Aus Müll wird Fernwärme: Münster setzt auf Kooperation mit Twence

Was in Münster als Restabfall übrig bleibt, wird wenige Kilometer hinter der niederländischen Grenze noch einmal zum Rohstoff. In Hengelo verarbeitet das Unternehmen Twence Münsteraner Sortierreste weiter und erzeugt daraus unter anderem Fernwärme für Haushalte und Betriebe in der Region Twente. Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat sich die Anlage am Dienstag, 22. September, gemeinsam mit einer Delegation aus Münster angesehen. Die Zusammenarbeit zwischen Münster, den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster und Partnern auf niederländischer Seite besteht bereits seit 2019. Dabei funktioniert der Austausch in beide Richtungen: Bioabfälle aus den Niederlanden werden in Münster zu Biogas und Kompost verarbeitet, während Twence Restabfallsortierreste aus Münster übernimmt. Zusammenarbeit zwischen Münster und Twence seit 2019 Empfangen wurde die Delegation in Hengelo von Roelof Bleker, Bürgermeister von Münsters Partnerstadt Enschede. Neben Fuchs nahmen unter anderem Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas sowie Vertreter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster an dem Termin teil. Fuchs bezeichnete die Kooperation als Beispiel für grenzüberschreitenden Klimaschutz. Herausforderungen wie der Klimawandel könnten aus seiner Sicht nicht allein innerhalb kommunaler oder nationaler Grenzen gelöst werden. Die Zusammenarbeit bei Abfallverwertung und Energiegewinnung zeige, wie Städte dies praktisch umsetzen könnten. Anlage soll jährlich 100.000 Tonnen CO2 abscheiden Bei dem Besuch stand auch eine CO2-Abscheidungsanlage auf dem Werksgelände von Twence im Mittelpunkt. Sie ist seit Juni 2025 in Betrieb und entzieht den Abgasen der Verbrennungsanlage Kohlenstoffdioxid. Anschließend wird das CO2 verflüssigt und weiterverwendet. Nach Angaben von Twence und der Stadt Münster werden dadurch jährlich rund 100.000 Tonnen CO2 abgeschieden. Die Delegation ließ sich die Technik vor Ort zeigen und tauschte sich mit Vertretern aus Enschede und Hengelo über die weitere Zusammenarbeit aus.
Die CO2-Abscheidungsanlage der Twence spart pro Jahr 100.000 Tonnen CO2 ein. © Twence

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Was in Münster als Restabfall übrig bleibt, wird wenige Kilometer hinter der niederländischen Grenze noch einmal zum Rohstoff. In Hengelo verarbeitet das Unternehmen Twence Münsteraner Sortierreste weiter und erzeugt daraus unter anderem Fernwärme für Haushalte und Betriebe in der Region Twente. Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat sich die Anlage am Dienstag, 22. September, gemeinsam mit einer Delegation aus Münster angesehen.

Die Zusammenarbeit zwischen Münster, den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster und Partnern auf niederländischer Seite besteht bereits seit 2019. Dabei funktioniert der Austausch in beide Richtungen: Bioabfälle aus den Niederlanden werden in Münster zu Biogas und Kompost verarbeitet, während Twence Restabfallsortierreste aus Münster übernimmt.

Zusammenarbeit zwischen Münster und Twence seit 2019

Empfangen wurde die Delegation in Hengelo von Roelof Bleker, Bürgermeister von Münsters Partnerstadt Enschede. Neben Fuchs nahmen unter anderem Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas sowie Vertreter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster an dem Termin teil.

Fuchs bezeichnete die Kooperation als Beispiel für grenzüberschreitenden Klimaschutz. Herausforderungen wie der Klimawandel könnten aus seiner Sicht nicht allein innerhalb kommunaler oder nationaler Grenzen gelöst werden. Die Zusammenarbeit bei Abfallverwertung und Energiegewinnung zeige, wie Städte dies praktisch umsetzen könnten.

Anlage soll jährlich 100.000 Tonnen CO2 abscheiden

Bei dem Besuch stand auch eine CO2-Abscheidungsanlage auf dem Werksgelände von Twence im Mittelpunkt. Sie ist seit Juni 2025 in Betrieb und entzieht den Abgasen der Verbrennungsanlage Kohlenstoffdioxid. Anschließend wird das CO2 verflüssigt und weiterverwendet.

Nach Angaben von Twence und der Stadt Münster werden dadurch jährlich rund 100.000 Tonnen CO2 abgeschieden. Die Delegation ließ sich die Technik vor Ort zeigen und tauschte sich mit Vertretern aus Enschede und Hengelo über die weitere Zusammenarbeit aus.

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