
Münster. Schnitzel haben in Münster einen festen Platz auf den Speisekarten – vom historischen Wirtshaus über familiengeführte Gasthäuser bis hin zum Imbiss. Die Zubereitungen unterscheiden sich dabei deutlich: klassisch vom Kalb, bodenständig vom Schwein oder inzwischen auch vegetarisch und vegan. Für diesen Überblick haben wir Lokale ausgewählt, die uns durch ihr Schnitzel-Angebot, ihre Handschrift und ihre Beständigkeit überzeugt haben. Es ist eine Auswahl unserer Favoriten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Der Kleiner Kiepenkerl ist eines der bekanntesten westfälischen Restaurants der Stadt. Seit über 70 Jahren gehört das Haus zum Spiekerhof und gilt vielen als „gute Stube“ Münsters. Man sitzt in historischem Fachwerk, aber ohne Museumsgefühl. Das Ambiente ist gemütlich-rustikal mit einem modernen Touch. Durch die Lage direkt am Kiepenkerl-Denkmal ist es auch bei Gästen von außerhalb beliebt.
Beim Schnitzel setzt der Kleine Kiepenkerl auf Vielfalt. Auf der Karte steht das Wiener Schnitzel vom Kalb, serviert als zwei panierte Kalbsschnitzel mit Bratkartoffeln, Marktgemüse und Preiselbeeren. Preislich liegt es um 28 Euro. Typisch westfälisch ist das „Krustenbraten Schnitzel“, also das Krüstchen: Schweineschnitzel auf Toast mit Zwiebeln, Champignons, Spiegelei, Bratkartoffeln und Salat. Interessant ist die vegane Variante, die ebenfalls wie ein Krüstchen serviert wird. Damit gehört der Kleine Kiepenkerl zu den wenigen Traditionshäusern, die veganes Schnitzel auf der Speisekarte führen. Viele Zutaten stammen aus der Region und die Karte wechselt saisonal. Reservieren ist online möglich.
Kurzüberblick:
– Wiener Schnitzel vom Kalb und westfälisches Krüstchen
– Veganes Schnitzel als Krüstchen-Variante
– Historisches Fachwerk, zentrale Altstadtlage, täglich geöffnet
Direkt nebenan liegt der Großer Kiepenkerl. Das Gasthaus verbindet jahrhundertealte Geschichte mit einem klaren Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Die Betreiberfamilie von Westphalen führt das Haus seit 2012 und betont artgerechte Tierhaltung. Das Konzept ist bodenständig, aber nicht stehen geblieben. Für Familien gibt es sogar eine prämierte Kinderkarte, zudem ist der Betrieb als GreenTable zertifiziert.
Schnitzel spielt hier eine zentrale Rolle. Das Angebot reicht von klassischen Varianten vom Strohschwein bis zu fleischlosen Alternativen. Auf der Karte steht ein Jägerschnitzel Deluxe mit Waldpilz-Rahmsoße und frischen Spätzle. Dazu kommt das Puszta-Schnitzel mit Paprika-Grünpfeffersauce und Pommes, preislich um 23,50 Euro. Besonders auffällig sind die veganen Schnitzelvarianten. Das „Försterschnitzel“ ist ein knusprig gebratenes Schnitzel auf Erbsenbasis mit Waldpilz-Rahmsoße und Spätzle. Das „Budapester Schnitzel“ gibt es ebenfalls vegan, mit Paprika-Pfeffersauce und Pommes. Das zeigt, wie konsequent das Haus Alternativen integriert. XXL-Schnitzel werden nicht beworben, die Teller gelten aber als deftig.
Kurzüberblick:
– Schnitzel vom Strohschwein plus mehrere vegane Varianten
– Regionalität, Nachhaltigkeit und familienfreundliches Konzept
– Historisches Gasthaus mit moderner Haltung
Das Altes Gasthaus Leve ist Münsters ältestes Wirtshaus. Gegründet 1607, geführt von der Familie Horstmöller in sechster Generation. Drinnen dominieren dunkles Holz, enge Holzbänke und eine Stimmung, die eher nach Brauhaus als nach Restaurant wirkt. Genau das ist der Reiz. Hier sitzen Studierende, Familien und Touristen dicht beieinander.
Beim Schnitzel gibt es sowohl Kalb als auch Schwein. Das „Original Wiener Schnitzel“ vom Kalb wird traditionell mit lauwarmem Speck-Kartoffelsalat serviert. Daneben steht ein großes Schweineschnitzel „Wiener Art“ auf der Karte. Es kommt mit Pommes und Salat, dazu wahlweise Jägersauce oder Paprikasauce. Typisch westfälisch ist außerdem das Krüstchen auf Schwarzbrot mit Zwiebeln, Champignons und Spiegelei, dazu Bratkartoffeln. Für Vegetarier gibt es ein paniertes Sellerieschnitzel in Champignon-Rahmsauce mit Kartoffelpüree und Salat. Vegane Schnitzel werden nicht angeboten, aber vegetarische Alternativen sind vorhanden. Weil das Haus sehr beliebt ist, lohnt sich abends eine Reservierung.
