
Die Einführung eines ungewöhnlichem Projekts in Münster nimmt Gestalt an: Die Einführung von Wetter-Ampeln. Ein entsprechender Antrag in der Bezirksvertretung Mitte wurde einstimmig angenommen. Wetter-Ampeln in Münster sollen den Radverkehr selbst bei schlechtem Wetter attraktiver machen. Als Fahrradhauptstadt Deutschlands will Münster so seine Lebensqualität steigern und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Der Antrag wurde von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Volt (Dr. Grewer) und FDP (Herr Czwikla) initiiert. Die einstimmige Annahme durch die Bezirksvertretung Mitte zeigt die breite Unterstützung für dieses ungewöhnliche Projekt. Ziel ist ein Verkehrsversuch mit wetterabhängigen, lichtsignalgesteuerten Vorfahrtssystemen für Radfahrende.
Wetter-Ampeln sind ein neues Vorfahrtssystem, das speziell Radfahrer und Fußgänger bei Regen und Schnee unterstützt. Durch den Einsatz aktueller Wetterdaten aktivieren sich die Ampeln automatisch, wenn die Bedingungen schlechter werden. Radfahrer werden über Detektoren schon aus etwa 50 Metern Entfernung erfasst, sodass sie schneller Grün bekommen. Dieses System ermöglicht einen flüssigen Übergang und reduziert Wartezeiten.
Die Wetter-Ampeln in Münster sollen den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad erleichtern. Gerade bei Regen oder Schnee entscheiden sich viele für das Auto. Mit kürzeren Wartezeiten an Ampeln könnten jedoch mehr Menschen das Fahrrad nutzen. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Reduzierung des PKW-Verkehrs bei und ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Masterplans Mobilität 2035+ sowie des Masterplans 100% Klimaschutz.
Das Konzept der Wetter-Ampeln ist ungewöhnlich und in Deutschland noch selten zu finden. Allerdings hat Oldenburg bereits grünes Licht für einen ähnlichen Verkehrsversuch gegeben. In den Niederlanden sind Wetter-Ampeln hingegen weit verbreitet und haben sich dort bewährt. Münster könnte sich mit diesem Projekt als Vorreiter für innovative Mobilitätslösungen positionieren.
Für den Testbetrieb stehen mehrere Strecken zur Auswahl:
Nach der Erprobung soll entschieden werden, ob die Wetter-Ampeln dauerhaft installiert werden. Langfristiges Ziel ist die Förderung klimafreundlicher Mobilität und der Ausbau des Radverkehrs.