Zugbegleiter im RE 42 angespuckt und geschlagen: Verdächtiger in Münster gestellt

Zugbegleiter im RE 42 angespuckt und geschlagen: Bundespolizei stellt den Tatverdächtigen später in Münster.
Foto: Thomas

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Münster. Ein Angriff auf einen Zugbegleiter im RE 42 hat am Montagnachmittag die Bundespolizei beschäftigt. Nach Angaben der Behörde soll ein aggressiver Fahrgast den Bahnmitarbeiter angespuckt und mehrfach auf die Hände geschlagen haben. Beim planmäßigen Halt in Nottuln-Appelhülsen verließ der Mann den Zug und entfernte sich zunächst. Wenig später stellte ihn die Bundespolizei am Hauptbahnhof Münster.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten Reisende den Zugbegleiter zuvor auf den aggressiv auftretenden Mann aufmerksam gemacht. Der Bahnmitarbeiter setzte seinen Dienst nach dem Vorfall nicht fort und wollte sich nach Angaben der Bundespolizei ärztlich untersuchen lassen.

Tatverdächtiger taucht wenig später in anderem Zug auf

Nachdem der Mann den RE 42 in Nottuln-Appelhülsen verlassen hatte, fuhr der Zugbegleiter weiter nach Münster und erstattete dort bei der Bundespolizei Strafanzeige. Fast zeitgleich erhielten die Beamten die Information, dass sich der Tatverdächtige bereits wieder in einem anderen Zug auf dem Weg nach Münster befinden soll. Auch dort soll er erneut aggressiv aufgetreten sein.

Nach der Ankunft des Zuges trafen Bundespolizisten den Mann noch auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof Münster an. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem sicherten die Beamten Videoaufnahmen aus dem Zug, die nun für die weiteren Ermittlungen ausgewertet werden können. Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

RE 42 verbindet Münster mit dem Ruhrgebiet

Der RE 42, auch „Niers-Haard-Express“ genannt, verbindet Münster mit mehreren Städten im Ruhrgebiet und fährt je nach Verbindung weiter in Richtung Mönchengladbach. Nottuln-Appelhülsen liegt südwestlich von Münster unmittelbar an der Strecke. Die Fahrt zwischen Nottuln-Appelhülsen und Münster Hauptbahnhof dauert regulär nur wenige Minuten.

Gewalt gegen Bahnpersonal bleibt bundesweit ein Thema

Der Vorfall reiht sich in eine bundesweite Diskussion über Gewalt gegen Beschäftigte im Bahnverkehr ein. Nach Angaben von DB Regio wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeitende im Regionalverkehr registriert. Davon entfielen 781 Fälle auf einfache Körperverletzungen. Dazu zählt die Bahn unter anderem Schubsen, Greifen und Bespucken. Hinzu kamen 185 versuchte und 22 schwere Körperverletzungen.

Für das Gesamtjahr 2025 hatte die Deutsche Bahn mehr als 3.000 Übergriffe auf Beschäftigte gemeldet. Als Reaktion wurden verschiedene Schutzmaßnahmen ausgeweitet. Dazu gehören unter anderem Bodycams, größere Kontrollteams, Sicherheitsbegleitungen und Schutzwesten für Beschäftigte im Kundenkontakt.

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