
Mit Mut, Spielwitz und am Ende auch mit Leidensfähigkeit hat Preußen Münster sein Testspiel gegen Oud-Heverlee Leuven mit 2:1 gewonnen. In der Pinatar Arena zeigte der Zweitligist vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung, musste nach der Pause und einer Gelb-Roten Karte jedoch lange zittern.
Münster erwischte einen idealen Start und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Besonders über die rechte Seite setzte das Team immer wieder Akzente. Die Führung fiel folgerichtig nach einer präzisen Hereingabe, die Jorrit Hendrix freistehend per Kopf verwertete. Auch danach blieb der SCP aktiv, verteidigte aufmerksam und lauerte auf weitere Umschaltmomente.
Der zweite Treffer war erneut ein Produkt der rechten Seite. Ein mit aufgerückter Innenverteidiger tauchte überraschend im Strafraum auf, legte quer, und Lars Lokotsch drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Bis zur Pause hätte Münster sogar noch erhöhen können, musste aber auch einzelne gefährliche Abschlüsse der Belgier überstehen. Torhüter Johannes Schenk zeigte dabei mehrfach seine Klasse.
Nach dem Seitenwechsel wechselte Trainerteam nahezu komplett durch, was dem Spielfluss zunächst etwas die Stabilität nahm. Leuven erhöhte den Druck, Münster verteidigte nun tiefer und setzte auf Konter. Die Partie kippte endgültig, als Niko Koulis nach einem intensiven Zweikampf frühzeitig mit Gelb-Rot vom Platz musste. Die Entscheidung wirkte hart, änderte aber nichts daran, dass der SCP fortan in Unterzahl agieren musste.
Die Belgier nutzten ihre Überzahl, schnürten Münster phasenweise ein und kamen nach einer Flanke per Kopf zum verdienten Anschlusstreffer. Spätestens jetzt wurde es eine Abwehrschlacht.
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Trotz Unterzahl hatte Münster die große Möglichkeit zur Entscheidung. Ein mustergültiger Konter lief über mehrere Stationen, doch der Abschluss landete knapp neben dem nahezu leeren Tor. Auf der Gegenseite scheiterte Leuven unter anderem am Pfosten, zudem blieb Münsters Defensive auch in hektischen Situationen aufmerksam.
In den Schlussminuten warfen die Belgier alles nach vorne, inklusive Freistößen aus guter Position. Der SCP überstand auch diese Phase, verteidigte mit Leidenschaft und brachte den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit.