
Münster. Am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium haben die Abrissarbeiten begonnen. Damit startet sichtbar die nächste Phase eines umfassenden Bauprojekts, mit dem der Schulstandort in Münster erweitert und zugleich energetisch modernisiert werden soll. Geplant sind ein Neubau mit zusätzlichen Unterrichtsflächen sowie Maßnahmen, um das bestehende Gebäude langfristig klimafreundlicher aufzustellen.
Zentraler Bestandteil des Vorhabens ist ein Erweiterungsneubau, der das bestehende Schulensemble ergänzt. Nach den Planungen wird eine neue Sporthalle mehrere Meter ins Untergeschoss verlegt. Darüber sollen neue Klassen- und Fachräume entstehen. Ziel ist es, zusätzliche Unterrichtskapazitäten zu schaffen, ohne den Schulhof deutlich zu verkleinern oder die Aufenthaltsqualität für Schülerinnen und Schüler zu beeinträchtigen.
Der Neubau erhält einen eigenen Eingang sowie ein separates Treppenhaus mit Aufzug und wird gleichzeitig an den bestehenden Schulkomplex angebunden. Damit soll der neue Gebäudeteil funktional eigenständig sein und sich dennoch in den Schulalltag integrieren lassen.
Entworfen wurde das Projekt vom Münsteraner Büro htarchitektur. Vorgesehen ist eine kleinteilige Bauweise mit mehreren Baukörpern und Satteldächern, die sich an der umgebenden Bebauung orientieren. Auf den Dachflächen ist die Installation von Photovoltaikanlagen geplant, um einen Teil des Energiebedarfs künftig selbst zu decken.
Hintergrund der Erweiterung ist der gestiegene Raumbedarf an Gymnasien. Durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang (G9) benötigen viele Schulen zusätzliche Klassen- und Fachräume. Auch am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium stoßen die vorhandenen Kapazitäten an ihre Grenzen, insbesondere im Hinblick auf Unterricht, Differenzierung und Ganztagsangebote.
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Neben dem Neubau ist eine umfassende energetische Sanierung des bestehenden Schulgebäudes geplant. Ziel ist es, den Energieverbrauch deutlich zu senken und den Standort perspektivisch klimaneutral auszurichten. Damit reiht sich das Projekt in die städtischen Bestrebungen ein, öffentliche Gebäude schrittweise nachhaltiger zu gestalten.
Mit dem jetzt gestarteten Abriss beginnt die erste Bauphase. In den kommenden Monaten sollen weitere Bestandsbereiche zurückgebaut werden, bevor der Neubau errichtet wird. Die Gesamtmaßnahme wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Während des laufenden Schulbetriebs müssen sich Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium auf Einschränkungen durch Baustellen einstellen. Langfristig soll der Schulstandort jedoch moderner, funktionaler und zukunftsfähiger aufgestellt sein.