
Münster/Nottuln. Zwei 15-Jährige sitzen nach einem Vorfall auf der A43 bei Nottuln in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem 13-Jährigen Fahrräder gestohlen und von einer Brücke auf die Autobahn geworfen zu haben. Zwei Autos kollidierten mit den Rädern, verletzt wurde niemand. Gegen die Jugendlichen wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
Der Vorfall ereignete sich am 3. September gegen 4.20 Uhr. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sollen die drei Jugendlichen zunächst Fahrräder entwendet und diese anschließend von einer Überführung der K 11 auf die A43 geworfen haben.
Ein BMW und ein VW kollidierten mit den Rädern. Beide Fahrzeuge waren in Richtung Münster unterwegs.
Wegen des hohen Gefahrenpotenzials richtete die Polizei Münster eine Mordkommission ein. Für die Spurensicherung wurde die A43 zwischen Dülmen-Nord und Nottuln zeitweise gesperrt. Die Ermittlungen führten nach Angaben der Polizei zu den beiden 15-jährigen Tatverdächtigen.
Am 9. September erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen die Jugendlichen. Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. Beide sitzen in Untersuchungshaft.
Nach ersten Erkenntnissen sollen die Beschuldigten die Würfe und einen möglichen Unfall mit ihren Mobiltelefonen haben aufnehmen wollen. Ob sich dieser Verdacht bestätigt, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
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