Deutsche Telekom hebt Jahresprognose an und plant Rekorddividende

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Deutsche Telekom erwartet für 2026 ein höheres operatives Ergebnis und stellt ihren Aktionären eine Rekorddividende in Aussicht. Nach den am Donnerstag, 5. November 2026, bekannt gewordenen Geschäftszahlen hebt der Konzern seine Jahresprognose erneut an. Ausschlaggebend sind insbesondere die gestiegenen Erwartungen an die amerikanische Tochtergesellschaft T-Mobile US. Gleichzeitig kündigt die Telekom weitere Aktienrückkäufe an. Damit setzt das Unternehmen seine Strategie fort, einen Teil seiner finanziellen Mittel an die Anteilseigner zurückzugeben.

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Deutsche Telekom erhöht Ergebnisprognose auf 47,6 Milliarden Euro

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Deutsche Telekom nun mit einem bereinigten operativen Ergebnis nach Leasingkosten von rund 47,6 Milliarden Euro. Bislang hatte die Prognose bei etwa 47,5 Milliarden Euro gelegen. Damit erhöht der Konzern seinen Ergebnisausblick um rund 100 Millionen Euro.

Die Kennzahl EBITDA AL beschreibt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen unter Berücksichtigung der Leasingkosten. Sie dient insbesondere in der Telekommunikationsbranche als Maßstab für die operative Ertragskraft. Mit dem tatsächlich verbleibenden Konzerngewinn ist sie nicht gleichzusetzen.

Die erneute Anhebung geht vor allem auf die bessere Geschäftsentwicklung in den Vereinigten Staaten zurück. Dort betreibt die Deutsche Telekom mit T-Mobile US einen der großen Mobilfunkanbieter des Landes.

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Aktionäre sollen Rekorddividende erhalten

Neben der verbesserten Prognose kündigt die Deutsche Telekom eine höhere Dividende an. Für das Geschäftsjahr 2026 sollen die Aktionäre 1,10 Euro je Aktie erhalten. Das wären zehn Prozent mehr als für 2025, als eine Dividende von 1,00 Euro ausgeschüttet wurde.

Mit dem angekündigten Betrag würde die Telekom einen neuen Höchstwert bei ihrer Dividende erreichen. Die Auszahlung für das Geschäftsjahr 2026 erfolgt allerdings erst nach der entsprechenden Beschlussfassung der Hauptversammlung im Jahr 2027.

Zusätzlich plant der Konzern, im kommenden Jahr eigene Aktien im Wert von bis zu zwei Milliarden Euro zurückzukaufen. Bereits für 2026 hatte die Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm im August auf ein mögliches Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro ausgeweitet. Durch den Rückkauf eigener Aktien kann sich die Zahl der umlaufenden Anteilsscheine verringern.

T-Mobile US steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Die amerikanische Tochtergesellschaft hat bereits am 28. Oktober ihre Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt. T-Mobile US erzielte zwischen Juli und September einen Serviceumsatz von rund 19,4 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Nettogewinn erhöhte sich um 27 Prozent auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach der von T-Mobile US verwendeten Definition stieg um elf Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar.

Auch die Kundenbasis entwickelte sich positiv. Im dritten Quartal gewann T-Mobile US netto 274.000 zusätzliche Vertragskundenkonten. Insgesamt verfügte das Unternehmen Ende September über rund 35 Millionen solcher Konten.

Nach diesen Ergebnissen erhöhte die US-Tochter auch ihre eigene Prognose für das operative Ergebnis und den bereinigten freien Cashflow. Die Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Erwartungen des deutschen Mutterkonzerns aus.

Deutschland bleibt wichtiger Markt für Mobilfunk und Glasfaser

Während das amerikanische Geschäft einen erheblichen Teil zum Konzernergebnis beiträgt, konzentriert sich die Deutsche Telekom in Deutschland weiterhin auf den Ausbau von Glasfaseranschlüssen und Mobilfunknetzen.

Im zweiten Quartal 2026 hatte das Unternehmen im deutschen Geschäftssegment einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro erzielt. Das entsprach einem Wachstum von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte operative Ergebnis nach Leasingkosten lag bei rund 2,7 Milliarden Euro.

Bei den Glasfaseranschlüssen verzeichnete der Konzern im selben Zeitraum 161.000 zusätzliche Nutzer mit einem direkten Glasfaseranschluss. Gleichzeitig ging die Gesamtzahl der Breitbandkunden um 20.000 zurück. Im Mobilfunk gewann die Telekom dagegen weitere Vertragskunden hinzu.

Damit bleibt neben dem Netzausbau auch die tatsächliche Nutzung der neuen Glasfaseranschlüsse ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Deutschlandgeschäfts.

US-Geschäft prägt die weiteren Wachstumsaussichten

Die Entwicklung von T-Mobile US bleibt für die Deutsche Telekom von zentraler Bedeutung. Bereits im ersten Halbjahr 2026 stammte der überwiegende Teil des Konzernumsatzes aus dem Ausland. Im zweiten Quartal lag dieser Anteil bei 77,6 Prozent.

Das starke US-Geschäft bietet dem Konzern zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, führt aber zugleich zu einer erheblichen Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Entwicklungen und Wettbewerbsbedingungen in den Vereinigten Staaten. Auch Veränderungen des Euro-Dollar-Wechselkurses können die in Euro ausgewiesenen Geschäftszahlen beeinflussen.

Mit der erneuten Prognoseanhebung und der geplanten Rekorddividende bekräftigt die Deutsche Telekom ihre Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr. Die tatsächliche Jahresbilanz wird der Konzern voraussichtlich am 25. Februar 2027 vorlegen.

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