DAX vor US-Zwischenwahlen: Futures legen nach Verlusten wieder zu

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Frankfurt. Der deutsche Aktienmarkt geht mit leicht positiven Signalen aus dem Terminhandel in die neue Woche. Nachdem der DAX am Freitag deutlich nachgegeben hatte, notierten die DAX-Futures am frühen Montagmorgen, 2. November 2026, wieder etwas höher. Im Mittelpunkt der kommenden Handelstage stehen die US-Zwischenwahlen am Dienstag, neue amerikanische Arbeitsmarktdaten und zahlreiche Quartalsberichte großer Unternehmen.

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DAX-Futures am Montagmorgen im Plus

Der DAX hatte den Freitagshandel an der Frankfurter Börse mit einem Rückgang von 221,47 Punkten oder 0,85 Prozent beendet. Zum Xetra-Kurszeitpunkt am 30. Oktober 2026 um 17:50 Uhr lag der deutsche Leitindex bei 25.818,21 Punkten, wie die Kursdaten der Börse Stuttgart zeigen. Einen Tag zuvor hatte der Schlussstand noch bei 26.039,68 Punkten gelegen.

Am frühen Montagmorgen deutete der Terminhandel auf eine leichte Erholung hin. Der an der Eurex gehandelte DAX-Future mit Fälligkeit im Dezember 2026 lag laut der zeitverzögerten Kursanzeige von Investing.com bei 25.979 Punkten. Der Zeitstempel der Anzeige lautete 04:35:28 Uhr am 2. November. Gegenüber dem Abrechnungspreis vom Freitag von 25.913 Punkten entsprach das einem Anstieg um 66 Punkte oder rund 0,25 Prozent.

Der Future bildet Erwartungen im Terminhandel ab und ist nicht mit dem regulären DAX-Stand auf Xetra gleichzusetzen. Eine tatsächliche Eröffnung des Leitindex am Montag lässt sich daraus noch nicht ableiten.

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US-Zwischenwahlen am Dienstag rücken in den Mittelpunkt

Ein wichtiger politischer Termin folgt bereits am Dienstag, 3. November 2026. In den Vereinigten Staaten finden die sogenannten Midterms statt. Bei den Zwischenwahlen werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 Sitze im Senat vergeben. Der Termin ist von der amerikanischen Wahlbehörde Federal Election Commission bestätigt.

Die Abstimmung entscheidet über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress und damit über die parlamentarischen Handlungsmöglichkeiten von US-Präsident Donald Trump in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit. Dazu zählen insbesondere Vorhaben in der Wirtschafts-, Steuer- und Haushaltspolitik.

Für international tätige Unternehmen können die künftigen politischen Rahmenbedingungen in den USA erhebliche Bedeutung haben. Auch deutsche Konzerne mit umfangreichen Geschäften auf dem amerikanischen Markt verfolgen die Entwicklungen.

Welche Auswirkungen das Wahlergebnis auf die Finanzmärkte haben wird, ist vor der Abstimmung offen. Hinzu kommt, dass bei knappen Mehrheitsverhältnissen möglicherweise nicht alle politischen Konsequenzen unmittelbar in der Wahlnacht feststehen.

US-Arbeitsmarktdaten und Inflation bestimmen den Konjunkturkalender

Neben den politischen Ereignissen stehen mehrere Konjunkturveröffentlichungen an. Bereits am Montag, 2. November, wird um 16 Uhr deutscher Zeit der amerikanische ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Die Kennzahl liefert Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung der US-Industrie. Am Mittwoch, 4. November, folgt der entsprechende Index für den Dienstleistungssektor.

Am Dienstag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die JOLTS-Statistik zu offenen Stellen für September. Ebenfalls für Dienstag ist die erste Eurostat-Schätzung zur Inflation im Euroraum für Oktober vorgesehen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem offiziellen amerikanischen Arbeitsmarktbericht für Oktober. Das Bureau of Labor Statistics hat dessen Veröffentlichung für Freitag, 6. November 2026, um 8:30 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit angekündigt. In Deutschland entspricht das 14:30 Uhr. Der Bericht enthält unter anderem Angaben zur Beschäftigungsentwicklung außerhalb der Landwirtschaft, zur Arbeitslosenquote und zur Lohnentwicklung.

Die Zahlen folgen auf die jüngste geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank. Die Federal Reserve hatte ihren Leitzinskorridor am 28. Oktober bei 3,75 bis 4,00 Prozent belassen. Die Entscheidung fiel mit zehn zu zwei Stimmen. Zwei Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sprachen sich für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte aus.

Damit dürften die Arbeitsmarktdaten auch für die weitere Diskussion über die amerikanische Zinspolitik eine wichtige Rolle spielen.

BMW, Fresenius, DHL und Telekom veröffentlichen Quartalszahlen

Auch die laufende Berichtssaison liefert in dieser Woche zahlreiche neue Unternehmensdaten. Unter anderem stehen bei mehreren deutschen Konzernen Veröffentlichungen zum dritten Quartal beziehungsweise zu den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres an.

Am Dienstag, 3. November, legt Fresenius Medical Care seine Quartalsergebnisse vor. Für Mittwoch, 4. November, haben BMW und Fresenius ihre Geschäftszahlen angekündigt. Am Donnerstag, 5. November, folgen die DHL Group und die Deutsche Telekom.

In den USA stehen ebenfalls bedeutende Quartalsberichte an. Der Softwarekonzern Palantir veröffentlicht seine Zahlen am Montag nach US-Börsenschluss. Der Chiphersteller AMD folgt am Dienstag, Qualcomm am Mittwoch. Die Ergebnisse liefern unter anderem neue Einblicke in die Entwicklung des amerikanischen Technologiegeschäfts.

Bank of England und deutsche Industriedaten folgen am Donnerstag

Eine weitere geldpolitische Entscheidung steht am Donnerstag, 5. November, in Großbritannien an. Die Bank of England veröffentlicht dann ihren nächsten Zinsbeschluss und ihren geldpolitischen Bericht. Der britische Leitzins liegt vor dieser Sitzung bei 3,75 Prozent.

Für die deutsche Wirtschaft folgen ebenfalls wichtige Veröffentlichungen. Am Donnerstag werden die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe für September bekannt gegeben. Am Freitag veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Produktionsdaten für denselben Monat. Beide Termine sind im offiziellen Veröffentlichungskalender des Bundeswirtschaftsministeriums aufgeführt.

Für den DAX treffen damit in der ersten Novemberwoche politische Entscheidungen, neue Konjunkturdaten und Unternehmensbilanzen aufeinander. Der leichte Anstieg der Futures am Montagmorgen ist zunächst ein positives Signal aus dem Terminhandel. Wie sich der Leitindex im regulären Frankfurter Handel entwickelt, ist damit noch nicht entschieden.

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