Protestaktion am Flugplatz Arnsberg-Menden: Polizei schützt Privatflugzeug

Täter fahren mit Auto in Juweliergeschäft in Ahlen und flüchten mit Schmuck
Foto: Ingo Kramarek

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Arnsberg. Am Flugplatz Arnsberg-Menden hat die Polizei in der Nacht zu Donnerstag eine Protestaktion gestoppt, die sich nach übereinstimmenden Medienberichten gegen das dort abgestellte Privatflugzeug von Friedrich Merz richtete. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden verschafften sich mehrere Personen unbefugt Zugang zu dem Gelände des Verkehrslandeplatzes im Sauerland. Zu einer Beschädigung des Flugzeugs kam es nicht. Die Polizei nahm drei Personen vorläufig fest und leitete Ermittlungen ein.

Der Einsatz begann, nachdem Polizeikräfte in der Umgebung des Flugplatzes auf ein Fahrzeug aufmerksam geworden waren, dessen Insassen sich auffällig nach dem Gelände erkundigten. In der Folge überprüften Einsatzkräfte den Flugplatz selbst und stellten dort mehrere Personen fest, die sich ohne Erlaubnis aufhielten. Die Polizei griff ein, sicherte das Gelände und verhinderte nach eigenen Angaben, dass es zu weiteren Handlungen kam. Alle Beteiligten wurden kontrolliert und vorläufig festgenommen. Haftgründe lagen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft nicht vor, sodass die Personen später wieder entlassen wurden.

Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs – kein Schaden festgestellt

Nach dem Polizeieinsatz laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch sowie wegen eines möglichen versuchten Delikts im Zusammenhang mit dem Flugzeug. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurde an der Maschine kein Schaden festgestellt. Die Polizei betont, dass die Aktion frühzeitig unterbunden worden sei. Ob und in welcher Form eine konkrete Handlung geplant war, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Bei dem Flugzeug handelt es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um das privat genutzte Flugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz, der als Hobbypilot bekannt ist und den Flugplatz Arnsberg-Menden regelmäßig nutzt. Eine offizielle Bestätigung zu Eigentumsverhältnissen oder Nutzungsdetails wurde von den Behörden nicht veröffentlicht. Die Ermittler halten sich zu weiteren Einzelheiten bislang bedeckt.

Der Flugplatz Arnsberg-Menden wird überwiegend von Privat- und Geschäftsflugverkehr genutzt. Unbefugtes Betreten stellt dort nicht nur einen rechtlichen Verstoß dar, sondern kann auch sicherheitsrelevante Folgen haben. Die Polizei kündigte an, die Ermittlungen fortzusetzen und zu prüfen, ob weitere Personen beteiligt waren oder zusätzliche Straftatbestände in Betracht kommen. Weitere Angaben sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

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