Verdis Requiem auf ARTE: Riccardo Chailly verabschiedet sich mit Anna Netrebko von der Mailänder Scala

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Am Sonntag, 1. November 2026, zeigt ARTE um 16:55 Uhr eine besondere Konzertproduktion aus einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Auf dem Programm steht Giuseppe Verdis Requiem mit Riccardo Chailly am Dirigentenpult und Anna Netrebko als Solistin. Die Aufführung aus der Mailänder Scala ist zugleich mit dem Abschied des langjährigen Musikdirektors verbunden. Für das europäische Fernsehpublikum bietet die Übertragung an Allerheiligen einen Einblick in eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen des 19. Jahrhunderts.

Anzeige

Verdis Requiem heute auf ARTE: Sendezeit und Programm

Die Ausstrahlung beginnt nach dem aktuellen offiziellen Fernsehprogramm von ARTE am 1. November 2026 um 16:55 Uhr. Das Konzert endet planmäßig um 18:30 Uhr. Einzelne Programmübersichten geben den Beginn bereits mit 16:50 Uhr an. Das Ende des Sendeplatzes ist dagegen übereinstimmend mit 18:30 Uhr angegeben.

Die Fernsehproduktion trägt den Titel „Giuseppe Verdi: Requiem – Mailänder Scala 2026“. Sie wird als Konzertproduktion aus Italien und Frankreich geführt. Die eigentliche Onlinefassung hat eine Länge von rund 94 Minuten.

Für das deutsche Fernsehen ist die Ausstrahlung als Premiere angekündigt. ARTE stellt das Konzert zudem am selben Tag über seine Streamingplattform zur Verfügung. Damit erreicht die Aufführung ein internationales Publikum, das die Konzerte in Mailand nicht vor Ort verfolgen konnte.

Anzeige

Riccardo Chailly nimmt Abschied von der Mailänder Scala

Im Mittelpunkt steht der italienische Dirigent Riccardo Chailly, der seit 2015 als Musikdirektor die musikalische Entwicklung der Mailänder Scala geprägt hat. Nach mehr als zehn Jahren in dieser Funktion ist sein Rückzug aus gesundheitlichen Gründen angekündigt.

Für seinen Abschied wählte Chailly Verdis Messa da Requiem. Die Komposition für Solisten, Chor und Orchester verbindet die Tradition der katholischen Totenmesse mit einer musikalischen Ausdruckskraft, die auch an Verdis große Opern erinnert.

Chailly blickt auf eine jahrzehntelange internationale Karriere zurück. Er arbeitete unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Lucerne Festival Orchestra zusammen. Bereits zu Beginn seiner Laufbahn war er Assistent des Dirigenten Claudio Abbado.

Die Scala veranstaltete die Requiem-Konzerte am 28. und 30. Oktober 2026. Beide Aufführungen begannen um 20 Uhr. Die Fernsehfassung wurde für die Ausstrahlung am 1. November produziert. Welcher Konzertabend der Aufnahme genau zugrunde liegt, ist nicht eindeutig ausgewiesen.

Anna Netrebko und weitere Solisten begleiten das Konzert

Die Aufführung vereint international erfahrene Sängerinnen und Sänger mit dem Orchester und Chor der Mailänder Scala. Als Sopranistin wirkt Anna Netrebko mit. Sie verbindet mit Riccardo Chailly eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit.

Netrebko sang unter seiner musikalischen Leitung bereits bei mehreren Saisoneröffnungen der Scala. Dazu gehörten Verdis „Giovanna d’Arco“ im Jahr 2015, Puccinis „Tosca“ 2019, Verdis „Macbeth“ 2021 und „Don Carlo“ 2023.

Die Mezzosopranpartie der Oktoberkonzerte übernahm Caterina Piva. Als Bass war Michele Pertusi beteiligt. Bei der Tenorbesetzung gab es kurzfristig eine Änderung: Antonio Poli sang am 28. Oktober, konnte beim zweiten Konzert am 30. Oktober jedoch wegen einer plötzlichen Erkrankung nicht auftreten. Francesco Meli übernahm seinen Part.

Das Orchestra del Teatro alla Scala und der Coro del Teatro alla Scala bilden das musikalische Fundament der Aufführung. Die Leitung des Chores liegt bei Alberto Malazzi. Riccardo Chailly verantwortet die musikalische Gesamtleitung.

Warum Giuseppe Verdis Requiem bis heute eine besondere Stellung hat

Giuseppe Verdi komponierte seine Messa da Requiem im Jahr 1873 zum Gedenken an den italienischen Schriftsteller Alessandro Manzoni, der im selben Jahr gestorben war. Beide Persönlichkeiten waren eng mit der kulturellen und politischen Entwicklung Italiens während des Risorgimento verbunden.

Die Uraufführung fand am 22. Mai 1874 statt, genau ein Jahr nach Manzonis Tod. Damit erhielt die Komposition von Beginn an einen konkreten historischen Anlass.

Anders als eine ausschließlich liturgisch geprägte Totenmesse entfaltet Verdis Requiem eine ausgeprägt dramatische musikalische Sprache. Besonders bekannt ist das „Dies irae“, dessen kraftvolle Orchester- und Chorpassagen die Vorstellung vom Jüngsten Gericht musikalisch gestalten.

Daneben stehen ruhigere Abschnitte, in denen einzelne Gesangsstimmen, Chor und Orchester in einen intensiven Dialog treten. Das abschließende „Libera me“ zählt zu den zentralen Teilen des Werkes.

Die Komposition gehört heute zum festen Repertoire großer internationaler Konzertveranstalter und Sinfonieorchester. Ihre Verbindung aus geistlicher Thematik und opernhafter Ausdruckskraft macht sie sowohl für ein klassisches Konzertpublikum als auch für Operninteressierte zugänglich.

Konzert an Allerheiligen auch in der ARTE-Mediathek

Der Sendetermin am 1. November fällt auf Allerheiligen, einen christlichen Gedenktag, der insbesondere in katholisch geprägten Regionen begangen wird. Die Wahl einer Totenmesse für das Fernsehprogramm stellt damit auch einen thematischen Bezug zum Kalender her.

Wer die Ausstrahlung am Sonntagnachmittag verpasst, kann die Konzertproduktion über ARTE Concert beziehungsweise die Mediathek des Senders abrufen. Die Onlineveröffentlichung beginnt am 1. November 2026. Als Ende der Verfügbarkeit nennt ARTE den 29. Januar 2027. Je nach Aufenthaltsland können Einschränkungen bei der Wiedergabe bestehen.

Die Konzertaufzeichnung verbindet damit mehrere außergewöhnliche Aspekte: eines der bekanntesten Werke von Giuseppe Verdi, die musikalischen Ensembles der Mailänder Scala, prominente internationale Solisten und den Abschied eines Dirigenten, der das italienische Opernhaus seit 2015 maßgeblich geprägt hat.

Mit der deutschen TV-Premiere macht ARTE dieses Konzert nur wenige Tage nach den Aufführungen in Mailand einem breiten Fernsehpublikum zugänglich.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu