Hackerbrücke in München wird ab 9. November für Autos gesperrt

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Symbolfoto

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Die Hackerbrücke in München soll ab Montag, 9. November 2026, für den Autoverkehr vollständig gesperrt werden. Die Sperrung ist voraussichtlich bis Ende November vorgesehen. Grund sind vorbereitende Arbeiten für die umfassende Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke westlich des Hauptbahnhofs. Das Baureferat der Landeshauptstadt München hat die Verkehrsmaßnahmen am 30. Oktober 2026 angekündigt. Autofahrer müssen während der Sperrung auf zwei ausgeschilderte Umleitungsstrecken ausweichen. Fußgänger, Radfahrer und Einsatzfahrzeuge können die Brücke weiterhin passieren.

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Vollsperrung der Hackerbrücke betrifft wichtige Verbindung in München

Die Hackerbrücke verbindet die Arnulfstraße im Norden mit der Landsberger Straße im Süden. Sie führt über die Gleisanlagen westlich des Münchner Hauptbahnhofs und gehört zu den bekannten Straßenverbindungen der Innenstadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich der S-Bahnhof Hackerbrücke sowie der Zentrale Omnibusbahnhof.

Die bevorstehende Sperrung betrifft die Straßenverbindung über die Brücke in beiden Fahrtrichtungen. Der reguläre Autoverkehr kann sie während der angekündigten Bauphase nicht nutzen. Betroffen ist damit die direkte Querung der Bahngleise zwischen den nördlich und südlich gelegenen Stadtvierteln.

Als voraussichtlichen Beginn nennt die Stadt den 9. November 2026. Eine genaue Uhrzeit für die Einrichtung der Vollsperrung wurde zunächst nicht veröffentlicht. Auch für die Wiederfreigabe gibt es noch keinen verbindlichen Termin. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Arbeiten und die damit verbundene Sperrung bis Ende November dauern.

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Umleitungen führen über Donnersbergerbrücke und Paul-Heyse-Unterführung

Für den Autoverkehr hat das Münchner Baureferat zwei offizielle Umleitungsstrecken vorgesehen. Die Fahrzeuge sollen entweder über die Donnersbergerbrücke oder durch die Paul-Heyse-Unterführung geführt werden.

Beide Verbindungen ermöglichen die Querung der Gleisanlagen im Umfeld des Hauptbahnhofs. Die Donnersbergerbrücke liegt westlich der Hackerbrücke. Die Paul-Heyse-Unterführung bietet eine weitere Verbindung zwischen den Stadtbereichen nördlich und südlich der Bahngleise.

Nach Angaben der Landeshauptstadt werden die Umleitungen entsprechend beschildert. Welche Zufahrten unmittelbar vor der Hackerbrücke im Einzelnen gesperrt werden und an welchen Kreuzungen die Beschilderung beginnt, wurde zunächst nicht näher aufgeschlüsselt. Auch gesonderte Sperrzeiten für die angrenzenden Straßen wurden im Zusammenhang mit dieser Maßnahme nicht veröffentlicht.

Fußgänger müssen bereits vor der Autosperrung ausweichen

Die Bauarbeiten auf der Hackerbrücke sind in zwei Phasen aufgeteilt. Die erste Phase betrifft bereits den Gehwegbereich auf der östlichen Brückenseite. Dort kommt es nach Angaben des Baureferats noch bis zum 6. November zu Einschränkungen für Fußgänger.

Während dieser Arbeiten ist die S-Bahnstation Hackerbrücke über die westliche Brückenseite erreichbar. Eine provisorische Ampel ermöglicht es Fußgängern und Radfahrern, die Fahrbahn zu überqueren und auf die andere Seite zu wechseln.

Mit der für den 9. November vorgesehenen zweiten Bauphase ändert sich die Verkehrsführung erneut. Dann wird die Brücke für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Anders als Kraftfahrzeuge des regulären Individualverkehrs dürfen Fußgänger und Radfahrer die Verbindung weiterhin nutzen.

Auch für Einsatzfahrzeuge bleibt eine Durchfahrt möglich. Die Stadt unterscheidet damit ausdrücklich zwischen der Sperrung für den gewöhnlichen Autoverkehr und der weiterhin zulässigen Nutzung durch Rettungsdienste und andere Einsatzkräfte.

Auswirkungen auf S-Bahn, Busse und Straßenbahnen

Die Hackerbrücke ist zugleich ein wichtiger Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Unmittelbar unter der Brücke liegt die gleichnamige S-Bahnstation. Am nördlichen Ende befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof. Außerdem bedienen die Münchner Straßenbahnlinien 16 und 17 die Haltestelle Hackerbrücke an der Arnulfstraße.

