Ende glaubt an die Wende: Preußen wollen ihre Gefühlslage in Paderborn drehen

Ende glaubt an die Wende: Preußen Münster vor Paderborn
Symbolbild

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Münster. Am Sonntag wartet auf SC Preußen Münster eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Rückrunde. Beim SC Paderborn 07 treffen die Adlerträger auf ein Team, das sich fest in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga etabliert hat und weiterhin zum Kreis der Aufstiegskandidaten zählt. Anstoß der Partie ist um 13.30 Uhr.

Paderborn stabil trotz Rückschlägen

Der SCP geht als Tabellenvierter in das Westfalen-Duell und hat den schwächeren Herbst inzwischen hinter sich gelassen. Drei Spiele in Folge ohne Niederlage sorgten zuletzt für Stabilität, ehe es beim 0:2 in Kiel wieder einen Dämpfer gab. Besonders bitter war dabei der verletzungsbedingte Ausfall von Calvin Brackelmann nach einem heftigen Zweikampf. Der Innenverteidiger steht ebenso wenig zur Verfügung wie Ex-Preuße Marcel Hoffmeier, der nach einem Kreuzbandriss in dieser Saison nicht mehr eingreifen kann. Auch David Kinsombi, in der Vorsaison an Münster ausgeliehen, fehlt weiterhin.

Im bewährten 3-4-3-System von Trainer Ralf Kettemann dürfte Brackelmann durch Mattes Hansen ersetzt werden. Offensiv setzt Paderborn auf viel Variabilität. Zwar ist Filip Bilbija mit acht Treffern der beste Torschütze, zuletzt starteten jedoch auch Steffen Tigges und Sven Michel. Als spielprägende Akteure gelten insbesondere Laurin Curda und Louis Engelns im Mittelfeld sowie Felix Götze in der Dreierkette.

Preußen reisen mit breiter Unterstützung, aber vielen Ausfällen

Rund 1.500 bis 2.000 Preußen-Fans begleiten ihre Mannschaft nach Ostwestfalen, der Gästeblock ist ausverkauft. Sportlich bleibt die Personallage allerdings angespannt. Neun Spieler stehen definitiv nicht zur Verfügung, darunter der gesperrte Paul Jaeckel sowie mehrere Langzeitverletzte wie Scherder, Tikvic und Batmaz. Auch Lokotsch, Bolay, Mees, Vilhelmsson und Tasov fehlen.

Trainer Alexander Ende ließ vor der Partie offen, wie die Abwehr umgebaut wird. Ein Einsatz von Torge Paetow gilt als wahrscheinlich, bestätigt wurde das jedoch nicht. Klar ist hingegen die Rolle von Etienne Amenyido: Der Angreifer machte im Training einen stabilen Eindruck und soll im Sturm von Beginn an Verantwortung übernehmen.

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Effektivität als Schlüsselfrage

Inhaltlich drehte sich die Vorbereitung bei den Preußen vor allem um die Chancenverwertung. Münster erspielt sich regelmäßig gute Abschlusssituationen, ließ zuletzt jedoch die nötige Konsequenz vermissen. Ende betonte, dass die Qualität im Kader vorhanden sei, es nun aber darum gehe, diese Momente entschlossener zu nutzen.

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Mit Blick auf das Hinspiel zeigte sich der Trainer selbstkritisch. Die damalige taktische Herangehensweise funktionierte nur bedingt, weshalb bereits früh umgestellt werden musste. Für das Rückspiel ist klar: Paderborn darf keine Zeit am Ball bekommen. Kurze Wege, frühes Anlaufen und permanenter Druck sollen verhindern, dass die Gastgeber ihr spielerisches Potenzial entfalten.

Optimismus trotz Tabellenlage

Trotz der jüngsten Niederlage gegen Karlsruhe sieht die sportliche Leitung keinen Stimmungsbruch. Sportdirektor Jan Uphues sprach von einer guten Trainingswoche und zeigte sich auch mit Blick auf den Transfermarkt grundsätzlich zuversichtlich, ohne konkrete Wasserstandsmeldungen abzugeben.

Die Ausgangslage ist klar: Münster reist als Außenseiter nach Paderborn, aber mit der realistischen Hoffnung, einem Spitzenteam Punkte abzunehmen. Gelingt es den Preußen, ihre Chancen effizienter zu nutzen und dem Gegner die spielerische Entfaltung zu nehmen, ist auch in Ostwestfalen eine Überraschung möglich.

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