
Münster. Der Sperrbezirk wegen Amerikanischer Faulbrut in Amelsbüren bleibt vorerst bestehen. Wie die Stadt Münster mitteilt, wurde die anzeigepflichtige Tierseuche an einem weiteren Bienenstand an der Raringheide nachgewiesen. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich. Auch Honig kann weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.
Der aktuelle Befund wurde bei Untersuchungen festgestellt, die eigentlich zur möglichen Aufhebung des Sperrbezirks dienen sollten. Den Vorabbefund des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe erhielt die Stadt am Dienstag, 7. Juli. Das städtische Veterinäramt hat den betroffenen Bienenstand bereits gesperrt.
Der Sperrbezirk war Anfang Mai eingerichtet worden, nachdem die Amerikanische Faulbrut an zwei Bienenständen in Amelsbüren nachgewiesen worden war. Er umfasst Bereiche mit einem Radius von einem beziehungsweise zwei Kilometern um die betroffenen Standorte und soll verhindern, dass sich die Tierseuche weiter ausbreitet.
Der neu betroffene Bestand wird nun über das sogenannte offene Kunstschwarmverfahren saniert. Dabei werden die erwachsenen Bienen mit der Königin aus dem infizierten Kasten in eine gereinigte und desinfizierte Behausung umgesetzt. Nach Angaben der Stadt ermöglicht dieses Verfahren, die Völker zu erhalten. Die Bienen müssen nicht getötet werden.
Das Veterinäramt untersucht in dieser Woche weitere Bienenstände im bestehenden Sperrbezirk erneut. Die Aufhebungsuntersuchungen sind für Anfang September geplant. Bis dahin bleibt der aktuelle Sperrbezirk bestehen.
Halterinnen und Halter von Bienenvölkern im Sperrbezirk müssen ihre Bienenstände weiterhin beim Gesundheits- und Veterinäramt der Stadt Münster melden. Dabei sind Standort und Zahl der Völker anzugeben.
Die Meldestelle ist telefonisch unter 02 51/492-54 00 oder per E-Mail an veterinaeramt@stadt-muenster.de erreichbar. Die Meldepflicht bleibt bestehen, solange der Sperrbezirk nicht aufgehoben ist.
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