Kurzüberblick:
– Kalbsschnitzel mit Speck-Kartoffelsalat und großes Schweineschnitzel
– Vegetarisches Sellerieschnitzel als feste Option
– Uriges Brauhaus mit langer Geschichte, Di–Sa geöffnet
Das Hotel Restaurant Feldmann ist ein klassisches Haus in ruhiger Innenstadtlage. Seit 1835 ist es in Familienbesitz. Das Ambiente ist eleganter als in den Wirtshäusern, mit hellen Möbeln, weißen Tischdecken und Blick auf die Clemenskirche. Viele Gäste beschreiben es als ruhigen Gegenpol zum Trubel der Innenstadt.
Das Wiener Schnitzel vom Kalb gilt hier als Aushängeschild. Es wird in Butterschmalz ausgebacken und klassisch mit Preiselbeeren und Zitrone serviert. Als Beilage gibt es meist Bratkartoffeln oder einen Kartoffel-Gurkensalat. Preislich liegt das Schnitzel im gehobenen Bereich, etwa zwischen 25 und 30 Euro. XXL-Varianten stehen nicht im Mittelpunkt. Feldmann setzt eher auf klassische Zubereitung und saubere Ausführung. Vegetarische Schnitzel gibt es nicht, aber fleischlose Alternativen sind vorhanden. Auch Desserts und hausgemachte Pommes werden im Haus häufig gelobt.
Kurzüberblick:
– Wiener Schnitzel vom Kalb in klassischer Zubereitung
– Ruhiges, elegantes Ambiente nahe Dom
– Qualität vor Größe, familiengeführtes Traditionshaus
Wer bereit ist, für ein besonderes Essen etwas aus der City herauszufahren, landet beim Restaurant Ackermann. Das familiengeführte Haus hat sich vom Landgasthof zum Gourmetrestaurant entwickelt. Es wirkt exklusiv, aber nicht steif. Viele Gäste schätzen die ruhigen Räume, teils mit Kamin, sowie den Wintergarten und den Gartenbereich im Sommer.
Auf der kleinen, saisonal geprägten Karte ist das Wiener Schnitzel vom Kalb ein besonderes Highlight. Es wird nach österreichischer Art souffliert und mit klassischen Beilagen serviert, etwa Kartoffelsalat, Preiselbeeren und Bratkartoffeln. Der Preis liegt bei rund 33 Euro. Weitere Schnitzelarten gibt es nicht, weil das Restaurant insgesamt breiter aufgestellt ist. Vegetarische Schnitzel stehen nicht auf der Karte, aber es gibt hochwertige Alternativen und teils ein Vegi-Menü. Wer Schnitzel in einem feierlichen Rahmen essen möchte, findet hier eine der stärksten Adressen im Münsterland. Reservierung ist empfehlenswert.
Kurzüberblick:
– Wiener Schnitzel vom Kalb auf Gourmetniveau
– Ruhige Lage in Roxel, ideal für Anlässe
– Kleine Karte mit Fokus auf Qualität
Der Zum Nordstern ist kein Feinschmeckerrestaurant, sondern ein uriges Lokal im Kreuzviertel. Es ist eng, lebendig und bis tief in die Nacht geöffnet. Durch die Hostel-Nähe ist das Publikum gemischt. Viele kommen fürs Bier, andere fürs Essen. Berühmt ist der Nordstern vor allem für sein Grillhähnchen, aber Schnitzel gehört ebenfalls zur klassischen Karte.
Serviert werden Schweineschnitzel, etwa Wiener Art oder als Zwiebelschnitzel mit in Butter gedünsteten Zwiebelringen. Dazu gibt es typischerweise Pommes oder Bratkartoffeln und Salat. Die Preise sind moderat und die Portionen gelten als groß. Vegetarische oder vegane Schnitzel gibt es nicht, und fleischfreie Gerichte sind insgesamt selten. Dafür bekommt man ehrliches Kneipenessen, auch zu später Stunde. Bei der Zahlung ist es sinnvoll, Bargeld dabeizuhaben.
Kurzüberblick:
– Schweineschnitzel klassisch, große Portionen
– Sehr lange Öffnungszeiten bis 3 Uhr
– Urige Kneipenatmosphäre im Kreuzviertel
Achim’s Schnitzelkiste an der Königsberger Straße in Coerde ist ein anderes Schnitzel-Erlebnis. Kein Restaurant, sondern ein begehbarer Imbisswagen im Gewerbegebiet. Geöffnet ist nur werktags mittags. Genau dann bilden sich oft Schlangen. Viele kommen aus Betrieben in der Umgebung, andere fahren gezielt hin.
