Dritter Drohnenangriff trifft Yandex und legt Online-Dienste lahm

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Grzegorz Walczak

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Ein weiterer Drohnenangriff auf Yandex hat in Russland erhebliche Störungen ausgelöst. In der Nacht zum Sonntag, 11. Oktober 2026, wurde ein Rechenzentrum des Internetkonzerns in Wladimir östlich von Moskau beschädigt und vollständig abgeschaltet. Nach Unternehmensangaben wurde niemand verletzt. Zahlreiche digitale Dienste waren am Sonntag nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Die Cloud-Plattform des Konzerns läuft im Notfallbetrieb.

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Yandex Cloud nach Angriff nur eingeschränkt verfügbar

Die Auswirkungen reichen weit über das beschädigte Rechenzentrum hinaus. Yandex Cloud stellt Unternehmen Rechenleistung, Datenspeicher und weitere digitale Infrastruktur bereit. Nach dem Angriff waren zwei Verfügbarkeitszonen der Plattform nicht erreichbar. Der Konzern warnte vor einer instabilen verbleibenden Infrastruktur und empfahl seinen Geschäftskunden, alternative Systeme zur Wiederherstellung ihrer Anwendungen zu nutzen.

Laut der offiziellen Statusübersicht blieben die Verwaltungsoberfläche und wichtige Programmierschnittstellen erreichbar. Rechenkapazitäten standen dagegen nur teilweise zur Verfügung. Einzelne Datenbanken waren nicht erreichbar oder konnten vorübergehend nur gelesen werden. Auch beim Speichern neuer Daten und bei bestimmten Anwendungen für künstliche Intelligenz gab es Einschränkungen.

Die Vergabe zusätzlicher Cloud-Ressourcen wurde vorübergehend ausgesetzt. Yandex arbeitete am Sonntag weiter an der Stabilisierung seiner Systeme. Auch die technische Kundenbetreuung war zunächst beeinträchtigt und später nur teilweise wiederhergestellt.

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Störungen betreffen Taxi, Bezahldienste und Onlinehandel

Die Folgen waren auch für Privatkunden spürbar. Nutzer meldeten Probleme mit dem Taxidienst Yandex Go, dem Bezahldienst Yandex Pay, Yandex Music und weiteren Anwendungen. Auch beim Streamingangebot Kinopoisk und bei der Steuerung vernetzter Haushaltsgeräte über Alice traten Störungen auf.

Der Onlinehandelsdienst Yandex Market bestätigte ebenfalls Einschränkungen. Während Lager und Abholstationen weiterarbeiteten, waren Sortierzentren zeitweise nicht verfügbar. Auch andere Unternehmen, deren digitale Angebote auf der Infrastruktur von Yandex beruhen, meldeten technische Schwierigkeiten.

Die Probleme beschränkten sich nicht auf Russland. Auch aus Kasachstan und Kirgisistan wurden Ausfälle bei Yandex-Diensten bekannt. Yandex in Kasachstan bestätigte Schwierigkeiten und arbeitete an der Wiederherstellung der Angebote.

Bereits drei Rechenzentren innerhalb von vier Tagen getroffen

Der Angriff in Wladimir ist bereits der dritte schwere Zwischenfall an einem Yandex-Rechenzentrum innerhalb weniger Tage. In der Nacht zum 8. Oktober wurde zunächst ein Standort in Sasowo in der russischen Region Rjasan von Drohnen getroffen. Ein Feuer beschädigte die Anlage erheblich und führte zur vollständigen Einstellung des Betriebs.

Am 9. Oktober folgte ein Angriff auf ein weiteres Rechenzentrum in Kaluga. Dort wurden nach Angaben des Unternehmens mehrere Teile der technischen Infrastruktur außer Betrieb gesetzt.

Besonders bedeutsam ist der Standort Sasowo für die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Dort befinden sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zwei der drei Supercomputer, die Yandex für die Entwicklung seiner KI-Modelle nutzt. Ob diese Anlagen selbst beschädigt wurden, war zunächst nicht bestätigt.

Die Angriffe werden ukrainischen Drohnen zugeschrieben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, sein Land reagiere auf russische Angriffe gegen ukrainische Rechenzentren mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. Eine gesonderte ukrainische Bestätigung für den jüngsten Angriff in Wladimir lag zunächst nicht vor.

Zeitpunkt der Wiederherstellung weiterhin offen

Für Yandex stellt die Beschädigung mehrerer Rechenzentren eine erhebliche technische Herausforderung dar. Der Konzern betreibt neben seiner bekannten Suchmaschine zahlreiche Anwendungen für Mobilität, Handel, Unterhaltung und digitale Unternehmensdienste. Ein Ausfall zentraler Rechenkapazitäten kann deshalb auch Angebote beeinträchtigen, die nicht unmittelbar mit dem beschädigten Standort verbunden sind.

Bereits nach den ersten beiden Angriffen hatte Yandex erklärt, dass sich der Zeitpunkt einer vollständigen Wiederherstellung der beschädigten Infrastruktur nicht zuverlässig bestimmen lasse. Nach dem neuerlichen Angriff in Wladimir blieb ebenfalls offen, wann das Rechenzentrum wieder seinen Betrieb aufnehmen kann und wann sämtliche betroffenen Dienste wieder uneingeschränkt funktionieren.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu