
Münster. Die Auseinandersetzung um die Zukunft der Stadtteilinitiative Berg Fidel Solidarisch spitzt sich weiter zu. Nach einem Gespräch zwischen der Initiative und dem Vermieter LEG Immobilien steht nun fest: Die Kündigung der Räume am Rincklakeweg bleibt bestehen. Ein Entgegenkommen des Immobilienkonzerns gibt es nicht.
Vertreterinnen und Vertreter der Initiative sowie des Nachbarschaftstreffs hatten am Dienstag das direkte Gespräch mit der LEG gesucht. Ziel war es, eine Lösung für den Fortbestand der Räume zu finden. Nach Angaben der Beteiligten blieb das Treffen jedoch ohne Ergebnis. Die LEG habe keinen alternativen Vorschlag unterbreitet und halte an der bereits im vergangenen Jahr ausgesprochenen Kündigung fest.
Damit müssen die genutzten Räume spätestens zum 31. März 2026 übergeben werden. Eine Verlängerung des Mietverhältnisses ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Die Stadtteilinitiative kündigte an, die rechtliche Grundlage der Kündigung prüfen zu lassen. Hintergrund ist, dass das Mietverhältnis erst seit April 2025 besteht und bereits wenige Monate später beendet wurde. Ob und in welchem Umfang rechtliche Schritte eingeleitet werden, ist derzeit noch offen.
Parallel dazu bereitet die Initiative weitere öffentliche Aktionen vor.
Für den 27. Februar ist eine Protestaktion am Standort des Nachbarschaftstreffs angekündigt. Zudem wollen die Beteiligten verstärkt das Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik suchen. Erste Gespräche mit Ratsparteien haben nach Angaben der Initiative bereits stattgefunden, weitere Termine sind geplant.
Ziel sei es, politische Unterstützung für den Erhalt der Räume und für die ehrenamtliche Stadtteilarbeit in Berg Fidel zu gewinnen.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Initiative gibt es für das betroffene Ladenlokal bislang keinen bekannten Nachmieter. Auch weitere Gewerbeflächen in unmittelbarer Nähe stehen demnach leer oder sind zur Vermietung ausgeschrieben. Unklar bleibt daher, wie die Räume nach dem Auszug genutzt werden sollen.
Die LEG hatte die Kündigung des Mietverhältnisses mit öffentlichen Äußerungen der Initiative begründet. Nach Darstellung des Unternehmens habe es wiederholt kritische und aus Sicht des Konzerns geschäftsschädigende Beiträge gegeben, wodurch das notwendige Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben sei.
Die Initiative weist diese Vorwürfe zurück und sieht ihre Arbeit als legitimen Teil zivilgesellschaftlichen Engagements im Stadtteil.
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