Einkommensteuer in Münster: Warum viele 2025 länger auf ihr Geld warten mussten

Der Hebesatz der Landschaftsumlage des LWL wird bis 2026 schrittweise erhöht. Erfahren Sie, was hinter den geplanten Erhöhungen steckt.
Foto: Steve Buissinne

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Münster. Wer in Münster im vergangenen Jahr seine Einkommensteuererklärung abgegeben hat, brauchte in vielen Fällen Geduld. Im bundesweiten Vergleich gehörten die beiden Münsteraner Finanzämter 2025 nicht zu den schnellen Behörden. Das geht aus einer aktuellen Auswertung zur Bearbeitungsdauer von Steuererklärungen hervor.

Auswertung eines Steuerportals als Grundlage

Grundlage der Zahlen ist keine staatliche Statistik, sondern eine umfangreiche Datenauswertung des Steuerportals Lohnsteuer-kompakt. Das Unternehmen analysiert jedes Jahr anonymisierte Einkommensteuererklärungen seiner Nutzerinnen und Nutzer und veröffentlicht daraus ein bundesweites Ranking zur Bearbeitungsgeschwindigkeit der Finanzämter.

Für die aktuelle Auswertung wurden nach Angaben des Portals mehr als eine Million Steuerfälle aus dem Jahr 2025 berücksichtigt. In die Statistik flossen nur Finanzämter ein, für die ausreichend viele Datensätze vorlagen.

Finanzämter in Münster über dem Bundesdurchschnitt

Nach dieser Auswertung benötigten die Finanzämter in Münster im Jahr 2025 deutlich mehr Zeit als der bundesweite Durchschnitt.

Das Finanzamt Münster-Außenstadt kam demnach auf eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von rund 55 Tagen, das Finanzamt Münster-Innenstadt sogar auf knapp 58 Tage. Bundesweit lag der Durchschnitt laut Auswertung bei etwas mehr als 50 Tagen.

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Damit rangieren die Münsteraner Behörden im hinteren Bereich des bundesweiten Vergleichs. Für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bedeutet das: Die Erstattung ließ im Schnitt mehrere Wochen länger auf sich warten als in vielen anderen Regionen.

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Warum solche Rankings mit Vorsicht zu lesen sind

Die veröffentlichten Zahlen geben eine gute Orientierung, ersetzen aber keine amtliche Statistik. Das liegt vor allem daran, dass ausschließlich Steuererklärungen ausgewertet werden, die über das jeweilige Portal eingereicht wurden. Andere Abgabewege, etwa über Steuerberater oder alternative Software, fließen nicht ein.

Zudem hängt die Bearbeitungsdauer stark vom Einzelfall ab. Steuererklärungen mit außergewöhnlichen Belastungen, mehreren Einkunftsarten oder Rückfragen dauern in der Regel länger als einfache Arbeitnehmerveranlagungen.

Keine offizielle Rangliste der Finanzverwaltung

Das nordrhein-westfälische Finanzministerium selbst veröffentlicht keine detaillierten Ranglisten einzelner Finanzämter. Stattdessen verweist das Land regelmäßig darauf, dass ein Großteil der Steuererklärungen innerhalb weniger Wochen bis Monate abgeschlossen werde. Zudem beginnt die reguläre Bearbeitung vieler Erklärungen erst im Frühjahr, wenn alle elektronischen Meldedaten vorliegen.

Unabhängig davon zeigen die aktuellen Zahlen: In Münster mussten viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler 2025 vergleichsweise lange warten, bis der Steuerbescheid im Briefkasten lag oder die Rückzahlung auf dem Konto ankam.

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