
Münster. Die Blutversorgung in Münster steht aktuell unter starkem Druck. Der DRK-Blutspendedienst West meldet deutlich gesunkene Bestände bei lebenswichtigen Blutpräparaten. Nach aktuellem Stand reichen die vorhandenen Reserven rechnerisch nur noch für rund 1,5 Tage. Damit bewegt sich die Versorgungslage auf einem kritischen Niveau, das kurzfristig zu Engpässen in Kliniken führen kann.
Der Rückgang der Blutspenden hat verschiedene Ursachen. In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche geplante Spendetermine wetterbedingt abgesagt werden. Gleichzeitig blieb die Beteiligung an den stattfindenden Terminen spürbar hinter dem üblichen Niveau zurück. Zusätzlich wirkt sich die derzeitige Grippewelle aus, durch die viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend ausfallen. Diese Kombination sorgt dafür, dass weniger Blutkonserven gewonnen werden, während der Bedarf in Krankenhäusern unverändert hoch bleibt.
Trotz der angespannten Situation gibt es in Münster weiterhin feste Anlaufstellen für Blutspenden. Möglich ist eine Spende beim DRK an der Sperlichstraße in der Aaseestadt sowie an der Klarissengasse in der Innenstadt. Jede einzelne Spende trägt dazu bei, die Versorgung zu stabilisieren und die medizinische Behandlung von Patientinnen und Patienten abzusichern.