Kreuzfahrtschiff muss nach Kollision in Bremerhaven umkehren

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ ist am Sonntagabend (25. Oktober 2026) beim Auslaufen aus Bremerhaven mit Containerschiffen zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei Bremen waren neben dem Kreuzfahrtschiff zwei Frachter an dem Unfall beteiligt. Die Reederei TUI Cruises bestätigte zunächst lediglich eine direkte Kollision mit einem Containerschiff. An Bord befanden sich mehr als 3.300 Menschen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Das Kreuzfahrtschiff kehrte zur Columbuskaje zurück. Ob die geplante Reise zu den Kanarischen Inseln fortgesetzt werden kann, war am Montagmorgen noch unklar.

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Polizei bestätigt Kollision mit zwei Containerschiffen

Der Unfall ereignete sich bei stürmischem Wetter, als die „Mein Schiff 3“ den Hafen von Bremerhaven verlassen wollte. In einer offiziellen Mitteilung vom Sonntagabend bestätigte die Polizei Bremen den Zusammenstoß mit zwei Containerschiffen. Nach dem Vorfall wurde die Ausfahrt abgebrochen und das Kreuzfahrtschiff kehrte zu seinem ursprünglichen Liegeplatz zurück.

Die Reederei TUI Cruises schilderte den Vorfall zunächst etwas anders. Auf Anfrage des Norddeutschen Rundfunks erklärte das Unternehmen, dass die „Mein Schiff 3“ mit einem Containerschiff kollidiert sei. Die Polizei hatte dagegen ausdrücklich zwei betroffene Containerschiffe genannt. Ob es zu unmittelbaren Berührungen mit beiden Frachtern kam, war zunächst nicht abschließend geklärt.

Die Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen nahm Ermittlungen auf. Sowohl die genaue Ursache als auch der vollständige Ablauf des Unfalls blieben zunächst offen.

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Rettungsboote beschädigt und Riss in einem Frachter

Die Kollision der Mein Schiff 3 verursachte sichtbare Schäden. Auf Aufnahmen vom Hafen sind Beschädigungen an der Außenseite des Kreuzfahrtschiffes zu erkennen. Auch mehrere Rettungsboote wurden bei dem Zusammenstoß beschädigt. Bilder vom Unfallort zeigen Teile der beschädigten Ausrüstung und Trümmer.

Nach Angaben des Bremer Häfenressorts entstand an einem der beteiligten Containerschiffe ein etwa zehn Meter langer Riss. Einen Wassereinbruch gab es demnach bei den betroffenen Schiffen nicht. Damit liegen erste konkrete Angaben zu den Folgen des Zusammenstoßes vor. Wie schwer die strukturellen Beschädigungen tatsächlich sind, war allerdings noch nicht abschließend festgestellt.

Fachleute begannen nach der Rückkehr des Kreuzfahrtschiffes mit der Untersuchung der Schäden. Dabei spielt auch der Zustand der Rettungsboote eine wichtige Rolle. Sie gehören zur vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung eines Passagierschiffes und müssen für den Betrieb in ausreichender Zahl einsatzbereit sein.

Ob Reparaturen erforderlich sind, wie lange diese dauern könnten und welche Auswirkungen sie auf die weitere Reise haben, war zunächst nicht bekannt. Eine abschließende Schadenssumme wurde ebenfalls nicht genannt.

Mehr als 3.300 Menschen waren an Bord

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich nach Angaben von TUI Cruises insgesamt 2.428 Passagiere und 922 Besatzungsmitglieder auf der „Mein Schiff 3“. Damit waren 3.350 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes.

Die Polizei Bremen erklärte am Sonntagabend, dass nach bisherigen Erkenntnissen niemand verletzt worden sei. Auch TUI Cruises bestätigte gegenüber dem NDR, dass keine Personenschäden bekannt seien. Anderslautende Angaben über mehrere Verletzte wurden durch die offiziellen Mitteilungen nicht bestätigt.

Nach der Rückkehr zur Columbuskaje konnten sämtliche Reisenden und Besatzungsmitglieder zunächst auf dem Schiff bleiben. Eine Evakuierung wurde nicht gemeldet. Während Fachleute die Schäden begutachteten, blieb die weitere Reiseplanung zunächst offen.

Für die Passagiere bedeutete der Unfall eine ungeplante Unterbrechung unmittelbar zu Beginn ihrer Kreuzfahrt. Wie das Unternehmen mit möglichen Änderungen des Reiseverlaufs umgehen wird, war am Montagmorgen noch nicht entschieden.

Stürmisches Wetter erschwerte die Bedingungen im Hafen

Zum Unfallzeitpunkt herrschten in Bremerhaven schwierige Wetterbedingungen. Das Sturmtief „Manja“ hatte an der Nordseeküste starken Wind und hohen Wellengang verursacht. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Sonntag an den Küsten verbreitet Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. In exponierten Küstenbereichen waren auch stärkere Böen möglich.

Ein von der Deutschen Presse-Agentur überprüftes Augenzeugenvideo zeigt das Kreuzfahrtschiff während des Auslaufmanövers. Die „Mein Schiff 3“ wird dabei von Schleppern begleitet. Bei deutlichem Wellengang verringert sich der Abstand zu einem an der Hafenmauer liegenden Containerschiff. Schließlich kommt es zum Zusammenstoß.

Welche Rolle Wind, Strömung und die Schiffsbewegungen tatsächlich spielten, müssen die Ermittlungen klären. Die Tatsache, dass es während des Unfalls stürmisch war, lässt allein noch keinen abschließenden Rückschluss auf die Ursache zu.

Auch mögliche technische oder andere betriebliche Einflussfaktoren waren zunächst nicht geklärt. Eine offizielle Bewertung der einzelnen Umstände lag am Montagmorgen noch nicht vor.

Geplante Kanarenreise vorerst ungewiss

Die „Mein Schiff 3“ sollte am 25. Oktober zu einer 20 Nächte dauernden Kreuzfahrt unter dem Namen „Zeitlose Kanaren“ aufbrechen. Die planmäßige Rückkehr nach Bremerhaven war für den 14. November vorgesehen.

Die veröffentlichte Reiseroute umfasst mehrere Ziele an der europäischen Atlantikküste sowie auf den Kanarischen Inseln. Geplant waren unter anderem Aufenthalte in Portugal, auf Madeira, Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria. Auch ein Zwischenstopp im marokkanischen Agadir war vorgesehen.

Durch die Kollision wurde der planmäßige Beginn dieser Reise unterbrochen. Ob die „Mein Schiff 3“ ihre Fahrt verspätet aufnehmen kann oder Änderungen am Reiseprogramm notwendig werden, war zunächst nicht bekannt.

TUI Cruises hatte am Sonntag angekündigt, weitere Informationen bereitzustellen, sobald die Untersuchungen verlässliche Ergebnisse liefern. Eine Entscheidung über den Fortgang der Kreuzfahrt lag zunächst nicht vor.

Wasserschutzpolizei untersucht den genauen Unfallhergang

Nach dem Zusammenstoß übernahm die Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen die Ermittlungen. Sie soll klären, wie es während des Auslaufmanövers zu der Kollision kommen konnte und welche Schiffe in welchem Umfang betroffen waren.

Neben der Rekonstruktion des Unfallhergangs steht die Erfassung der Schäden im Mittelpunkt. Die Untersuchungen müssen auch Aufschluss darüber geben, welche Folgen die Beschädigungen für den weiteren Betrieb des Kreuzfahrtschiffes haben.

Für Montag, den 26. Oktober, stellte die Polizei weitere Informationen in Aussicht. Bis zum frühen Morgen gab es noch keine abschließenden Angaben zur Unfallursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens.

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