
Münster. Der diesjährige Herbstsend Münster ist am Sonntagabend zu Ende gegangen – und viele Schausteller zeigen sich unzufrieden. Es kamen in den neun Veranstaltungstagen nur rund 60.000 Besucherinnen und Besucher auf den Schlossplatz. Erwartet worden war etwa das Doppelte. Verantwortlich für das schwache Ergebnis waren vor allem Regen, Wind und ungewöhnlich kühle Temperaturen, die in den ersten Tagen für leere Reihen an den Fahrgeschäften sorgten. Erst gegen Ende der Woche besserte sich das Wetter etwas, doch auch dann blieb der große Ansturm aus.
Besonders betroffen waren laut Schaustellerverband die Betreiber von Kinderkarussells und Familiengeschäften. Viele Eltern hätten wegen des ungemütlichen Wetters auf einen Besuch verzichtet.
Erst am Freitagabend herrschte auf dem Schlossplatz zeitweise dichter Andrang. Das traditionelle Feuerwerk bildete den Höhepunkt der Veranstaltung und sorgte zumindest an diesem Abend für gut gefüllte Gänge.
Die Stadt Münster hatte die Veranstaltung trotz wechselhafter Wetterlage planmäßig durchgeführt. Zwischenzeitlich starke Windböen führten zwar zu Einschränkungen einzelner Fahrgeschäfte, machten aber keine vollständige Unterbrechung des Betriebs notwendig. Insgesamt verlief das Volksfest ohne größere Zwischenfälle.
Trotz der wirtschaftlich schwachen Ergebnisse ziehen die Verantwortlichen in einem Punkt eine positive Bilanz: Die in diesem Jahr verstärkten Einlasskontrollen und Sicherheitsmaßnahmen haben sich nach Angaben des Schaustellerverbands bewährt. Zu größeren Zwischenfällen oder Rangeleien sei es während der gesamten Laufzeit nicht gekommen.
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