogen werden. Ob sich durch die neue Bauphase Änderungen an diesen bisherigen Regelungen ergeben, wurde in der Mitteilung vom 21. Oktober nicht näher erläutert.
Zu zusätzlichen Umleitungen im Linienbusverkehr oder möglichen Ersatzhaltestellen enthält die aktuelle Bekanntmachung der Stadt keine konkreten Informationen. Ob bestimmte Buslinien wegen der erweiterten Vollsperrung angepasst werden müssen, blieb zunächst offen.
Auch über gesonderte Sperrzeiten für Fußgänger und Radfahrer in der neuen Bauphase machte die Stadt keine näheren Angaben.
Für den allgemeinen Fahrzeugverkehr bleibt dagegen die Regelung eindeutig: Die Baldinger Straße ist im Bereich der Hausnummern 2 bis 24 vollständig gesperrt. Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmer sowie die betroffenen Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen.
Die aktuellen Sperrungsangaben sind auf der offiziellen veröffentlicht. Dort wird der 26. November 2026 als verlängertes Sperrungsende geführt.
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