
Vor der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 rufen 35 Umwelt- und Klimagruppen aus Münster zu einem Klimastreik auf. Die Demonstration findet am 14. Februar um 16 Uhr vor der Lambertikirche in Münster statt und ist Teil eines bundesweiten Protesttages. Ziel der Initiatoren ist es, die Klimakrise wieder stärker in die politische Debatte zu rücken. Unter dem Motto „Kein Wahlkampf ohne Klima, keine Regierung ohne Klimaschutz.“ soll auf die Dringlichkeit entschlossener Maßnahmen hingewiesen werden.
Nach Ansicht der Organisatoren steht die Bundestagswahl vor einer wichtigen Weichenstellung. Sie betonen, dass es umfassender Investitionen bedarf, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Klimaschutz müsse eine zentrale Rolle in der Politik spielen.
In den vergangenen Monaten sei das Thema jedoch zunehmend in den Hintergrund gerückt. Stattdessen hätten Debatten über Migration und Innere Sicherheit dominiert. Die Veranstalter kritisieren, dass langfristig drängende Umweltfragen dabei kaum berücksichtigt wurden. Der Klimastreik soll darauf aufmerksam machen, dass Klimapolitik über Wahlkampfstrategien hinausgehen müsse.
Die Organisatoren formulieren mehrere zentrale Fragen, die durch den Klimastreik in den Fokus rücken sollen:
Jede Partei müsse Klimaschutz unabhängig von Wahlkampfphasen ernst nehmen, so die Initiatoren. Klimapolitische Maßnahmen dürften nicht nur dann ins Zentrum rücken, wenn Umweltkatastrophen oder Hitzewellen medial präsent seien.
Die Veranstalter verweisen auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine Verschärfung der Klimakrise prognostizieren. Falls keine entschlossenen Maßnahmen ergriffen werden, könnte die globale Erwärmung auf 3,1 Grad steigen. Dies hätte gravierende Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Auswirkungen der Klimakrise betreffen dabei weit mehr als nur die Umwelt. Sie beeinflussen Wirtschaft, Gesundheit, Sicherheitspolitik und Verkehr. Experten warnen davor, dass steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen haben werden.
In der politischen Debatte gibt es unterschiedliche Auffassungen zum Umgang mit der Klimakrise. Während einige Parteien ambitionierte Maßnahmen fordern, sehen Kritiker Verzögerungen und zu zögerliches Handeln.
Die Veranstalter werfen CDU und FDP vor, durch ihre Politik rechten Positionen zu viel Raum zu geben. In den vergangenen Monaten gab es zudem Diskussionen über die Entwicklungen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die laut den Organisatoren ein besorgniserregendes Signal für die zukünftige Klimapolitik darstellen könnten.