Das Angebot ist schnitzelzentriert. Es gibt Schweineschnitzel in verschiedenen Varianten mit Saucen und Extras nach Wunsch. Pilzrahm, Zigeunersoße, Zwiebeln oder Spiegelei sind typisch. Besonderes Lob bekommen die Pommes, die frisch aus Kartoffeln geschnitten werden. Die Portionen sind groß, die Preise erstaunlich niedrig. Vegetarische Schnitzel gibt es nicht und das Angebot ist klar fleischlastig. Bezahlt wird bar.
Kurzüberblick:
– Schnitzel-Imbiss mit vielen Varianten nach Wunsch
– Frische Pommes aus Kartoffeln
– Nur mittags geöffnet, nur Barzahlung
Der Friedenskrug in Angelmodde ist ein Familienbetrieb mit viel Platz. Wintergarten, Saal für Feiern und sogar Kegelbahn gehören dazu. Im Sommer gibt es einen geschützten Biergarten. Das Publikum ist entsprechend gemischt, von Familien bis Vereinen.
Bekannt ist der Friedenskrug für den „Schnitzelmampf“, ein Baukastensystem. Zuerst wählt man die Schnitzelart: Schwein, Geflügel oder Gemüseschnitzel. Danach kommen zwei Saucen oder Delikatessen dazu, etwa Champignons oder Pfefferrahm. Dann folgt die Beilage, beispielsweise Pommes oder Bratkartoffeln. Ein Salat oder Gemüse ist inklusive. Preislich liegt das je nach Kombination oft zwischen 15 und 18 Euro. Zusätzlich gibt es Klassiker wie Holsteiner Schnitzel, Cordon Bleu oder saisonale Varianten. Montags ist Schnitzeltag mit Vergünstigungen.
Kurzüberblick:
– „Schnitzelmampf“ als Baukasten mit drei Schnitzelarten
– Auch Gemüseschnitzel für Vegetarier
– Familienfreundlich, Biergarten, Schnitzeltag am Montag
Die LeibesLust bringt seit 2023 österreichische Küche in die Innenstadt. Das Restaurant wirkt modern, aber mit Wiener Anklängen. Die offene Küche ist Teil des Konzepts. Es gibt auch ein angeschlossenes Bistro nebenan. Abends sitzt man im Restaurant eher ruhig, mit professionellem Service.
Im Mittelpunkt steht das Original Wiener Schnitzel vom Kalb. Es wird klassisch in Butterschmalz ausgebacken und mit Preiselbeeren und Zitrone serviert. Beilagen wie Petersilienkartoffeln oder Gurkensalat passen zur österreichischen Linie. Andere Schnitzelarten bietet LeibesLust nicht. Vegetarische Schnitzel gibt es ebenfalls nicht, dafür andere österreichische Klassiker wie Käsespätzle oder Spinatknödel. Wegen der begrenzten Plätze ist Reservierung sinnvoll.
Kurzüberblick:
– Wiener Schnitzel vom Kalb als klare Spezialität
– Moderne, ruhige Atmosphäre mit offener Küche
– Österreichische Karte mit weiteren Klassikern
Kasi’s Kling-Klang an der Erphostraße ist eine Kneipe mit Kultstatus im Erphoviertel. Das Lokal wirkt alternativ und gemütlich, mit Kicker, Darts und Billardtisch. Im Sommer sitzt man draußen am Staufenplatz. Die Küche ist klein, aber bekannt für wenige Gerichte, die dafür gut funktionieren.
Das „Kling-Klang-Schnitzel“ ist ein Schweineschnitzel mit Champignons und Knoblauch-Rahmsauce. Serviert wird es mit Pommes oder Bratkartoffeln und Salat. Stammgäste loben es ausdrücklich und nennen es ihr Lieblingsgericht. Preislich liegt es meist um 12 bis 13 Euro. Vegetarische oder vegane Schnitzel gibt es nicht. Kartenzahlung ist eher unüblich, Bargeld ist sicherer. Im Winter kann das Lokal zeitweise schließen, daher sind aktuelle Hinweise über Social Media sinnvoll.
Kurzüberblick:
– Schweineschnitzel mit Champignons und Knoblauchrahm
– Kultkneipe mit studentischer Atmosphäre
– Draußensitzen im Sommer, Bargeld empfehlenswert
Schnitzel in Münster zeigen viele Facetten. Einige Häuser setzen konsequent auf das klassische Wiener Schnitzel, andere auf regionale Küche oder kreative Alternativen ohne Fleisch. Dazu kommen Imbisse und Kneipen, die mit einfachen, aber beliebten Varianten punkten. Unsere Auswahl zeigt, dass gutes Schnitzel in Münster nicht an einen Stil gebunden ist, sondern an saubere Zubereitung, passende Beilagen und ein stimmiges Umfeld.
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