Neue Palliativstation im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster eröffnet

Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup ist eine neue Palliativstation eröffnet worden. Der sechs Millionen Euro teure Neubau bietet zehn Einzelzimmer und neue Rückzugsräume.
Hajj0 ms, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup ist eine neue Palliativstation in Betrieb gegangen. Der rund sechs Millionen Euro teure Neubau erweitert die palliativen Versorgungsmöglichkeiten im Süden Münsters deutlich. Auf etwa 600 Quadratmetern wurden moderne Räumlichkeiten geschaffen, die sowohl Patientinnen und Patienten als auch deren Angehörigen mehr Raum, Ruhe und Privatsphäre bieten sollen.

Die Bauzeit für das neue Stationsgebäude betrug rund zwei Jahre. Mit der Eröffnung schließt das Krankenhaus ein umfangreiches Bauprojekt ab, das auf die besonderen Anforderungen der Palliativmedizin zugeschnitten ist.

Zehn Einzelzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige

Kernstück der neuen Palliativstation sind zehn Einzelzimmer, die jeweils über ein eigenes Bad verfügen. Die Zimmer sind so konzipiert, dass Angehörige direkt bei den Patientinnen und Patienten übernachten können. Diese Nähe gilt in der palliativen Begleitung als zentraler Faktor, insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsphasen.

Durch die Einzelzimmer wird zugleich eine ruhigere und individuellere Betreuung ermöglicht. Medizinische Versorgung, pflegerische Begleitung und persönliche Bedürfnisse sollen hier besser miteinander vereinbar sein als in älteren Stationsstrukturen.

Gemeinschaftsbereiche, Raum der Stille und therapeutische Angebote

Neben den Patientenzimmern umfasst die neue Station mehrere Gemeinschafts- und Funktionsräume. Dazu zählen ein wohnlich gestalteter Aufenthaltsbereich, Therapie- und Besprechungsräume sowie ein Raum der Stille, der für Gespräche mit Angehörigen, Abschiedssituationen und spirituelle Angebote genutzt werden kann.

Diese Räume sollen nicht nur medizinische Abläufe unterstützen, sondern auch Rückzug, Austausch und persönliche Gespräche ermöglichen. Gerade in der Palliativversorgung spielen psychosoziale Aspekte eine zentrale Rolle.

Loggia ermöglicht Aufenthalt im Freien

Ein besonderes Merkmal der neuen Palliativstation ist eine Loggia, die so angelegt ist, dass Betten nach draußen gefahren werden können. Patientinnen und Patienten erhalten damit die Möglichkeit, frische Luft, Tageslicht und Natur zu erleben, ohne die Station verlassen zu müssen.

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Solche Elemente gelten in der modernen Palliativmedizin als wichtiger Beitrag zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden, insbesondere bei eingeschränkter Mobilität.

Stärkung der palliativen Versorgung im Münsterland

Träger des Herz-Jesu-Krankenhauses ist die St. Franziskus-Stiftung Münster. Mit dem Neubau investiert das Krankenhaus gezielt in den Ausbau spezialisierter Versorgungsangebote. Die neue Palliativstation richtet sich an Menschen mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen, bei denen die Linderung von Beschwerden und die individuelle Begleitung im Mittelpunkt stehen.

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