
Nach dem 0:2 von Preußen Münster gegen den Karlsruher SC rückten auf der Pressekonferenz weniger die Tore als vielmehr die Bewertungen der beiden Trainer in den Fokus. Während KSC-Coach Christian Eichner zunächst ausführlich den Spielverlauf einordnete, folgte anschließend eine emotionale, aber sachliche Analyse von Preußen-Trainer Alexander Ende.
Karlsruhes Trainer machte keinen Hehl daraus, dass sein Team in der ersten Halbzeit erhebliche Probleme hatte. Münster habe von Beginn an sein Spiel durchgebracht, Abschlüsse generiert und den KSC fußballerisch vor Aufgaben gestellt. Eichner betonte, dass sich seine Mannschaft zur Pause nicht hätte beschweren dürfen, mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen.
Nach eigenen Anpassungen in der Halbzeit sei Karlsruhe besser ins Spiel gekommen und habe es Münster schwerer gemacht, ins letzte Drittel zu gelangen. Auch Eichner sprach offen an, dass sein Team in dieser Phase von einer kniffligen VAR-Entscheidung profitierte. Solche Situationen seien in den Wochen zuvor häufig gegen den KSC ausgefallen, diesmal habe man davon profitiert. Entscheidend sei letztlich gewesen, dass Karlsruhes Unterschiedsspieler zurückgekehrt seien und in den Schlüsselmomenten Qualität gezeigt hätten.
Alexander Ende setzte anschließend bewusst einen anderen Schwerpunkt. Der Preußen-Trainer sprach von einer „bitte bitteren Niederlage“ und stellte klar, dass seine Mannschaft spielerisch erneut überzeugt habe. „Wir waren dominant“, sagte Ende, fügte aber unmittelbar hinzu, dass Dominanz ohne Tore wertlos bleibe. Abschlüsse habe es mehr als genug gegeben, gefehlt habe allein die letzte Konsequenz.
Gerade die erste Halbzeit habe gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft stecke. Umso schwerer wiege, dass der verdiente Lohn ausgeblieben sei. Ein frühes Tor hätte aus seiner Sicht das gesamte Spiel verändern können.
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Besonders deutlich wurde Ende bei der Bedeutung der Atmosphäre im Stadion. Er verwies darauf, dass ein Führungstor dem Team zusätzliche Energie gegeben hätte. Das Publikum hätte die Mannschaft getragen und dem Spiel eine andere Dynamik verliehen. Stattdessen sei Münster trotz klarer Überlegenheit ohne Treffer geblieben – ein Muster, das in dieser Liga gnadenlos bestraft werde.
Ende untermauerte seine Einschätzung mit klaren Fakten. Münster habe rund 63 Prozent Ballbesitz gehabt und lediglich zwei Schüsse auf das eigene Tor zugelassen. „Zwei – der Freistoß und der Elfmeter“, stellte er klar. Aus dem Spiel heraus habe es keinen einzigen Abschluss gegeben, den Torhüter Schenk habe parieren müssen.
Auch in den Zweikämpfen sah Ende sein Team auf Augenhöhe oder leicht im Vorteil. Für ihn ein deutlicher Beleg dafür, dass die grundlegenden Elemente gestimmt hätten.
Warum das Spiel dennoch verloren ging, erklärte Ende mit der Logik der 2. Bundesliga. Effizienz und Timing seien entscheidend. Die umstrittene Szene nach der Pause, die Standardsituationen und schließlich die Konsequenz des Gegners hätten den Ausschlag gegeben. „Die Momente waren heute beim KSC, nicht bei uns“, fasste er zusammen.
Trotz aller Enttäuschung wollte Ende das Spiel nicht nur am Ergebnis messen. Gerade nach der Winterpause sei es wichtig gewesen zu sehen, wie seine Mannschaft zurückkomme. Münster habe seinen Stil beibehalten und viele positive Ansätze gezeigt.
Das 0:2 bleibe schmerzhaft, doch Ende machte klar, dass er seiner Mannschaft keinen Vorwurf mache. Vielmehr nehme man aus diesem Spiel Erkenntnisse und Selbstvertrauen mit – auch wenn dieser Nachmittag sportlich besonders wehgetan habe.
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