Messerangriff in Bielefeld: Auseinandersetzung endet mit drei Verletzten aus Ostbevern

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Foto: Ingo Kramarek

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Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Bielefelder Stadtteil Windflöte sind in der Nacht zu Donnerstag drei junge Männer verletzt worden, einer von ihnen lebensgefährlich. Der Vorfall ereignete sich auf einem Supermarktparkplatz an der Lippstädter Straße. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass der mutmaßliche Messerangreifer in einer Notwehrsituation gehandelt haben könnte.

Drei Verletzte nach nächtlicher Auseinandersetzung

Gegen 21.30 Uhr wurden Polizei und Rettungsdienste zu dem Parkplatz nahe der Friedrichsdorfer Straße gerufen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf mehrere Männer aus Ostbevern. Ein 21-Jähriger mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit erlitt Stichverletzungen, die zunächst als lebensgefährlich eingestuft wurden. Er musste notoperiert werden. Ein weiterer 20-jähriger Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit wurde schwer verletzt, ein ebenfalls 20-Jähriger, ebenfalls deutscher Staatsangehöriger, erlitt leichte Verletzungen. Ein 22-jähriger Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit blieb unverletzt.

Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht und medizinisch versorgt. Wie die Polizei später mitteilte, stabilisierte sich der Zustand des zunächst lebensgefährlich verletzten 21-Jährigen nach dem operativen Eingriff.

Ermittlungen deuten auf möglichen Notwehrkontext hin

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die vier jungen Männer gemeinsam mit einem weiteren bislang unbekannten Beteiligten einen 48-jährigen Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit angegriffen haben. Dabei soll es zu Schlägen und Tritten gegen den am Boden liegenden Mann gekommen sein. Zudem soll eine Schreckschusswaffe eingesetzt worden sein. Der 48-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

In dieser Situation habe sich der Mann mit einem Messer zur Wehr gesetzt und dabei drei der Angreifer verletzt. Anschließend habe er den Tatort verlassen. Im Rahmen einer umfangreichen Fahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, geriet der 48-Jährige in den Fokus der Ermittler. Er wurde am Donnerstagvormittag an seiner Wohnanschrift in Bielefeld angetroffen.

Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung

In seiner Vernehmung schilderte der Mann laut Polizei einen vorausgegangenen Konflikt zwischen seinem Sohn und den Männern aus Ostbevern. Demnach habe es auf dem Parkplatz zu einer Aussprache kommen sollen, die eskalierte. Auf Grundlage des bisherigen Ermittlungsstandes gehen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit davon aus, dass der 48-Jährige in einer Notwehrlage gehandelt haben könnte.

Gegen die Männer aus Ostbevern wurden Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt. Die Ermittlungen zu weiteren bislang unbekannten Beteiligten dauern an. Aufgrund der zunächst lebensbedrohlichen Verletzungen übernahm eine Mordkommission der Polizei Bielefeld die weiteren Ermittlungen.

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Erstmeldung

Bielefeld/Ostbevern. Bei einer Auseinandersetzung in Bielefeld sind in der Nacht zu Donnerstag, 18. Dezember, drei Männer aus Ostbevern durch Messerstiche verletzt worden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 21.30 Uhr auf einem Supermarktparkplatz an der Lippstädter Straße in Höhe der Friedrichsdorfer Straße. Die Feuerwehr informierte die Leitstelle der Polizei über mehrere verletzte Personen vor Ort.

Ein 21 Jahre alter Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste notoperiert werden. Ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt, ein weiterer 20-Jähriger erlitt leichte Verletzungen. Ein 22-Jähriger blieb unverletzt. Alle vier an der Auseinandersetzung beteiligten Männer wohnen in Ostbevern. Aufgrund der Schwere der Verletzungen übernahm eine Mordkommission der Polizei Bielefeld die Ermittlungen.

Polizei rekonstruiert den Ablauf der Auseinandersetzung

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen sollen die vier Männer aus Ostbevern gemeinsam mit mindestens einer weiteren, bislang unbekannten Person einen 48-jährigen Mann aus Bielefeld angegriffen haben. Dabei sei es zu Schlägen und Tritten gegen den Mann gekommen, als dieser am Boden lag. Nach Polizeiangaben wurde bei dem Angriff auch eine Schreckschusswaffe eingesetzt. Der 48-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung soll sich der Mann mit einem Messer zur Wehr gesetzt haben. Dabei wurden drei der Männer aus Ostbevern verletzt. Der 48-Jährige verließ anschließend den Tatort. Die Polizei leitete eine Fahndung ein, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Im Verlauf der Ermittlungen konnte der Mann am Donnerstagvormittag an seiner Wohnanschrift in Bielefeld angetroffen werden.

Ermittlungen zu Notwehr und weiteren Beteiligten dauern an

In seiner Vernehmung machte der 48-Jährige nach Angaben der Polizei Angaben zu einem bestehenden Konflikt zwischen seinem Sohn und den Männern aus Ostbevern. Demnach sei es auf dem Parkplatz zu einem Treffen gekommen, bei dem er unmittelbar angegriffen worden sei. Die Messerstiche habe er in einer Notwehrsituation gesetzt. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen diese Angaben derzeit.

Gegen die Männer aus Ostbevern wurden Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt, da sie im Verdacht stehen, den 48-Jährigen angegriffen zu haben. Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Beteiligten dauern an. Die eingesetzte Mordkommission mit dem Namen „Lippstadt“ wird von Erstem Kriminalhauptkommissar Markus Mertens geleitet.

Nach Angaben der Polizei hat sich der Zustand des zunächst lebensgefährlich verletzten 21-Jährigen nach der Notoperation stabilisiert. Weitere Angaben zum Fortgang der Ermittlungen machte die Polizei zunächst nicht.

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