
In Münster gibt es einen Verdacht auf einen Blindgänger an der Domagkstraße, Ecke Waldeyerstraße, in der Nähe der Chirurgischen Klinik. Die Stadt und die Feuerwehr haben umfassende Schutzmaßnahmen eingeleitet, um Anwohner und die Klinik zu sichern. Die Überprüfung des Verdachtspunktes ist für den 4. November geplant.
Zur Vorbereitung auf die Überprüfung eines möglichen Blindgängers hat die Feuerwehr bereits ab dem 28. Oktober mit wichtigen Schutzmaßnahmen am Verdachtspunkt begonnen. Dabei liegt der Fokus auf der Absicherung der umliegenden Gebäude und Einrichtungen, insbesondere der Chirurgischen Klinik, um bei einer möglichen Detonation Schäden zu minimieren.
Die Schutzmaßnahmen haben auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr in der Umgebung. Der Rishon LeZion-Ring und der Radweg an der Domagkstraße sind von Einschränkungen betroffen. Eine Fahrbahnverengung auf drei Spuren sowie ein gesperrtes Rechtsabbiegen in die Waldeyerstraße verändern die gewohnten Verkehrsabläufe. Autofahrerinnen und Autofahrern wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. Alternativ stehen Umleitungen über die Niels-Stensen-Straße und die Tondernstraße zur Verfügung. Auch der Fuß- und Radverkehr wird sicher um den abgesperrten Bereich geleitet, um Unfälle zu vermeiden.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz der Chirurgischen Klinik in direkter Nähe des Verdachtspunktes. Hierfür wurden mehrere Reihen wassergefüllter Container aufgestellt, die die Klinikgebäude bei einer möglichen Explosion absichern sollen. Zudem wurde der Untergrund mit einer stabilen Schotterschicht verstärkt. Diese Container können Splitterflug und die Druckwelle nach oben ableiten und so den direkten Einschlag auf die Klinik verhindern.
Falls sich der Verdacht auf den Blindgänger bestätigt, greift ein detaillierter Notfallplan. Der Blindgänger wird zunächst abgedeckt und gesichert, um die Klinik zu schützen. Zeitgleich erfolgt die Verlegung von Patienten und die Absicherung des Klinikgebäudes. Sollte eine Entschärfung notwendig sein, ist diese vorsorglich für den 7. November vorgesehen, um alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und die Umgebung so sicher wie möglich zu machen.