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Polizeiaktion gegen organisierte Kriminalität – Razzia in Burgsteinfurt

Razzia in Burgsteinfurt
Symbolfoto

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Steinfurt/Burgsteinfurt – 26.03.2025 | Bei einer länderübergreifenden Großrazzia ist der Polizei ein bedeutender Schlag gegen eine russisch-eurasische Tätergruppierung gelungen. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern durchsuchten Ermittler insgesamt 18 Objekte – darunter auch ein Firmenstandort in Burgsteinfurt, einem Stadtteil von Steinfurt im Münsterland.

Razzia in NRW: Polizei durchsucht Firmengelände in Burgsteinfurt

In den frühen Morgenstunden durchsuchten rund 30 Einsatzkräfte ein Export-Import-Unternehmen in Burgsteinfurt. Unterstützt von zwei Spürhunden und schwer bewaffneten Spezialeinheiten wurde das Gelände abgesichert. Auch ein Pkw mit polnischem Kennzeichen wurde vor Ort überprüft.

Die Durchsuchung war Teil eines großangelegten Einsatzes gegen organisierte Kriminalität unter der Leitung der Polizei Stuttgart. In Nordrhein-Westfalen fanden parallel Durchsuchungen unter anderem in Essen statt.

Drei Festnahmen – Hauptverdächtiger gilt als „Dieb im Gesetz“

Bei dem Einsatz wurden drei Männer im Alter von 30 bis 51 Jahren festgenommen. Der Hauptverdächtige, ein 51-jähriger Ukrainer mit georgischer Staatsbürgerschaft, gilt als sogenannter „Dieb im Gesetz“ – eine Führungsperson innerhalb der russisch-eurasischen organisierten Kriminalität (REOK). Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Zwei weitere Festgenommene wurden teilweise wieder entlassen; bei einem 30-Jährigen ist die Haftfrage noch offen.

Ermittlungen zu Einbruch, Schmuggel und Geldwäsche

Die Polizei ermittelt gegen insgesamt 13 Verdächtige. Die Gruppierung soll für banden- und gewerbsmäßige Wohnungseinbrüche, Geldwäsche und Schmuggel verantwortlich sein. Laut Polizei agierten die Täter in wechselnder Besetzung und mit klarer Arbeitsteilung.

Bei den Durchsuchungen wurden Einbruchswerkzeuge, Diebesgut, scharfe Schusswaffen, verbotene Gegenstände, sowie zahlreiche Unterlagen und digitale Datenträger sichergestellt.

Großrazzia mit über 1.000 Einsatzkräften – NRW stark beteiligt

Die Aktion ist das Ergebnis monatelanger Ermittlungen der Kriminalpolizei Stuttgart. An dem Einsatz waren neben der Polizei auch das Hauptzollamt, die Steuerfahndung, die Zollfahndung sowie Spezialeinheiten (SEK) aus mehreren Bundesländern beteiligt. Insgesamt kamen rund 1.000 Kräfte zum Einsatz.

Nordrhein-Westfalen, insbesondere das Münsterland, spielte bei der Razzia eine zentrale Rolle. Die Polizei vermutet, dass Gewerbeobjekte und Autohöfe in der Region als Zwischenlager für gestohlene Ware und Bargeld dienten.