Die Straßenbahngleise dieser Linien verlaufen nicht über die zu sperrende Straßenbrücke. Eine Unterbrechung der Straßenbahnlinien 16 und 17 wegen der angekündigten Kabelarbeiten wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Auch konkrete Änderungen an städtischen Buslinien wurden für die November-Sperrung zunächst nicht veröffentlicht. Ob reguläre Busfahrten im Bereich der Brücke gesondert angepasst werden müssen, blieb offen. Die ausdrückliche Durchfahrterlaubnis der Stadt bezieht sich auf Einsatzfahrzeuge, nicht auf den gewöhnlichen Busverkehr.

Für S-Bahn-Fahrgäste ist insbesondere die Erreichbarkeit der Station relevant. Während der ersten Bauphase verweist das Baureferat auf den Zugang über die westliche Brückenseite. Eine vollständige Sperrung der S-Bahnstation aufgrund der Arbeiten an der Brücke wurde nicht angekündigt.

Strom- und Fernmeldekabel werden vor der Sanierung verlegt

Die Vollsperrung im November dient noch nicht der eigentlichen Instandsetzung der historischen Brückenkonstruktion. Zunächst müssen technische Leitungen verlegt werden, die bislang innerhalb der Fahrbahnplatte verlaufen.

Nach Angaben des Baureferats handelt es sich um Fernmelde- und Stromkabel. Für diese Leitungen wird ein provisorisches Gerüst errichtet. Auf dieses werden die Kabel verlegt, damit die späteren Sanierungsarbeiten an der Brücke durchgeführt werden können.

Die Vorbereitungen stehen damit in direktem Zusammenhang mit dem größeren Bauprojekt, das die Stadt bereits beschlossen hat. Die provisorische Leitungsführung soll die Voraussetzungen für die Arbeiten an der Stahl- und Betonkonstruktion schaffen.

Die aktuelle Maßnahme ist nach Angaben der Stadt bis Ende November vorgesehen. Die anschließende Generalinstandsetzung ist dagegen ein eigenständiges Projekt mit einer deutlich längeren Bauzeit.

Generalsanierung der Hackerbrücke kostet rund 50 Millionen Euro

Die Hackerbrücke wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und gehört zu den historischen Stahlbogenbrücken Münchens. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist rund 174 Meter lang und überspannt zahlreiche Bahngleise im westlichen Vorfeld des Hauptbahnhofs.

Bei regelmäßigen Bauwerksprüfungen wurden erhebliche Schäden an den beiden Haupttragwerken festgestellt. Nach Angaben der Landeshauptstadt ergaben weitere Untersuchungen dringenden Sanierungsbedarf an der Beton- und Stahlkonstruktion. Um zusätzliche Schäden zu vermeiden, wurde die zulässige Belastung bereits auf 18 Tonnen begrenzt.

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats genehmigte das Sanierungsprojekt am 2. Dezember 2025. Die Stadt bezifferte die Projektkosten damals auf rund 50 Millionen Euro.

Für die eigentliche Generalinstandsetzung ist eine Bauzeit von etwa drei Jahren vorgesehen. Der Beginn wurde in der städtischen Projektgenehmigung für 2027 eingeplant. Der genaue Zeitplan hängt auch vom Fortschritt der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke und den damit verbundenen Arbeiten der Deutschen Bahn ab.

Die Brücke soll abschnittsweise saniert werden. Dabei wird zunächst eine Hälfte instand gesetzt, während die andere für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung steht. Anschließend wechseln die Arbeiten auf die andere Brückenseite.

Während der umfangreichen Sanierung soll der gewöhnliche Autoverkehr die Hackerbrücke nicht nutzen können. Die Stadt sieht außerdem vor, gleichzeitige Instandsetzungsarbeiten auf der Oberfläche der Donnersbergerbrücke zu vermeiden, damit diese als wichtige Umleitungsverbindung erhalten bleibt.

Künftige Nutzung der Hackerbrücke nach der Sanierung noch offen

Neben dem baulichen Zustand beschäftigt die Stadt auch die Frage, wie die Hackerbrücke nach Abschluss der Arbeiten künftig genutzt werden soll. Eine dauerhafte Sperrung für private Autos ist bislang nicht als verbindlich beschlossene Folge der Sanierung bestätigt.

Bereits im Dezember 2024 hatte die Stadtratsfraktion Die Grünen und Rosa Liste vorgeschlagen, die mehrjährige Bauphase zur Untersuchung einer veränderten Verkehrsführung zu nutzen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, ob die Brücke künftig stärker dem Fuß- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln vorbehalten bleiben könnte.

Auch der Bayerische Rundfunk berichtete am 3. Dezember 2025 über die weiterhin offene Diskussion zur künftigen Autonutzung. Ein abschließender Beschluss über eine dauerhafte Verkehrsregelung wurde dabei nicht genannt.

Fest steht zunächst die bevorstehende Sperrung im November 2026. Für Autofahrer beginnt sie nach aktueller Ankündigung voraussichtlich am 9. November und soll bis Ende des Monats dauern. Fußgänger, Radfahrer und Einsatzfahrzeuge dürfen die Hackerbrücke während dieser Vorarbeiten weiterhin nutzen.

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