RSV-Infektionen nehmen zu: Experten warnen vor neuer Welle

RS-Virus breitet sich wieder stärker aus. Experten warnen vor einer Infektionswelle – besonders bei Babys, Kleinkindern und Älteren.
Symbolbild mit KI erstellt.

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Deutschland. Die Zahl der Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) steigt derzeit deutlich an. Fachleute und Gesundheitsbehörden sehen klare Anzeichen dafür, dass sich in Deutschland eine neue RSV-Welle entwickelt. Besonders betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Auch in Krankenhäusern und Arztpraxen wächst die Aufmerksamkeit.

Zunehmende Nachweise im Winter

Nach aktuellen Auswertungen der bundesweiten Atemwegs-Surveillance zeigen die RSV-Nachweise seit Beginn des Winters einen klaren Aufwärtstrend. Das Robert Koch-Institut spricht davon, dass sich der Beginn der RSV-Saison abzeichnet. Besonders in der Altersgruppe der unter Fünfjährigen werden derzeit deutlich mehr positive Tests registriert als noch vor wenigen Wochen.

RSV tritt typischerweise in den Wintermonaten auf und verläuft in vielen Fällen wie eine gewöhnliche Erkältung. Bei kleinen Kindern kann das Virus jedoch schwere Atemwegserkrankungen auslösen. In manchen Jahren führt das zu einer spürbaren Mehrbelastung von Kinderkliniken.

Babys und Kleinkinder besonders gefährdet

Für Säuglinge und Kleinkinder stellt RSV ein besonderes Risiko dar. Das Virus kann zu Bronchiolitis oder Lungenentzündungen führen, die mit Atemnot einhergehen. Klinische Behandlungen sind vor allem bei sehr jungen Kindern keine Seltenheit, da ihre Atemwege noch eng und anfällig sind.

Auch Frühgeborene sowie Kinder mit Vorerkrankungen gelten als besonders gefährdet. Ärztinnen und Ärzte raten Eltern dazu, bei auffälligen Symptomen wie schneller Atmung, Trinkschwäche oder starker Erschöpfung frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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Auch ältere Menschen im Fokus

Neben Kindern rücken zunehmend auch ältere Menschen in den Blick. Insbesondere Personen ab 75 Jahren sowie Menschen ab 60 mit chronischen Erkrankungen können schwere Verläufe entwickeln. RSV kann bei ihnen zu Komplikationen führen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.

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Die Ständige Impfkommission empfiehlt für diese Gruppen eine einmalige RSV-Impfung. Das Bundesministerium für Gesundheit verweist darauf, dass diese Impfung vor allem vor schweren Krankheitsverläufen schützen soll.

Schutzmaßnahmen und neue Prophylaxe

Für Neugeborene und Säuglinge steht inzwischen eine vorbeugende Immunisierung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine einmalige Gabe eines Antikörpers, der während der RSV-Saison Schutz bietet. Diese Prophylaxe wird inzwischen für alle Säuglinge empfohlen und soll insbesondere schwere Krankheitsverläufe verhindern.

Darüber hinaus gelten die bekannten Hygienemaßnahmen weiterhin als wirksam. Regelmäßiges Händewaschen, Lüften geschlossener Räume und das Meiden enger Kontakte bei Erkältungssymptomen können helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Einordnung für den Winter

Experten rechnen damit, dass die RSV-Fallzahlen in den kommenden Wochen weiter steigen könnten. Parallel dazu zirkulieren auch andere Atemwegsviren wie Influenza, was das Gesundheitssystem zusätzlich fordert. Eine frühzeitige Vorsorge und ein wachsames Auge auf Symptome gelten daher als entscheidend, um schwere Verläufe zu vermeiden und Kliniken zu entlasten.

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