Bugatti Chiron von Mate Rimac gestohlen: Polizei stoppt Flucht in Österreich

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Ein rund drei Millionen Euro teurer Bugatti Chiron des kroatischen Unternehmers und Bugatti-Rimac-Chefs Mate Rimac ist nach einem Diebstahl in Österreich sichergestellt worden. Der Sportwagen war am Mittwoch, 28. Oktober 2026, von einem Firmengelände nahe Zagreb verschwunden. Nach einer Fahrt durch Slowenien nahm die österreichische Polizei einen 36-jährigen Verdächtigen in der Steiermark fest. Rimac hatte nach eigener Darstellung die Verfolgung in einem Porsche 911 aufgenommen.

Anzeige

Polizei entdeckt gestohlenen Bugatti an Tankstelle in Österreich

Der Bugatti Chiron von Mate Rimac wurde am Mittwochnachmittag in Kroatien entwendet. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Steiermark fuhr der mutmaßliche Autodieb zunächst durch Slowenien und gelangte über den Grenzübergang Spielfeld nach Österreich.

Die österreichischen und slowenischen Sicherheitsbehörden arbeiteten bei der Fahndung zusammen. Kurz nach 19 Uhr entdeckten Beamte der Autobahnpolizei den gesuchten Sportwagen an einer Tankstelle an der Pyhrnautobahn A9 bei Seiersberg-Pirka südlich von Graz.

Die Polizisten nahmen den 36-jährigen kroatischen Staatsbürger vor Ort fest und stellten das Fahrzeug sicher.

Anzeige

Mate Rimac nimmt Verfolgung im Porsche 911 auf

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch das Verhalten des Fahrzeugeigentümers. Mate Rimac schilderte am Donnerstag in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass er nach Bekanntwerden des Diebstahls selbst aktiv geworden sei.

Demnach habe er die Schlüssel seiner Fahrzeuge bislang häufig im Innenraum gelassen. Das habe unter anderem den Mitarbeitern ermöglicht, die Autos bei Bedarf auf dem Firmengelände zu bewegen.

Nach dem Verschwinden des Chiron seien die Telemetriedaten des Sportwagens ausgewertet worden. Dadurch habe sich feststellen lassen, dass sich das Fahrzeug in Richtung Slowenien bewegte.

Rimac erklärte, er sei daraufhin in seinen Porsche 911 gestiegen und habe versucht, den Wagen einzuholen. Gleichzeitig seien die zuständigen Polizeibehörden informiert worden.

Die Position des Fahrzeugs sei anschließend fortlaufend übermittelt worden. Nach Rimacs Darstellung habe auch ein österreichischer Polizeibeamter Zugriff auf die entsprechenden Standortinformationen erhalten.

Verdächtiger gesteht Diebstahl und bleibt auf freiem Fuß

Nach der Festnahme übernahm das Landeskriminalamt Steiermark die weiteren Ermittlungen. Laut offizieller Polizeimitteilung räumte der 36-Jährige den Fahrzeugdiebstahl bei seiner Einvernahme umfassend ein.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der Mann auf freiem Fuß angezeigt. Der Bugatti konnte bereits an seinen rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden.

Rimac erklärte außerdem, dass er den Verdächtigen auf einer österreichischen Polizeidienststelle getroffen habe. Dieser habe ihm erzählt, ursprünglich wegen einer möglichen Arbeitsstelle zum Unternehmen gekommen zu sein. Eine unabhängige Bestätigung für diese Darstellung lag zunächst nicht vor.

Das Unternehmen Bugatti Rimac bestätigte gegenüber dem kroatischen Nachrichtenportal Dnevnik.hr, dass der Verdächtige kein Mitarbeiter des Unternehmens oder seiner Schwesterfirmen sei. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden.

Bugatti Chiron gehört zu den exklusivsten Sportwagen

Der gestohlene Bugatti Chiron gehört zu einer besonders seltenen Baureihe des französischen Luxusautoherstellers. Nach offiziellen Herstellerangaben wurde das Modell seit 2016 in einer auf insgesamt 500 Fahrzeuge begrenzten Serie produziert. Die Fertigung endete 2024.

Der Chiron verfügt über einen Achtliter-Sechzehnzylindermotor mit vier Turboladern und leistet 1.500 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des ursprünglichen Modells wurde elektronisch auf 420 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Den Wert des sichergestellten Fahrzeugs bezifferte die österreichische Polizei auf rund drei Millionen Euro.

Gestohlener Bugatti bereits wieder beim Eigentümer

Für Mate Rimac endete der Vorfall mit der Rückgabe seines Sportwagens. Nach seiner Darstellung wurde der Chiron während der Fahrt leicht beschädigt. Betroffen sei unter anderem der vordere Bereich des Fahrzeugs.

Rimac bedankte sich für die Zusammenarbeit der beteiligten Polizeibehörden. Zugleich kündigte er an, künftig keine Fahrzeugschlüssel mehr in seinen Autos liegen zu lassen.

Die strafrechtliche Bearbeitung des Falls liegt bei den zuständigen Behörden. Der Verdächtige befindet sich nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft Graz zunächst auf freiem Fuß.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu