Rindfleischsalami wegen STEC-Bakterien zurückgerufen: 15 Bundesländer betroffen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Der Fleischwarenhersteller Peter Faden aus Norderstedt in Schleswig-Holstein ruft zahlreiche Rindfleischsalami-Produkte zurück. Bei einer Einzeluntersuchung wurden Bakterien nachgewiesen, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können. Der Rückruf von Rindfleischsalami betrifft insgesamt 14 Produktvarianten mit unterschiedlichen Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten. Nach Angaben des amtlichen Portals lebensmittelwarnung.de wurden die Waren in 15 Bundesländern verkauft.

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Rückruf betrifft auch die Marken Stockhausen und BEST

Hinter dem Rückruf steht die Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & Co. KG. Das Unternehmen hat die betroffenen Produkte vorsorglich zurückgerufen, nachdem bei einer Einzeluntersuchung Shigatoxin bildende Escherichia coli, kurz STEC, festgestellt worden waren.

Die Rückrufaktion umfasst unterschiedliche Varianten von Rinder-Peperonisalami, Rindfleischsalami und Pizza-Rindfleischsalami. Betroffen sind sowohl geschnittene Produkte als auch größere Verpackungseinheiten. Die Waren werden unter anderem unter den Namen Peter Faden, Stockhausen und BEST angeboten.

Die Rückrufmeldung nennt folgende 14 Produktvarianten:

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Rinder-Peperonisalami halal, 1.000 Gramm

Rindfleischsalami halal Kal. 60, 500 Gramm, 1.000 Gramm und 2 × 500 Gramm

Rindfleischsalami halal Kal. 80, 500 Gramm, 1.000 Gramm und 2 × 500 Gramm

Rindfleischsalami rein Rind Kal. 80, 500 Gramm und 1.000 Gramm

Rindfleischsalami rein Rind halal Kal. 80, Vakuumverpackung

Rindfleischsalami Kappen halal

Rindfleischsalami-Scheiben halal

Pizza Rindfleischsalami halal Kal. 60, 500 Gramm und 1.000 Gramm

Diese Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten sind betroffen

Die Rückrufaktion umfasst 43 aufgeführte Chargen mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 23. Oktober und dem 22. Dezember 2026. Dabei sind nicht sämtliche Tage innerhalb dieses Zeitraums betroffen. Verbraucher sollten deshalb sowohl die Chargennummer als auch das Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihrer Verpackung kontrollieren.

Für Oktober 2026 werden folgende Chargen mit zugehörigem Mindesthaltbarkeitsdatum genannt: 260904 (23.10.), 260907 (26.10.), 260908 (27.10.), 260909 (28.10.), 260910 (29.10.) und 260911 (30.10.).

Für November 2026 sind aufgeführt: 260914 (02.11.), 260915 (03.11.), 260916 (04.11.), 260917 (05.11.), 260918 (06.11.), 260921 (09.11.), 260922 (10.11.), 260923 (11.11.), 260926 (12.11.), 260927 (13.11.), 260928 (16.11.), 260929 (17.11.), 260930 (18.11.), 261001 (19.11.), 261002 (20.11.), 261005 (23.11.), 261006 (24.11.), 261007 (25.11.), 261008 (26.11.), 261009 (27.11.) und 261012 (30.11.).

Für Dezember 2026 nennt die Rückrufmeldung diese Chargen: 261013 (01.12.), 261014 (02.12.), 261015 (03.12.), 261016 (04.12.), 261019 (07.12.), 261020 (08.12.), 261021 (09.12.), 261022 (10.12.), 261023 (11.12.), 261026 (14.12.), 261027 (15.12.), 261028 (16.12.), 261029 (17.12.), 261030 (18.12.), 261102 (21.12.) und 261103 (22.12.).

Die Angaben gelten für die in der Rückrufmeldung aufgeführten Produktvarianten. Eine gesonderte Zuordnung einzelner Chargen zu bestimmten Salamisorten enthält die veröffentlichte Unternehmensinformation nicht.

Rindfleischsalami in fast allen Bundesländern verkauft

Die betroffenen Produkte wurden nach Angaben der amtlichen Lebensmittelwarnung in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertrieben.

Damit erstreckt sich die Rückrufaktion auf nahezu das gesamte Bundesgebiet. Lediglich das Saarland wird in der Warnmeldung vom 6. November nicht als betroffenes Bundesland aufgeführt. Konkrete Handelsketten oder Verkaufsstellen werden in der veröffentlichten Rückrufmeldung nicht benannt.

STEC-Bakterien können schwere Erkrankungen auslösen

Auslöser der Rückrufaktion ist der Nachweis von Shigatoxin bildenden Escherichia coli. Diese Bakterien können Giftstoffe produzieren, die beim Menschen erhebliche gesundheitliche Beschwerden verursachen. Sie werden häufig auch als EHEC bezeichnet.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung können STEC-Infektionen Durchfall und Bauchschmerzen auslösen. In schweren Fällen kann es zu blutigem Durchfall und zum hämolytisch-urämischen Syndrom, kurz HUS, kommen. Diese Erkrankung kann die Nieren schädigen und bis zum Nierenversagen führen.

Die ersten Beschwerden treten häufig einige Tage nach einer Infektion auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt eine mögliche Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen. Besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe sind unter anderem kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Wer nach dem Verzehr eines möglicherweise betroffenen Produkts starke Bauchschmerzen, Durchfall oder insbesondere blutigen Durchfall entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf den möglichen Zusammenhang mit der zurückgerufenen Salami hinweisen.

Hersteller erstattet Kaufpreis auch ohne Kassenbon

Der Hersteller weist darauf hin, dass STEC-Bakterien durch ausreichende Erhitzung abgetötet werden können. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung muss das Lebensmittel dazu an allen Stellen für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 Grad Celsius erreichen.

Bei nicht ausreichend erhitzter Salami besteht dagegen ein Infektionsrisiko. Auch bei der Verarbeitung können Bakterien über Hände, Messer oder Arbeitsflächen auf andere Lebensmittel übertragen werden.

Das Unternehmen bittet Kunden deshalb, betroffene Produkte nicht zu verzehren oder zu verarbeiten, wenn keine vollständige Durcherhitzung vorgesehen ist oder Zweifel an einer ausreichenden Erhitzung bestehen.

Die zurückgerufene Ware kann am jeweiligen Einkaufsort zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird nach Angaben des Herstellers auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.

Für Rückfragen steht der Kundenservice der Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & Co. KG unter der Telefonnummer 040 5239061 zur Verfügung. Er ist nach Unternehmensangaben von 7.30 bis 17 Uhr erreichbar. Alternativ können Verbraucher eine E-Mail an [email protected] senden.

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