
Münster/Düsseldorf. Die Zahl unbesetzter Schulleitungsstellen beschäftigt seit Jahren viele Schulen in Nordrhein-Westfalen – nun rückt auch Münster in den Fokus einer neuen parlamentarischen Anfrage. Die Landtagsabgeordneten Franziska Müller-Rech und Henning Höne (FDP) wollen von der Landesregierung wissen, an welchen Schulen der Stadt derzeit Leitungspositionen unbesetzt sind und seit wann diese Vakanzen bestehen. Hintergrund der Initiative ist die Sorge, dass fehlende Führungskräfte die Qualität des Schulbetriebs belasten und notwendige Entwicklungsprozesse ausbremsen.
Landesweit zeigt sich ein deutliches Bild. Nach jüngsten Angaben aus dem Landtag waren im vergangenen Jahr mehrere hundert Schulleitungs- und Stellvertretungsstellen an öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen unbesetzt. Insbesondere Grundschulen und Einrichtungen mit hohem Sozialindex stehen häufig vor der Herausforderung, dass Leitungsaufgaben kommissarisch übernommen werden müssen. Damit gehen erhöhte Belastungen für Lehrkräfte und Verzögerungen bei zentralen Aufgaben wie Personalentwicklung, Digitalisierung oder Förderkonzepten einher.
Der Regierungsbezirk Münster ist von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen. Dort wurde bereits mehrfach auf die angespannte Lage an Schulen mit vakanten Leitungsstellen hingewiesen. Genauere Daten für die Stadt Münster selbst sind bislang jedoch nicht öffentlich im Detail ausgewiesen – eine Lücke, die die FDP nun schließen möchte.
In ihrer Kleinen Anfrage vom 19. November 2025 richten Müller-Rech und Höne vier zentrale Fragen an die Landesregierung. Sie verlangen eine vollständige Aufstellung aller Münsteraner Schulen, an denen aktuell mindestens eine Leitungsstelle oder eine Stellvertretung unbesetzt ist. Gefragt wird auch nach Schulform, Schulträger und Sozialindex sowie danach, welche Vakanzen bereits länger als ein halbes Jahr bestehen.
Darüber hinaus möchten die Abgeordneten wissen, wie hoch der prozentuale Anteil der betroffenen Schulen in Münster ist und mit welchen Maßnahmen das Schulministerium plant, die Besetzungsverfahren künftig zu beschleunigen. Die FDP verweist darauf, dass eine stabile Führung für die Qualität des Unterrichts und für die Weiterentwicklung einer Schule entscheidend sei – insbesondere an Standorten, die aufgrund ihres Sozialindex vor besonderen pädagogischen Herausforderungen stehen.
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Die Besetzung von Schulleitungsstellen ist in Münster seit Jahren ein wiederkehrendes Thema in Schulkonferenzen, Bezirksvertretungen und städtischen Gremien. Während einige Schulen über längere Zeit kommissarisch geführt werden, sind gleichzeitig Leitungsaufgaben komplexer geworden. Die Umsetzung neuer Lehrpläne, Digitalisierung, Personalgewinnung und der steigende Bedarf an individueller Förderung erfordern klare Zuständigkeiten und ausreichend Ressourcen im Leitungsteam.
Mit der FDP-Anfrage rückt nun erstmals die konkrete Situation in Münster wieder in das Blickfeld der Landespolitik. Erst mit der Antwort des zuständigen Ministeriums wird sichtbar werden, an welchen Schulen der Stadt aktuell eine reguläre Leitung fehlt und wie lange die jeweiligen Stellen bereits unbesetzt sind. Die Daten sollen zugleich Aufschluss darüber geben, ob bestimmte Schulformen besonders betroffen sind und welche Standorte mit hohem Sozialindex besondere Unterstützung benötigen.
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